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Geldbeutel

Aus zwei mach eins!

Schon lange tüftle ich daran herum, mir den perfekten Geldbeutel zu nähen. Seit meiner ersten Grete habe ich viele Experimente gemacht, aber wie das Leben so spielt verlor ich irgendwann den Faden weil hier ein dringendes Röckchen und dort eine kleine Hochzeit dazwischen kam. 

So muss ich zugeben: mein heutiges Projekt ist nur ein kleiner Zwischenschritt in einem großen Ganzen und soll euch eine Idee davon geben, was seit Monaten in meinem Kopf Gestalt annimmt.

Konkret beschäftigt mich an dem Projekt die Frage: Wie kann ich all meine Plastikkarten – und ich habe inzwischen stolze 20 davon – unterbringen? Dazu noch Münzgeld, Scheine und ein paar Kassenzettel, Notizen usw…
Bei allen gängigen Geldbeutel-Modellen stört mich, dass sie zu wenig Steckplätze bieten und die Karten dann auch so fest stecken, dass man sie oft nur durch gefährliche Fingerverrenkung heraus bekommt. So leider auch bei der Grete…

Dann sah ich eine Börse, bei der die Karten wie in einem Fächer stecken und habe mir dieses Plastikmodell zum Schnäppchenpreis schicken lassen, um dessen Machart zu studieren. Das Prinzip mit den Fächern ist genau das richtige für mich, aber leider bietet das kompakte Portemonnaie eben nur Platz für die Karten. Um auch „echtes Geld“ im Geldbeutel zu haben, muss der Teil mit dem Fächer erweitert werden und da ich ja ein Fan von modularen Systemen bin, habe ich mir für ebenfalls sehr schmales Geld ein kleines blaues Täschchen geleistet, das genauso groß ist wie der schwarze Kartenfächer.

Um meine Idee schnell und einfach zu testen, habe ich die beiden Mäppchen um Druckknöpfe erweitert sodass man sie jetzt zusammen knöpfen kann. So wird aus zwei einzelnen Stücken ein zusammengehöriges Ganzes.
In meinen vorherigen selbst entworfenen Versuchen habe ich immer probiert die Teile direkt zusammen zu nähen, was aber bei so etwas kleinem wie einem Geldbeutel irgendwann fummelig und unsauber endet. Die Knöpfe bieten den Vorteil dass die Börsen auch wieder getrennt werden können und diesen Teil des Probetäschchens werde ich auf jeden Fall in meinen Entwurf übernehmen.

Dieses Modell werde ich in den kommenden Wochen einem ausführlichen Alltagstest unterziehen und dann – so es mein Terminkalender zulässt – aus meinen Erkenntnissen endlich einen funktionierenden Prototypen „meines perfekten Geldbeutels“ entwickeln.

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Meine erste Grete!

Schon seit Wochen grüble ich über einem neuen Geldbeutel. Der aktuelle geht gerade aus den Nähten und wie so oft, lässt sich nichts käuflich erwerben, was meinen wirren Vorstellungen auch nur annähernd entspricht.
Nachdem ich die Grete von TilliT gesehen habe, wars um mich geschehen – eigentlich bin ich ja keine Kaufschnitt-Näherin, aber den MUSSTE ich mir (ausnahmsweise mal) bei machwerk holen.

Meine erste Grete ist überraschend gut geworden. Wie auch TilliT schon beschrieben hat, ist der Moment vor dem Wenden hier besonders spannend und man kann noch garnicht glauben, dass alles hinterher doch so geldbeutelig aussieht. 
Grete #1
Da diese meine erste Test-Grete werden sollte, habe ich mich für eine bunte Stoff-Mischung aus dem Fundus entschieden. Man braucht ja wirklich nur kleine Stückchen für so ein Projekt.
Bei den Reißverschlüssen habe ich auch metallene aus dem Bestand genommen, was ein echter Fehler war: Metallreißverschlüsse haken hier einfach viel zu doll, so dass es kaum Spaß macht, den Geldbeutel zu öffnen.

Was ich am Schnitt toll fand, war die geniale Wendelösung. Die könnte mir vielleicht beim Terminplaner nochmal hilfreich sein (falls ich jemals Muse finde, daran weiter zu tüfteln). Außerdem ist mir aufgefallen, dass das Teil eigentlich komplett waschbar ist. Bei welchem Kaufmodell kann man das schon?

Nachdem ich den Geldbeutel so eine Weile in Händen hatte, zum Test mal mit Geldbeutelinhalt befüllt und wieder leer gemacht habe, musste ich die bittere Wahrheit aber doch akzeptieren: Die Grete passt mir so einfach nicht!

Ihr ahnt es bestimmt schon: bei mir geht’s ja nie nach Schema F und so muss auch die Grete die ein oder andere Veränderung über sich ergehen lassen.

Also welche Upgrades soll mein perfekter Geldbeutel haben?

. rundere Ecken und Kunsstoff-Reißverschluss zum besseren Öffnen
. statt einem sollen es ganze drei Reißverschlussfächer sein
. ich brauche mehr Platz für Plastik-Karten
. trotzdem soll es die schmalere Grete-Version sein
. und am liebsten das Ganze auch noch aus Leder

So! Festgehalten für die nächste Version und ein Hirn-To-Do für die nächsten Wochen. Mal schauen ob ich die eierlegende Wollmilchgrete hinbekomme.

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