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RUMS

Zitat-Shirt

Mein April-Beitrag zu den 12 Letters of Handmade Fashion wirkt auf den ersten Blick vielleicht wenig handgemacht, ist bei näherer Betrachtung aber ein umso persönlicheres Projekt geworden. Zum Thema „Z“ habe ich mir ein Zitat-Shirt einfallen lassen, das auch ein wenig meine aktuelle Gemütsverfassung wiederspiegelt.

Ihr kennt das bestimmt: manchmal laufen fatal viele Dinge gleichzeitig neben der Spur und ich als pingelige Perfektionistin fühle mich dann ganz und gar unwohl in meiner Haut. Mir hilft es dann die Erkenntnisse anderer zum Thema zu beleuchten. Tara bei kleinerdrei beispielsweise gibt 13 wunderbare Tipps den ersten Scheiter-Frust zu überwinden und wieder auf die Beine zu kommen, während dieser Artikel der Huffington Post das Scheitern als Teil eines Lernprozesses betrachtet.
Diesen Gedanken, dass das Scheitern unweigerlich zum Weiterkommen dazu gehört, hat Adam Savage sehr treffend zusammengefasst: Scheitern ist immer eine mögliche Option.

Um mich selbst regelmäßig an diesen Umstand zu erinnern, habe ich mir also dieses Zitat-Shirt gestaltet:
Zitat-Shirt
Zuerst habe ich ein bisschen skizziert und nach der richtigen Außenform und der passenden Buchstabenform gesucht. Als ich eine ungefähre Idee hatte, habe ich mich an den Computer gesetzt und die Buchstaben, Schwünge und Formen fein säuberlich digitalisiert.

Meine erste Version ist sehr viel detailierter und sogar mehrfarbig geworden. Zwar bin ich immer wieder überrascht wie fein die Linien sind, die meine Cameo jedes Mal zuverlässig ausschneidet, aber diesmal war ich sicher, dass ich den Entwurf für die Eigenproduktion etwas reduzieren muss. So habe ich die verschiedenfarbigen Flächen zusammengefasst und eine einfachere positiv-negativ-Variante erstellt, die ich nach dem Plotten einfach auf ein Kauf-Shirt gebügelt habe.

Tatsächlich hat auch die Cameo ihre Momente des Scheiterns und so musste ich das Wort „IS“ ein zweites Mal etwas größer ausplotten – hier waren die Linien im Original dann doch zu fein. Den Namen „Adam Savage“, den ich ganz unten dezent eingefügt hatte, musste ich leider aus dem selben Grund komplett streichen.

Aber – wie mich dieses Projekt ja lehren soll: Aufgeben kommt nicht in Frage und ich werde auf jeden Fall berichten, wenn ich die Mehrfarb-Version professionell habe umsetzen lassen, um in den vollen Genuss meines wundertollen Handlettering zu kommen.

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Meine erste Grete!

Schon seit Wochen grüble ich über einem neuen Geldbeutel. Der aktuelle geht gerade aus den Nähten und wie so oft, lässt sich nichts käuflich erwerben, was meinen wirren Vorstellungen auch nur annähernd entspricht.
Nachdem ich die Grete von TilliT gesehen habe, wars um mich geschehen – eigentlich bin ich ja keine Kaufschnitt-Näherin, aber den MUSSTE ich mir (ausnahmsweise mal) bei machwerk holen.

Meine erste Grete ist überraschend gut geworden. Wie auch TilliT schon beschrieben hat, ist der Moment vor dem Wenden hier besonders spannend und man kann noch garnicht glauben, dass alles hinterher doch so geldbeutelig aussieht. 
Grete #1
Da diese meine erste Test-Grete werden sollte, habe ich mich für eine bunte Stoff-Mischung aus dem Fundus entschieden. Man braucht ja wirklich nur kleine Stückchen für so ein Projekt.
Bei den Reißverschlüssen habe ich auch metallene aus dem Bestand genommen, was ein echter Fehler war: Metallreißverschlüsse haken hier einfach viel zu doll, so dass es kaum Spaß macht, den Geldbeutel zu öffnen.

Was ich am Schnitt toll fand, war die geniale Wendelösung. Die könnte mir vielleicht beim Terminplaner nochmal hilfreich sein (falls ich jemals Muse finde, daran weiter zu tüfteln). Außerdem ist mir aufgefallen, dass das Teil eigentlich komplett waschbar ist. Bei welchem Kaufmodell kann man das schon?

Nachdem ich den Geldbeutel so eine Weile in Händen hatte, zum Test mal mit Geldbeutelinhalt befüllt und wieder leer gemacht habe, musste ich die bittere Wahrheit aber doch akzeptieren: Die Grete passt mir so einfach nicht!

Ihr ahnt es bestimmt schon: bei mir geht’s ja nie nach Schema F und so muss auch die Grete die ein oder andere Veränderung über sich ergehen lassen.

Also welche Upgrades soll mein perfekter Geldbeutel haben?

. rundere Ecken und Kunsstoff-Reißverschluss zum besseren Öffnen
. statt einem sollen es ganze drei Reißverschlussfächer sein
. ich brauche mehr Platz für Plastik-Karten
. trotzdem soll es die schmalere Grete-Version sein
. und am liebsten das Ganze auch noch aus Leder

So! Festgehalten für die nächste Version und ein Hirn-To-Do für die nächsten Wochen. Mal schauen ob ich die eierlegende Wollmilchgrete hinbekomme.

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Ein neues Gadget in meinem Bat-Gürtel!

Ich habe ein neues Gadget in meinem Grafiker-Bat-Gürtel! Und zwar habe ich mir einen lange gehegten Traum erfüllt und heimlich eine Silhouette Cameo gekauft. Wer damit jetzt nichts anfangen kann: es handelt sich um einen Schneidplotter, mit dem man natürlich Papier, aber auch viele andere Materialien wie Vinyl, dünnes Holz, Kork, Moosgummi, Stempelmaterial und natürlich T-Shirt-Folie schneiden kann. Was liegt also näher, als zum ersten Test ein thematisch passendes Shirt zu plotten?

Batman-T-Shirt
Dieses Motiv hätte ich mir natürlich auch per Hand aus Folie ausschneiden können, aber alleine der Umstand, dass das Maschinchen nur die schwarze Bügelfolie schneidet und den durchsichtigen Träger stehen lässt, macht die Sache um sooo vieles professioneller und einfacher. 
Und tatsächlich hätte ich so ein Ass im Ärmel schon unzählige Male in meinem Grafiker-Leben gut gebrauchen können. Angefangen beim Adventskalender, über die Kirsch-Marmelade-Etiketten bis hin zum Weihnachts-Shirt, bei dem ich mir fast die Finger abgebrochen hätte, beim schneiden.

Bei diesem ersten Versuch habe ich schwarze Folie auf ein schwarzes T-Shirt gebügelt. Das ging supergut und hält auch nach dem ersten Waschen phantastisch. So Ton in Ton wird das Logo nur im geheimnisvollen Streiflicht sichtbar, ganz wie’s dem dunklen Rächer gefällt. Und ich glaube ich weiß jetzt auch, warum Batman sich vornehmlich in dunklen Ecken herumtreibt: Es ist wird nämlich verdammt warm, wenn man komplett in Schwarz in der prallen Sonne rumsteht 

Mit meinem ersten Werk bin ich ganz zufrieden und in Zukunft wird hier bestimmt so einiges geschnitten, geprägt und gezeichnet (ja, das Super-Tool kann auch mit einem Stift zeichnen! ). Ihr dürft also gespannt sein, was meinem Kreativ-Hirn so alles zum Thema plotten einfällt.

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Ein Toblerone-Kissen

Davon mal abgesehen, dass dieses wurst… äähh … tobleroneförmige Kissen wirklich unpraktisch zu fotografieren ist, ist es dennoch seeehr bequem für den Zweck, für den es genäht wurde: als Seitenschläferkissen, nämlich! 
Toblerone-Kissen
Schon lange wollte ich ein solches Seitenschläferkissen haben, bzw. das, welches ich schon habe, ist eine soooo lange Wurst, dass ich mich des Nächtens eher darin verwurschtle als entspannt darauf zu schlafen. Ein variables, kleines Seitenschläferkisselchen musste also her!

Die Größe des Kissens habe ich an dem Stoffstückchen angelehnt, das dafür aus dem Fundus ausziehen musste: es sollte möglichst nichts übrig bleiben, obwohl der Stoff „Ipanema“ von blend schon wirklich, wirklich ein toller ist.

Wie dem auch sei, habe ich mich für eine dreieckige Form entschieden, weil das Loch, das das Kissen füllen soll, nämlich auch eher dreieckig als rund ist. So habe ich die Kanten also nochmal abgesteppt, damit die Form etwas stabiler bleibt.

Gefüllt habe ich das Kisselchen mit Füllwatte und dann die Füllöffnung einfach zugenäht. Ich traue mich in diesem Fall das Ding komplett in die Waschmaschine zu stecken und bin schon gespannt wie die Füllung darauf reagieren wird. 

Und weil ich hier die Seitenschläferin bin, mache ich mein Nickerchen heute beim  RUMS #21/15.

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Der Amsterdam-Rock

Unsere Amsterdam-Reise ist ja jetzt auch schon wieder einen Monat her und es wird höchste Zeit, euch meinen Amsterdam-Rock zu zeigen. Wie so häufig ist der Rock so benannt nach dem Ort an dem ich meiner Stoffsucht erlegen bin, nicht nach dem Ort, für den ich ihn genäht habe. 
Amsterdam-Rock
Den tollen Basic-Stoff von Michael Miller habe ich gesehen und hatte natürlich sofort ein Röckchen im Sinn – da musste ich garnicht lange nachdenken. Leider hätte ich das aber tun sollen, denn ich habe mir knausrige 20 cm zu wenig mitgenommen, sodass ich erfinderisch werden musste, um einen vollen Tellerrock raus zu bekommen. Die Lösung: der hintere Halbkreis ist in zwei Viertelkreise getrennt und dann penibel Dot auf Dot zusammen genäht. Da bin ich doch tatsächlich ein bissl stolz drauf, dass man die Naht wirklich nur erkennt, wenn man gaaaanz genau hinschaut! 

Schon lange habe ich mir vorgenommen mal Seitentaschen in einen Rock ein zu bauen, aber bei einem ganzen Kreis ohne Seitennaht macht das natürlich keinen Sinn. Deshalb war hier klar: 110 cm breiter Stoff? Hier kommen Taschen hin.
Also habe ich mit schwungvollem Strich einfach ein paar Seiteneingrifftaschen gezeichnet. Die sind jetzt so tief, dass ich so ungefähr alles darin verstauen kann, was frau unterwegs so mit sich führt. Die Handtasche auf den Hüften, sozusagen. 
Toll ist aber tatsächlich, dass ein Handy oder sogar ein Schlüsselbund absolut unsichtbar in den Tiefen der Tasche und des Petticoats verschwinden, weswegen die Taschen weder auffallen noch auftragen. Auch hier habe ich mich bemüht die Dots genau aufeinander zu nähen, damit der Eingriffschlitz gut getarnt ist. Hat nicht so gut geklappt wie an der hinteren Naht, passt aber schon, denke ich.

Breiter Gummibund oben und Rollsaum unten sind dagegen wie gewohnt easy. Man muss ja das Rad … äh den Teller … nicht jedes Mal neu erfinden, oder was meint ihr anderen Weiber dazu? 

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Ein Wickler-Täschchen

Jetzt, da der Technik-Kram hier langsam wieder in geordneten Bahnen läuft, kann ich euch endlich mein neuestes RUMS zeigen: ein Wickler-Täschchen.
Wicklertaeschchen
Ich habe mir nämlich kürzlich Heißwickler für die schicke Lockenpracht gekauft und da es Wickler sind, die in heißes Wasser geworfen werden, brauchte ich eine Tasche um die einzelnen Wicklerchen und Klämmerchen aufzubewahren.

Farblich passend habe ich mich für Reste vom Augenkrebs-Rock für die Außenseite entschieden. Innen habe ich einen Rest roten Walk vom Strick-Loop verwendet.

Den Kulturtaschen-Schnitt habe ich mir selbst zusammen geschustert, denn die Tasche musste so groß und bauchig werden, dass auf Reisen auch der Becher mit reinpasst, in dem ich die Wickler im heißen Wasser aufwärme. Deshalb habe ich die oberen Kanten zum Reißverschluss hin eingereiht. Jetzt ist das Täschchen schön kugelig und es passen im Notfall sogar noch Kämme, Bürsten und Klammern mit rein. 

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Der Paris-Rock

Im hoffentlich letzten Schnee und mit der hoffentlich letzten Erkältung dieses Winters zeige ich euch heute meinen Paris-Rock!

So benannt, nicht weil ich ihn für Paris genäht hätte, sondern weil ich ihn aus Stoff genäht habe, den ich ihn Paris ergattern konnte. 
Bisher suchte ich hier nämlich vergeblich nach großem Schotten-Karo und auch dieses ist nicht ganz so groß, wie ich gerne mal eines hätte, aber für den Anfang schon mal ganz in Ordnung, denke ich.

Paris-Rock

Ein bisschen davon konntet ihr ja letzte Woche beim Bolero-Jäckchen schon erhaschen und die Kombination mit dem Walk finde ich einfach nur toll! Das Karo hat nämlich nicht ganz schwarze sondern eher dunkelblaue Töne und passt hervorragend zu so groben Stoffen wie Walk.

Bestimmt hätte ich mich etwas mehr verkünstelt, wenn ich den Stoff zuhause gekauft hätte, aber ich hatte einfach keine Lust mehr Gewicht als uuuunbedint nötig durch Paris zu schleppen und habe daher meine Standard-Mindest-Stoff-Menge genommen. So ist die Machart diesmal wieder eine ganz einfache: Tellerrock mit Gummibund, unten einfach mit Rollsaum eingesäumt und fertig ist der Lack. 

Für’s RUMS #9/15 muss es aber reichen! … oder was denkt ihr?

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Bolero-Jäckchen aus Walk

Heute RUMSe ich für euch mein erstes Bolero-Jäckchen.

Zu meinen hoch sitzenden Röcken passen so kurze Boleros einfach viiiiel besser, als normale Strickjäckchen, und in den Geschäften sind sie – trotz Bauchfrei-Trend – extraschwer zu finden. Deshalb habe ich mich dran gemacht meinen eigenen Bolero-Schnitt zu erstellen und das erste Modell ist gar nicht so übel geworden, wie ich finde.
Bolero-Jäckchen
Das Jäckchen besteht aus drei Teilen: zwei Ärmelteile und ein Jackenteil. Das heißt, es gibt nur die Armkugel-Nähte und die oberen Schulternähte. An den Seiten gibt es also keine Naht, was den Weg frei macht für Stoffe die zwei schöne Seiten haben, wie dieser dunkelblaue Walk, den ich seit Jahren im Fundus gehortet hatte.

Im Grunde hätte ich die Außenkante unversäubert lassen können, aber das tolle Schrägband von C.Pauli hat’s mir dann doch angetan und musste hier verwerkelt werden. 

Was ich am nächsten Modell etwas ändern will, ist die Ärmelweite, denn die sind doch einen Tick zu eng geworden, und ich nehme ein Stückchen am Rücken raus, damit die Jacke nicht ganz so viel absteht. Ansonsten bin ich eigentlich sehr zu frieden mit dem Teilchen, und schön warm hält sie in diesen letzen Wintertagen auch noch! 

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Winter-Stulpen #2

Direkt nach den ersten Stulpen, habe ich mich daran gemacht noch ein zweites Paar zu stricken, damit ich farblich ein bisschen variieren kann.
Strick-Stulpen #2
Vom Prinzip her sind sie den ersten identisch, nur ein paar Reihen länger gestrickt und eben anthrazit. Ich habe wieder drei Reihen rechts drei Reihen links gestrickt, sodass ein grobes Rippenmuster entsteht und auch der Bündchenrand mit den Knopflöchern ist der selbe, wie bei der ersten Version.

So im Schnee fotografiert wirkt das Ganze recht düster, dafür leuchten aber die Knöpfe umso strahlender auf der dunklen Wolle. Ich habe nämlich tolle aus Messing gefunden, die den Shabby-Look schön abrunden.

Richtig kuschelig warm am Fuß mache ich mich heute also auf zum RUMS #7/15 und hole mir flux neue Inspirationen von den Projekten der anderen fleißigen Damen.

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blumige Riesen-Reise-Tasche

Extra für die Reise nach Paris und die viele Shopping-Beute, die ich dort erlegt habe, habe ich mir vor ein paar Wochen diese riesige Tasche genäht.
Blumentasche
Für die Außenseite habe ich eine Kombination aus blumigem Wachstuch und weichem Leder benutzt. Das macht die Tasche nicht nur unempfindlich gegen Schmutz sondern auch elegant und angenehm anzufassen.

Die Innenseite habe ich komplett aus beschichteter Baumwolle gemacht. Dabei habe ich ein riesiges Innenfach mit Reißverschluss eingebaut, das die ganze Breite der Tasche nutzt. Der Reißverschluss hat zwei Zipper, die sich in der Mitte treffen, was ich furchtbar praktisch finde, denn direkt dahinter habe ich eine Handytasche versteckt, an die man im Shopping-Ernstfall jetzt ganz schnell rankommt! 

Die breiten Träger habe ich ebenfalls aus Lederstreifen und Gurtband zur Verstärkung genäht. Dazu habe ich zwei Gurtbänder parallel zusammengenäht, damit ein breiteres Gurtband entsteht. Darauf wiederum habe ich die Lederstreifen genäht. Das sieht nicht nur klasse aus sondern hält auch noch so einiges an Gewicht.

Geschlossen wird die Tasche mit einem Druckknopf in der Mitte. Ich habe mich bewusst gegen einen Reißverschluss entschieden, weil ich beim Shoppen eigentlich eher eine Sammeltasche für viele kleine Tüten brauche, als eine richtig geschlossene Tasche. An den Seiten sorgen ebenfalls Druckknöpfe für eine schöne Form und wertvolle Erweiterbarkeit, falls doch einmal mehr Kram mit muss.

In Paris war mir die Tasche ein wirklich treuer Begleiter und inzwischen haben wir auch entdeckt, dass sie genau die richtige Größe hat, um eine ganze Brettspiel-Sammlung zum Spieleabend mit Freunden zu bugsieren. 

Jetzt reise ich damit aber erst einmal nach langer Zeit wieder zum RUMS #6/15 und lasse mich von den tollen Werken der anderen Damen beeindrucken.

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