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DIY

Handtaschen-Buchhülle

Ein sehr fauler Blog-Monat liegt hinter mir, aber dafür war ich im echten Leben umso fleißiger! Eine Menge Selbstgemachtes ist entstanden und wartet ungeduldig auf seine Verbildlichung. Ein Kurzurlaub, ein Stoffmarkt und nicht zuletzt die ersten Wochen in einem neuen Verlag liegen hinter mir und so komme ich erst heute dazu euch meine neuen Schätze zu präsentieren.

Da ich nun wieder viel mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bin, hat mich die Leselust erneut gepackt. Als nächste Evolutionsstufe zum mobilen Kapitalbändchen habe ich mir deshalb eine Buchhülle in Handtaschen-Form ausgedacht.
Handtaschen-Buchhülle
Die neue Buchhülle sollte die dicken Wälzer, die ich manchmal lese nicht nur vor Beschädigungen schützen, sondern mir auch den Transport von Verkersmittel A zu Verkehrsmittel B erleichtern. Sie sollte außerdem so variabel sein, dass sie auch für das nächste und übernächste Buch zu gebrauchen ist und zudem den Titel des Buches zuverlässig verschleiern, weil ich es nicht so gerne mag, wenn die Mitfahrer in der Bahn sehen können, was ich gerade schmökere.

Die Hülle an sich ist denkbar einfach gestrickt: es ist ein Rechteck – deutlich größer als es für das betreffende Buch sein müsste, sodass zukünftig auch noch andersformatige Bücher hineinpassen. Ich habe die Außenseite der Hülle aus SnapPap geschnitten. Die Innenseite ist aus dickem Filz. Zum Einstecken der Buchdeckel gibt es zwei Laschen – ebenfalls aus Filz. Zuerst habe ich über Halterungen aus Gummi nachgedacht. Das war mir dann aber zu locker und ich bastle mir dann lieber für Bücher, die deutlich mehr Raum brauchen, eine zweite Hülle in der selben Machart.
Alle drei Schichten habe ich mit einer einfachen Steppnaht, ringsum, links auf links zusammengenäht.

Zwischen die Außen- und Innenseite habe ich noch ein kleines Kapitalbändchen eingefügt. Auf die Lesezeichen-Funktion wollte ich bei der Hülle natürlich nicht verzichten!

Der wirkliche Clou ist allerdings erst auf der Außenseite des Schmuckstücks zu sehen: die Hülle hat zwei Henkel aus dickem Leder bekommen. Den Riemen hatte ich noch im Fundus und er wartete dort schon seit Jahren auf eine heldenhafte Einsatzmöglichkeit.
Das derbe Material hat mein treues Nähmaschinchen ganz schön herausgefordert. Damit der Riemen beim nähen nicht verrutscht habe ich ihn vorher mit Stylefix festgeklebt, was ich jenen wärmstens empfehlen kann, die planen ähnlich Fummeliges durch ihre Maschine zu quetschen. 

Die Hülle passt sich perfekt an eine Vielzahl von Büchern an und bisher musste ich noch kein zweites und größeres Modell nähen.

Wenn ich jetzt in der Bahn spontan aufspringen, länger stehen oder umsteigen muss, kann ich das Buch einfach zuklappen und es wie eine Handtasche – auch über weitere Strecken – tragen. Bei Taschenbüchern habe ich den Vorteil dass die dünnen Deckel verstärkt werden und die Riemen auf der Außenseite geben den Fingern viel besseren Grip beim Lesen, sodass die Hände nicht so schnell ermüden. 

Was denkt ihr? Wäre das nicht ein tolles Last-Minute-Näh-Geschenk für den ein oder anderen Bücherwurm? 

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How to … geflochtene Kameraschlaufe!

Vor kurzem habe ich euch meine selbst geflochtene Kameraschlaufe gezeigt und möchte euch heute zeigen, wie ich sie zusammengebastelt habe.

Gewiss finden sich im Netz unzählige Anleitungen, Fotos und sogar Videos, wie man tolle Paracords flechten kann. Man findet verschiedene Muster und Herangehensweisen aber oft geht es um Schmuckbändchen oder Gürtel, die ja nicht so einer starken Belastung standhalten müssen wie eine Kameraschlaufe.

Deshalb geht es in meiner heutigen Anleitung nicht nur darum, wie ich das Bändchen an sich geknüpft habe, sondern vor allem darum wie die Schlaufe so belastbar wird.
How to … Kameraschlaufe
. Was ihr braucht

An Material benötigt ihr zunächst drei Kordeln oder Bänder. Zwei für das eigentliche äußere Muster und eines für den inneren Kern des Bändchens. Letzteres sollte eine Farbe haben die sich gut mit den äußeren Farben verträgt, weil man den Kern durch die äußeren Kordeln etwas durchschimmern sieht. Deshalb habe ich für den Kern schwarz gewählt.

Die äußeren Kordeln müssen mindestens drei mal so lang sein wie das fertige Bändchen sein soll. Ich habe für eine Schlaufe von 30 cm Kordeln mit 140 cm Länge verwendet. Der Kern ist bei mir zwei mal so lang wie die fertige Schlaufe – also 60 cm. Da die Kordel-Enden später angeschmolzen werden, ist es wichtig dass ihr eine Plastik-Kordel verwendet. Eine Baumwollkordel schmilzt nicht und müsste deshalb anders geschlossen werden.

Damit man die Schlaufe später abnehmen kann, habe ich einen Karabiner eingearbeitet. Ihr könnt aber auch einen Schlüsselring oder ähnliches verwenden.

Dazu braucht ihr noch eine Schere, ein Feuerzeug und eine Stopfnadel mit großem Öhr.

. Und so geht’s

Zunächst legt ihr fest, wie groß die Schlaufe werden soll. Ich habe dazu meine Kamera in die Hand genommen und einfach mit einer Kordel ausprobiert was sich für mich gut anfühlt. Meine Schlaufe hat einen Umfang von 30 cm.

Zum flechten ist es ganz praktisch eine „dritte Hand“ zu haben, die den Karabiner festhält. Ich habe ihn dazu gleich an der Kamera befestigt. Dann wird die Kern-Kordel zwei mal durch den Karabiner gefädelt, sodass ein doppelter Kreis von 30 cm Umfang entsteht. Die Enden der Kordel müsst ihr jetzt mit dem Feuerzeug vorsichtig anschmelzen und dann schnell zusammenkleben.
Beim Schmelzen müsst ihr unbedingt vorsichtig sein dass ihr euch nicht verbrennt und die Kordel auch nicht in Flammen aufgeht. Wenn ihr euch nicht sicher seid, testet es lieber einmal an einem Reststück der Kordel.

Dann geht es an die Außen-Kordeln: Zuerst müsst ihr beide Kordeln an den Enden zusammenknoten, das Überstehende abschneiden und die Enden so an- und zusammenschmelzen, dass der Knoten sich sicher nicht wieder löst.

Als nächstes knotet ihr die Außen-Kordeln einmal an der Kern-Kordel fest und schon kanns mit dem knüpfen losgehen.

Betrachtet eure Kordeln und merkt euch die Farbe, die auf der linken Seite liegt. Mit dieser Kordel wird nun immer gestartet deshalb nenne ich sie jetzt einfach die Start-Kordel.

Ihr legt also zuerst die linke Start-Kordel im weiten Bogen über die Kern-Kordel. Anschließend legt ihr die rechte Kordel gerade nach unten sodass ein Kreuz entsteht. Dann führt ihr die rechte Kordel hinter der Kern-Kordel nach links hinüber und fädelt sie von hinten durch den weiten Bogen den die Start-Kordel immernoch bildet.
Jetzt zieht ihr gleichmäßig an beiden Kordeln um den ersten Knoten fest zu ziehen.

Für den zweiten Knoten macht ihr das selbe noch einmal, nun aber spiegelverkehrt: Die Start-Kordel liegt jetzt auf der rechten Seite. Ihr legt also einen weiten Bogen von rechts nach links. Dann legt ihr die linke Kordel gerade nach unten sodass ein Kreuz entsteht. Anschließend wird sie nach hinten hinter der Kern-Kordel herum und von hinten durch den Bogen der Start-Kordel gelegt.

Und so geht es nun immer im Wechsel – einmal von links und einmal von rechts – bis die ganze Schlaufe mit einzelnen Knoten verschönert ist.

Am Ende der Runde habe ich etwas Abstand zum Karabiner gelassen damit es dort nicht so bollig wird, denn jetzt werden die Enden vernäht. Dazu klappt ihr die Schlaufe zusammen und fädelt die Kordel vom Ende mit der Stopfnadel durch eine lockere Stelle am Anfang der Flechtarbeit. Dort verknotet ihr die Kordeln noch einmal. Jetzt zieht ihr die Enden mitten hindurch ins Innere der Schlaufe um sie da noch einmal richtig, richtig fest zu verknoten. Zum sicheren Abschluss müsst ihr die Enden jetzt kürzen und miteinander verschmelzen sodass sie – hoffentlich für immer und ewig – verbunden sind.

So habt ihr in nur einer Stunde eine wundertolle Kameraschlaufe (oder auch einen Schlüsselanhänger) gebastelt, für den ihr im Laden locker 20 Euro hinlegen müsstet. Was denkt ihr? Habt ihr noch andere Ideen wie man ein Paracord abschließen könnte oder was man mit so einer Schlaufe anstellen könnte?

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Geflochtene Kameraschlaufe

Begegnen euch auch gerade an allen Ecken diese bunt geflochtenen Bänder? Nicht nur als Armbänder sind sie mir schon untergekommen, sondern auch als Schlüsselanhänger, Überlebens-Bändchen und sogar als Gürtel.

Irgendwie schon ganz nett, dachte ich mir und hab einmal probiert selber ein wenig rumzuflechten und herausgekommen ist eine superpraktische Kameraschlaufe: genau das Detail das meiner kleinen Knipse zum Glücklichsein noch gefehlt hat.

Damit ich die Schlaufe schnell auch wieder entfernen kann, habe ich sie mit einem Karabinerhaken aus dem Fundus kombiniert. Auch die Kordeln, die ich zum flechten verwendet habe, waren noch von anderen Projekten übrig, sodass mich die Schlaufe kaum Geld sondern nur ein bissl Zeit gekostet hat – so etwa eine Stunde habe ich dran hingebastelt.

Schnieke ist sie geworden, wie ich finde. Und da ich nicht so der Kamera-Gurt-Fan bin, ist sie genau das Mittelding das ich gesucht habe. Nämlich jenes, welches im Zweifelsfall den Unterschied macht zwischen „Kamera da“ und „Kamera weg“. 

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Aus zwei mach eins!

Schon lange tüftle ich daran herum, mir den perfekten Geldbeutel zu nähen. Seit meiner ersten Grete habe ich viele Experimente gemacht, aber wie das Leben so spielt verlor ich irgendwann den Faden weil hier ein dringendes Röckchen und dort eine kleine Hochzeit dazwischen kam. 

So muss ich zugeben: mein heutiges Projekt ist nur ein kleiner Zwischenschritt in einem großen Ganzen und soll euch eine Idee davon geben, was seit Monaten in meinem Kopf Gestalt annimmt.

Konkret beschäftigt mich an dem Projekt die Frage: Wie kann ich all meine Plastikkarten – und ich habe inzwischen stolze 20 davon – unterbringen? Dazu noch Münzgeld, Scheine und ein paar Kassenzettel, Notizen usw…
Bei allen gängigen Geldbeutel-Modellen stört mich, dass sie zu wenig Steckplätze bieten und die Karten dann auch so fest stecken, dass man sie oft nur durch gefährliche Fingerverrenkung heraus bekommt. So leider auch bei der Grete…

Dann sah ich eine Börse, bei der die Karten wie in einem Fächer stecken und habe mir dieses Plastikmodell zum Schnäppchenpreis schicken lassen, um dessen Machart zu studieren. Das Prinzip mit den Fächern ist genau das richtige für mich, aber leider bietet das kompakte Portemonnaie eben nur Platz für die Karten. Um auch „echtes Geld“ im Geldbeutel zu haben, muss der Teil mit dem Fächer erweitert werden und da ich ja ein Fan von modularen Systemen bin, habe ich mir für ebenfalls sehr schmales Geld ein kleines blaues Täschchen geleistet, das genauso groß ist wie der schwarze Kartenfächer.

Um meine Idee schnell und einfach zu testen, habe ich die beiden Mäppchen um Druckknöpfe erweitert sodass man sie jetzt zusammen knöpfen kann. So wird aus zwei einzelnen Stücken ein zusammengehöriges Ganzes.
In meinen vorherigen selbst entworfenen Versuchen habe ich immer probiert die Teile direkt zusammen zu nähen, was aber bei so etwas kleinem wie einem Geldbeutel irgendwann fummelig und unsauber endet. Die Knöpfe bieten den Vorteil dass die Börsen auch wieder getrennt werden können und diesen Teil des Probetäschchens werde ich auf jeden Fall in meinen Entwurf übernehmen.

Dieses Modell werde ich in den kommenden Wochen einem ausführlichen Alltagstest unterziehen und dann – so es mein Terminkalender zulässt – aus meinen Erkenntnissen endlich einen funktionierenden Prototypen „meines perfekten Geldbeutels“ entwickeln.

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Mobiles Kapitalbändchen

Seit ich täglich gefühlte Stunden in diversen öffentlichen Verkehrsmitteln herumgondle, fülle ich die ungenutzte Zeit gerne mit spannendem Lesestoff. Oft bin ich so vertieft, dass ich das Buch ganz schnell zuschlagen und aufspringen muss, um die richtige Haltestelle nicht zu verpassen. Mehr als ein Mal habe ich dabei schon das Lesezeichen vergessen und musste später wieder mühsam nach dem richtigen Anschluss suchen. 

Praktisch finde ich da ja die Bücher, die ein Kapitalbändchen mitbringen… leider sind das heutzutage noch die wenigsten Werke und selbst dicke Romane verzichten sparsamerweise darauf.

So habe ich mir wiedermal eine kleine Bastelei überlegt, die in drei Kleinen Schritten jedes noch so schnöde Buch um ein Kapitalbändchen erweitert:
mobiles Kapitalbändchen
Zuerst kommt die Materialsuche. Alles bandartige aus dem Fundus eignet sich grundsätzlich als Kapitalbändchen. Ich habe mich für ein Reststück Schrägband entschieden. Dazu braucht man eine Klammer – umso fester die klemmt, umso besser. In meinem Fall ist es so eine starke aber kleine Papierklammer.

Das Schrägband habe ich dann an einem Ende eingeschlagen und knappkantig der Länge nach zusammengesteppt. Als es dann zum Ende hin ging, schlug ich auch hier die Kanten ein und legte einen Bügel der Papierklammer in das Schrägband hinein und steppte behutsam bis zum Ende darüber. An dieser Stelle muss man gut aufpassen, dass die Nadel der Maschine nicht aufs Metall der Klammer trifft und ggf. mit dem Handrad millimetergenau nachhelfen.
Ich habe hier noch einmal zurückgesetzt und habe ein zweites Mal darüber genäht, damit alles schön fest sitzt.

Und voila: Schon ist ein praktikables, mobiles Kapitalbändchen merkbereit für manigfaltige Schmöker! 

Die Klammer passt an jeden Buchdeckel – ob dick oder dünn – und das Bändchen ist auch lang genug für größere Bücher. Im Bus kann ich so ganz schnell einmerken wo ich war und das Bändchen geht auch beim größten Gedrängel nicht verloren. 

Wer keine Papierklammer zur Hand hat, kann es auch sicherlich mit einer Büroklammer versuchen. Die sitzt vielleicht nicht ganz so fest, könnte dafür aber beispielsweise ein ganz dünnes Bändchen aufnehmen. Das muss dann nicht einmal gefaltet und genäht werden sondern könnte – doppelt genommen – einfach an der Klammer festgeknotet werden…

Vielleicht habt ihr aber ja noch eine ganz andere Einfälle wie man so ein Bändchen basteln könnte? Ich freue mich auf eure Ideen! 

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Ab zum See!

Endlich schaut der Sommer nochmal schnell bei uns rein, sodass die beste Freundin ihr vor Wochen erhaltenes Geburtstagsgeschenk nun endlich in vollen Zügen genießen kann. Oder besser gesagt die Zeit DARAUF genießen kann, denn ich habe ihr ein praktisches Liegetuch genäht.

„Toll! Ein Handtuch!?!“ Werdet ihr jetzt sagen… aber keine Eile: Der Clou kommt ja erst noch!

Kennt ihr das: Ihr liegt nach einer verregneten Woche am endlich wieder sonnigen See, aber die Wiese ist noch ganz vollgesogen und matschig und langsam aber sicher kriecht klamme Nässe von unten durch euer Badetuch!?!?

Nach diesem wechselhaften Sommer ist das ja fast schon die Regel, und damit die lichthungrige Freundin das langersehnte Sonnenbad auch stressfrei genießen kann, habe ich zwei praktische Einzelstücke zu einem noch viel tolleren kombiniert: nämlich aus Badetuch und Duschvorhang wurde ein superinovatives, wetterfestes Liegetuch!
wetterfestes Liegetuch
Natürlich gäbe es eine Vielzahl an Materialien, die einen wasserabweisenden Effekt mitbringen, aber nur der Duschvorhang ist so weich und anschmiegsam wie das Badetuch selbst. Beim Waschen verliert er auch nicht seine Beschichtung weil er ja schlicht aus Plastik hergestellt wurde. In diesem einen Fall bin ich durchaus bereit einmal von meinem Baumwoll-Wahn abzurücken und die Vorzüge von Synthetikgewebe für meine Zwecke zu nutzen.

Beim Möbelschweden gab es dann auch noch passenderweise Badetücher und Duschvorhänge mit ein und dem selben Muster und da musste ich natürlich gleich zuschlagen.

Einfach nur beide Teile zusammen zu nähen wäre mir zu simpel gewesen also habe ich ein bissl getüftelt und an das flache große Badetuch auch noch um eine Art Kissen erweitert.
Aus einem zweiten Handtuch habe ich dazu eine Hülle mit drei länglichen Kammern genäht. Diese habe ich mit dem Inhalt eines ganzen Sofakissens gefüllt, sodass drei richtig pralle Wulste entstanden sind. Nachdem ich die Seiten geschlossen hatte, nähte ich Knebel und Gummischlaufen an, damit man das gerippte, eher flache Kissen auch zu einer praktischen Nackenrolle zusammenknöpfen kann.

An dieses Kopfteil habe ich das eigentliche Liegetuch genäht. Es besteht auf der Oberseite aus einem kompletten, ganzen Badetuch und auf der Rückseite aus besagtem Duschvorhang. Den habe ich passend zugeschnitten, die Nahtzugaben vom Badetuch drum herum geschlagen und die beiden Teile links auf links zusammengenäht.

Damit die Freundin das Tuch fluchs zusammenrollen und mitnehmen kann, habe ich am Ende zwei große Schlaufen angebracht und dazu einen großen Haltegriff aus einem Rest vom Duschvorhang.

In der Praxis ist der Griff wohl nicht ganz so gelungen, weshalb die Freundin wohl immer mit den Armen in die Gummischlaufen schlüpft und die Rolle wie einen Rucksack huckepack trägt. Memo an mich: Diese vorzügliche Verbesserung beim nächsten Modell mit einbauen ;-)

Wie mir berichtet wurde, kam das Geschenkchen supergut an und von jenseits des Liegetuchs wandern wohl von Zeit zu Zeit neidische Männerblicke herüber. :-))
So macht es richtig Spaß die letzten Sonnenstrahlen auszukosten, oder?

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And the winner is …

Anfang der Woche habe ich euch die vielen tollen Spiele gezeigt, die wir uns für unsere Gartenspiele-Party ausgedacht haben. Doch was wäre ein Spiel ohne echte Gewinner?

Damit unsere Gäste noch mehr zum Mitmachen animiert werden und Lust bekommen sich spielerisch zu messen, haben wir für den Abend eine kleine Preisverleihung vorbereitet. Nachmittags konnten die Gäste ihre Spielergebnisse auf kleinen Zetteln notieren, die wir dann ausgewertet haben. Gewonnen haben dann jene drei Spieler, die die meisten Punkte ergattern konnten.
Preise
Die Preise habe ich wie schon die Einladungen mit Goldfolie und in Kartenform gestaltet. Die habe ich dann ganz einfach in braune Papiertüten eingepackt und mit Handlettering und Etiketten nummeriert. Um die Tüten etwa gleich dick zu polstern habe ich die Leerräume mit zerknülltem Seidenpapier ausgefüllt.

Für Platz Nummer drei gab es ein „intergalaktisches Abenteuer“ in Form von zwei Schokoriegeln. Genau das richtige nach dem „anstrengenden“ Spielenachmittag und der erste Lacher war uns mit diesem Preis sicher!

Den nächsten Applaus gab es dann für den zweiten Gewinner: Wir hatten noch eine Mini-Flasche Sekt im Fundus, die von weitem betrachtet wie ein kleine „Stimmungsbombe“ aussah. Der Gewinn schlug natürlich ein wie eine Granate! 

Diese beiden „Trostpreise“ haben unsere Gäste kurz und bündig auf die eigentliche Gewinnbekanntgabe vorbereitet. Denn über den Preis für das oberste Treppchen haben wir uns viel länger Gedanken gemacht. Wir wollten gerne etwas verschenken über das sich unsere – meist weit hergereisten – Gäste nicht nur freuen sondern sich auch lange erinnern. Und so haben wir eine Einladung zum Essen mit dem Brautpaar verschenkt und zwar in der Heimatstadt des Gewinners.

Tatsächlich hat dann auch ein Gast gewonnen, den wir nur sehr selten sehen und freuen uns jetzt auf unseren kleinen Wochenendtrip ins schöne Aachen. Man kann also sagen: Alles in allem eine Win-Win-Situation! 

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Sommerliche Gartenspiele

Bestimmt kennt ihr das von anderen Hochzeiten: Zwischen Trauung und Abendessen herrscht eine gähnende Leere. Die Gäste langweilen sich zu Tode und versuchen diversen Braut-und-Bräutigam-Spielen aus dem Weg zu gehen; oder – noch schlimmer – feuern diese eifrigst an um eben nicht von oben genannter Langeweile ereilt zu werden. Einziger Lichtblick bleibt dabei das Kuchen-Buffet um den Nachmittag zu überbrücken.

Genau so sollte unsere Feier eben nicht werden und deshalb haben wir für unsere Gäste einige Gartenspiele vorbereitet. Wir haben uns englische Gartenpartys vorgestellt und da unsere Location einiges an Platz bot, den wir „bespielen“ konnten haben wir uns das ein oder andere einfallen lassen!
Gartenspiele
Insgesamt gab es acht verschiedene Spiele zu spielen. Davon haben wir drei ganz einfach käuflich erworben anstatt sie selbst zu basteln: Das Schlagspiel „Crocket“, das Wurfspiel „Mölkky“ und das allseits beliebte Riesenmikado.

Etwas mehr Arbeit haben wir uns dann aber doch mit den anderen Ablenkungen gemacht.
Am einfachsten war das Ringe-werf-Spiel: wir haben viele Flaschen unterschiedlicher Höhe besorgt und in eine Weinkiste gestellt, damit sie nicht umfallen können. Auf die Flaschenhälse haben wir kleine Etiketten mit der erreichbaren Punktzahl geklebt.

Auch ganz einfach war das Kegelspiel zu basteln. Für die Kegel haben wir Plastikflaschen randvoll mit Wasser befüllt, was auch gut zu transportieren war. Die „Kegel-Kugel“ besteht aus einer mit Gips gefüllten Styroporkugel, die ich mit Badehauben überzogen habe damit sie stabil bleibt. Die „Kegelbahn“ wird von vier Ziegelsteinen und dazwischen gespannter Schnur markiert.

Als nächstes haben wir je fünf Kreuze und Kreise aus Karton für das TicTacToe-Spiel ausgeschnitten. Die wiederum wurden dann mit Zeitung und Tapetenkleister ummantelt und nach einem Tag Trockungszeit mit Acrylfarbe bemalt. Aus dicken Seilen habe ich ein Neuner-Feld geknüpft, das man zum Transport auch ganz einfach zusammenrollen kann.

Für das Dosenwerfen habe ich im Internet nach leeren, geschlossenen Dosen zum basteln gesucht und bin fündig geworden. Tatsächlich kann man soetwas fertig kaufen und so war der Rest auch hier ganz schnell gemacht. Die Dosen habe ich mit einer farbigen Banderole beklebt. Die untersten Dosen haben bei uns drei Punkte gezählt, die mittleren zwei Punkte und die oberen Dosen – die vermutlich jeder am einfachsten trifft – nur einen Punkt. Die drei Wurfbälle habe ich aus Luftballons gebastelt, die ich mit Sand gefüllt habe.

Am meisten Einsatz musste ich schließlich für das Cornhole zeigen. Zuerst habe ich die acht Wurf-Säckchen genäht und mit Kirschkernen gefüllt. Leider habe ich nirgends getrocknete Maiskörner zum füllen gefunden und so wurde aus dem Cornhole einfach ein Cherryhole. 
Das Spiel-Brett habe ich aus Rohmaterialien aus dem Baumarkt zusammengeschraubt, in der Mitte ein Loch ausgesägt und dann alles mit Holzfarben passend zum Motto bemalt.

Die Mühe, die wir uns im Vorfeld mit den Vorbereitungen gegeben haben, haben sich nicht nur rentiert sondern den ganzen Nachmittag über unglaublichen Spaß gemacht. Alle Gäste waren begeistert und haben ihr Glück und ihr Geschick auf die Probe gestellt. Für die Gäste, die nicht so gerne spielen gab es natürlich die Möglichkeit sich bei Kaffe und Kuchen zu unterhalten. Aber selbst für die haben wir uns einen kleinen Motivationsschub ausgedacht: für die Spieler mit den meisten Punkten gab es tolle Preise zu gewinnen, von denen ich euch Ende der Woche etwas mehr erzähle. 

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Ungewöhnlicher Cake-Topper für eine noch ungewöhnlichere Hochzeitstorte!

Da weder beim Mann noch bei mir jemals etwas einfach nur gewöhnlich ablaufen kann, musste auch unsere Hochzeitstorte höchst unkonventionell sein. 

Schon immer waren uns diese perfekten Torten-Kunstwerke, die dann oft ebenso künstlich schmecken, ein wahrer Graus. Wir wollten eine Torte die genauso individuell ist wie wir, die nicht zu mächtig ist und gleichzeitig jedem Geschmack etwas zu bieten hat.
Schnell war uns deshalb klar: wir wollen eine Hochzeitstorte aus Donuts! 

Schwieriger dagegen war die Entscheidung: Was kommt als Cake-Topper obendrauf, und wie?

Lange haben wir uns durch kleine (und meist superhässliche) Mini-Hochzeitspaare geklickt, haben darüber nachgedacht selbst Figuren zu modellieren und zwischenzeitlich sogar erwogen kleine (mega-überteuerte) 3D-Miniaturen von uns anfertigen zu lassen.
Inspiriert durch den Film „Oben“ (…die Luftballons … ihr ahntet es sicher schon ) haben wir uns dann entschieden kleine Modell-Sesselchen zum Cake-Topper zu stylen.
Cake-Topper
Die grundsätzlichen Sesselchen habe ich ein einem Shop für Puppenmöbel käuflich erworben. Tatsächlich haben wir welche gefunden die unseren Sofas (die wir in die gemeinsame Wohnung mitgebracht haben und um die es ein jahrelanges Tauziehen gab ) sehr ähnlich sahen, sodass die Sessel richtiggehend für uns beide als Charaktere stehen.
Überrascht stellte ich beim auspacken fest, dass die Modelle unterschiedlich groß waren (obwohl im selben Maßstab ausgewiesen). Der Unterschied war nicht so riesig und in einem Puppenhaus vermutlich nicht relevant, aber doch genug, dass es mich mächtig gestört hat und nebeneinander irgendwie komisch ausgesehen hat.
Optimierung war also erforderlich!

Da der kleinere, weiße Sessel etwas schlampig verarbeitet war, habe ich den zuerst neu bezogen. Dazu habe ich ihn komplett auseinander gebaut, und die Einzelteile etwas aufgepolstert, damit er massiger wird. Dann habe ich die Teile wieder mit weißem Stoff bezogen und alles neu zusammengeklebt.

Dann habe ich vom braunen Sessel die „Beine“ abmontiert; so wurde der etwas niedriger. Die habe ich dann unter den weißen Sessel geklebt und schon war der Höhenunterschied etwas ausgeglichen.

Damit die Sesselchen nicht so verloren herumstehen habe ich einen kleinen Perserteppich besorgt. Im Hintergrund sorgt dann noch eine Mini-Wimpelkette (passend zur Tischdeko) für einen räumlichen Rahmen. Die habe ich ebenfalls aus Seidenpapier gebastelt und mit Goldstift unsere Namen auf die Wimpelchen geschrieben.

Montiert habe ich die ganze Szene dann auf eine kleine Etagere aus Kork und Holz. Dazu habe ich zwei Korkuntersetzer mit einer schönen aber dezenten Serviette ummantelt. Als Abstandhalter diente eine Holzspindel aus dem Fundus. Verbunden habe ich die Teile mit Nadel und Faden, sodass ich später alles auch wieder verlustfrei demontieren kann.
So konnten die Donuts dann schön um den Cake-Topper herum drapiert werden, ohne dass etwas klebrig wird oder in der süßen Vielfalt untergeht. 

Im Nachhinein muss ich sagen: uns hätte tatsächlich kein besseres Symbol einfallen können für das, was wir beide uns für die gemeinsame Zukunft wünschen! 

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Tischdeko mit Servietten und Wimpelketten

Das Deko-Element Luftballons führten wir natürlich auch beim abendlichen Barbecue fort. Dafür haben wir uns vom offenen Gewächshaus mit Grasboden in ein Glashaus mit Tischen und Stühlen zurückgezogen.
Servietten + Wimpelketten
Damit die Trauzeugen auch hier nicht mehr viel aufbauen müssen, haben wir den größten Teil der Deko ebenfalls schon in den Tagen vor der Feier vorbereitet.

Auf jedem Tisch gab es zuunterst eine Wimpelkette aus Papier und kleine Streublümchen und -herzchen aus Holz. Für die Wimpelketten habe ich einen Rhombus aus Seidenpapier ausgeschnitten, diesen zu einem dreieckigen Wimpel gefaltet, eine Schnur dazwischen gelegt und das Seidenpapier dann mit einem Klebestift in der Falte zusammengeklebt. Die Ketten haben wir dann einfach der Länge nach auf die Tische gelegt.

Darauf kamen Kerzen im Glas und Servietten für das Besteck. Die Servietten habe ich zuerst in Form eines Drachens gefaltet und anschließend in ein Blatt Tortenspitze eingeschlagen. Das sieht sehr elegant aus und ist doch gut vorzubereiten. Komplizierter gefaltete Servietten wären für uns unpraktisch zu transportieren gewesen, sodass diese flache Variante perfekt für uns war.
Für Kaffe und Kuchen am Nachmittag habe ich die selben Servietten zu etwas kleineren Quadraten gefaltet und hier dann nur die Ecke mit einer kleineren Tortenspitze verziert.

Passend zum Muster der Tortenspitze habe ich beim Möbelschweden schöne Deko-Teller gefunden. Die haben wir in der Mitte des Tisches platziert um dort noch weitere Deko zu platzieren:
Wie schon angedeutet, war „Spiele“ eines der Motive unserer Feier. Damit den Gästen zwischendurch auch nicht langweilig wird, haben wir kleine Geduldsspiele als Gastgeschenke vorbereitet. Diese haben wir wiederum an heliumgefüllten Ballons befestigt um den hohen Raum entsprechend damit zu schmücken.
Für den Abend hatten wir Karaoke geplant. Damit die Gäste sich dazu ihre Lieblingslieder mit den dazugehörigen Karaoke-Nummern notieren können, bereiteten wir kleine Notizzettel vor. Außerdem ummantelte ich Bleistifte mit buntgestreiftem Papier.
Durch die Teller hat der Kleinkram beim Essen dann auch garnicht auf dem Tisch gestört. 

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