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Steampunkige Gürteltasche

Schon seit etwa vier Jahren trage ich nun ausschließlich Röcke und muss zugeben: Hosen als solches gehen mir bislang so gaaarnicht ab … die praktischen Taschen, die so eine Hose üblicherweise mitbringt, allerdings schon sehr. 
Wenn die Stoffbreite einen Zuschnitt in zwei Teilen erfordert baue ich deshalb ja meistens seitliche Eingrifftaschen in meine Röcke ein. Modelle die aus einem Stück bestehen, haben bei mir aber leider keine Taschen. So wollte ich meine Garderobe gerne um ebendiese erweitern und habe lange gesucht und gegrübelt welche Taschenform denn zu all meinen Schätzchen passen würde.
Bei steampunkigen Holtstern und coolen Beintaschen habe ich mich dann inspirieren lassen und mit eine halb elegante, halb praktische Gürteltasche erdacht. 

Das Basis-Element, den Gürtel, habe ich im Laden erstanden und nicht selbst gebastelt. Damit er zwei mal um die Hüfte geschlungen werden kann, habe ich zwei gleiche Gürtel hintereinander geschnallt und so einen langen mit zwei Schnallen erhalten. Damit sich die beiden Lederbänder immer schön an der selben Stelle überkreuzen, habe ich hier einen Druckknopf als flexible Verbindung angebracht.

Die Tasche selbst war dagegen schon etwas kniffliger. Beim Material habe ich mich für einfachen schwarzen Baumwollstoff entschieden, der zu allem und jedem meiner Kleidungsstück passen sollte.
Den Schnitt habe ich mir dann wiedermal selber überlegt und auf der Vorderseite drei Kellerfalten eingebaut, die sich – je nach Füllstand der Tasche – blähen können.
Auf der Rückseite habe ich den Reißverschluss eingebaut. Ich wollte nicht, dass er von vorne an der oberen Kante sichtbar ist, und habe ihn deshalb etwas nach unten versetzt. Außerdem ist er nicht wie üblich mit einer Klappe von oben nach unten verdeckt, sondern umgekehrt, sodass ich von oben gut an den Reißverschluss-Zipper greifen kann.
Innen hat die Tasche eine Unterteilung, damit ich mich schneller darin zurechtfinde.

Nachdem ich das Täschchen nun eine Weile probegetragen habe muss ich sagen dass sie furchtbar praktisch ist und gerade meinen einfarbigen Röcken den fehlenden Style-Kick verleiht. Allerdings wird diese nicht die einzige Tasche ihrer Art bleiben, denn es gibt doch noch das ein oder andere zu verbessern. Die Kellerfalten könnten etwa noch tiefer sein. So blähen sie sich rasch zum Maximum auf und die Tasche wirkt dann schnell krüppelig. Außerdem muss ich mir eine bessere Lösung für das Einfädeln des Gürtels überlegen. Der kollidiert im Moment mit dem Reißverschluss und vielleicht wird die nächste Tasche einfach ein paar Millimeter größer, damit dort oben mehr Platz für einen Tunnel ist.

Alles in Allem ist sie aber ganz nett geworden! Und der leicht vom Steampunk angehauchte Stil passt auch hervorragend zur Jahreszeit, findet ihr nicht? 

 

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gruseliges Bakeneko-Shirt

Juhuuu! Bald ist Halloween!

Wie jedes Jahr im Oktober freuen wir uns auch diesmal auf einen gruseligen Horror-Film-Marathon mit tödlichen Mengen an Knabberkram und mundverklebenden Plombenziehern. 
Heuer haben wir als Krönung sogar das richtige Outfit für unseren Kino-Abend, denn ich habe coole Shirts designt!
Bakeneko-Shirt
Im Rahmen des diesjährigen Halloween-Design-Contest von Spreadshirt habe ich mir ein Motiv überlegt und mich für eine Bakeneko entschieden. Dem japanischen Volksglauben zufolge, verwandeln sich Katzen die ungewöhnlich alt werden in dieses dämonische blutrünsige Monster mit einem unstillbaren Hunger auf Menschenfleisch. Genau das richtige Horrormotiv für eine Katzenlady wie mich. 

Die Illustration habe ich zuerst klassisch mit Stift und Papier begonnen und bin dann auf Grafiktablett und Photoshop umgestiegen, um die Zeichnung zu digitalisieren und zu colorieren. Der Stil ahmt einen klassischen Linolschnitt nach und macht das süße Kätzchen damit noch einmal mehr unheimlich.

Das coole Shirt könnt ihr natürlich ab sofort käuflich erwerben. Und zwar hier für Mädels und dort für Jungs

Und wenn ihr mir helfen wollt den Contest zu gewinnen, könnt ihr ab dem 18. Oktober auf Facebook für mein gruseliges Motiv stimmen!
Was denkt ihr? Könnte ich mit meiner Bakeneko einen Platz auf dem Treppchen erklimmen? 

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Colors of Fall | 10#5

Ihr merkt: die „Faszination Riesenpilz“ lässt mich einfach nicht los  und so habe ich euch gleich die erste „Colors of Fall“-Palette dieses Herbstes vorbereitet. In warm-braunen Erdtönen kommt sie daher und erinnert mich an den Duft von kuscheliger Schafwolle und Geschmortem aus dem Ofen. 

Colors of Fall 10#5

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Riesenpilz

Auf Balkonien zieht seit einigen Tagen der Herbst ein und bringt so einige seltsame Gewächse zum Vorschein, die bisher im Grün des Sommers versteckt waren. So auch diesen riesenhaften Pilz, der munter im Schatten vor sich hin wachsen konnte. Essen getraut hab ich mich ihn nicht, aber zum fotografieren musste er natürlich herhalten. Das hat er dann auch ganz fein gemacht und mir seine vielen, samtigen Lamellen hingehalten als ob er das jeden Tag machen würde. 

Riesenpilz

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How to … geflochtene Kameraschlaufe!

Vor kurzem habe ich euch meine selbst geflochtene Kameraschlaufe gezeigt und möchte euch heute zeigen, wie ich sie zusammengebastelt habe.

Gewiss finden sich im Netz unzählige Anleitungen, Fotos und sogar Videos, wie man tolle Paracords flechten kann. Man findet verschiedene Muster und Herangehensweisen aber oft geht es um Schmuckbändchen oder Gürtel, die ja nicht so einer starken Belastung standhalten müssen wie eine Kameraschlaufe.

Deshalb geht es in meiner heutigen Anleitung nicht nur darum, wie ich das Bändchen an sich geknüpft habe, sondern vor allem darum wie die Schlaufe so belastbar wird.
How to … Kameraschlaufe
. Was ihr braucht

An Material benötigt ihr zunächst drei Kordeln oder Bänder. Zwei für das eigentliche äußere Muster und eines für den inneren Kern des Bändchens. Letzteres sollte eine Farbe haben die sich gut mit den äußeren Farben verträgt, weil man den Kern durch die äußeren Kordeln etwas durchschimmern sieht. Deshalb habe ich für den Kern schwarz gewählt.

Die äußeren Kordeln müssen mindestens drei mal so lang sein wie das fertige Bändchen sein soll. Ich habe für eine Schlaufe von 30 cm Kordeln mit 140 cm Länge verwendet. Der Kern ist bei mir zwei mal so lang wie die fertige Schlaufe – also 60 cm. Da die Kordel-Enden später angeschmolzen werden, ist es wichtig dass ihr eine Plastik-Kordel verwendet. Eine Baumwollkordel schmilzt nicht und müsste deshalb anders geschlossen werden.

Damit man die Schlaufe später abnehmen kann, habe ich einen Karabiner eingearbeitet. Ihr könnt aber auch einen Schlüsselring oder ähnliches verwenden.

Dazu braucht ihr noch eine Schere, ein Feuerzeug und eine Stopfnadel mit großem Öhr.

. Und so geht’s

Zunächst legt ihr fest, wie groß die Schlaufe werden soll. Ich habe dazu meine Kamera in die Hand genommen und einfach mit einer Kordel ausprobiert was sich für mich gut anfühlt. Meine Schlaufe hat einen Umfang von 30 cm.

Zum flechten ist es ganz praktisch eine „dritte Hand“ zu haben, die den Karabiner festhält. Ich habe ihn dazu gleich an der Kamera befestigt. Dann wird die Kern-Kordel zwei mal durch den Karabiner gefädelt, sodass ein doppelter Kreis von 30 cm Umfang entsteht. Die Enden der Kordel müsst ihr jetzt mit dem Feuerzeug vorsichtig anschmelzen und dann schnell zusammenkleben.
Beim Schmelzen müsst ihr unbedingt vorsichtig sein dass ihr euch nicht verbrennt und die Kordel auch nicht in Flammen aufgeht. Wenn ihr euch nicht sicher seid, testet es lieber einmal an einem Reststück der Kordel.

Dann geht es an die Außen-Kordeln: Zuerst müsst ihr beide Kordeln an den Enden zusammenknoten, das Überstehende abschneiden und die Enden so an- und zusammenschmelzen, dass der Knoten sich sicher nicht wieder löst.

Als nächstes knotet ihr die Außen-Kordeln einmal an der Kern-Kordel fest und schon kanns mit dem knüpfen losgehen.

Betrachtet eure Kordeln und merkt euch die Farbe, die auf der linken Seite liegt. Mit dieser Kordel wird nun immer gestartet deshalb nenne ich sie jetzt einfach die Start-Kordel.

Ihr legt also zuerst die linke Start-Kordel im weiten Bogen über die Kern-Kordel. Anschließend legt ihr die rechte Kordel gerade nach unten sodass ein Kreuz entsteht. Dann führt ihr die rechte Kordel hinter der Kern-Kordel nach links hinüber und fädelt sie von hinten durch den weiten Bogen den die Start-Kordel immernoch bildet.
Jetzt zieht ihr gleichmäßig an beiden Kordeln um den ersten Knoten fest zu ziehen.

Für den zweiten Knoten macht ihr das selbe noch einmal, nun aber spiegelverkehrt: Die Start-Kordel liegt jetzt auf der rechten Seite. Ihr legt also einen weiten Bogen von rechts nach links. Dann legt ihr die linke Kordel gerade nach unten sodass ein Kreuz entsteht. Anschließend wird sie nach hinten hinter der Kern-Kordel herum und von hinten durch den Bogen der Start-Kordel gelegt.

Und so geht es nun immer im Wechsel – einmal von links und einmal von rechts – bis die ganze Schlaufe mit einzelnen Knoten verschönert ist.

Am Ende der Runde habe ich etwas Abstand zum Karabiner gelassen damit es dort nicht so bollig wird, denn jetzt werden die Enden vernäht. Dazu klappt ihr die Schlaufe zusammen und fädelt die Kordel vom Ende mit der Stopfnadel durch eine lockere Stelle am Anfang der Flechtarbeit. Dort verknotet ihr die Kordeln noch einmal. Jetzt zieht ihr die Enden mitten hindurch ins Innere der Schlaufe um sie da noch einmal richtig, richtig fest zu verknoten. Zum sicheren Abschluss müsst ihr die Enden jetzt kürzen und miteinander verschmelzen sodass sie – hoffentlich für immer und ewig – verbunden sind.

So habt ihr in nur einer Stunde eine wundertolle Kameraschlaufe (oder auch einen Schlüsselanhänger) gebastelt, für den ihr im Laden locker 20 Euro hinlegen müsstet. Was denkt ihr? Habt ihr noch andere Ideen wie man ein Paracord abschließen könnte oder was man mit so einer Schlaufe anstellen könnte?

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Colors of Summer | 09#4

Auf Balkonien haben sich lieber spät als nie noch ein ein paar Zucchini-Blüten blicken lassen.
Bevor Dauerregen und eisige Temperaturen diese zunichte machen und wir uns endgültig vom Sommer verabschieden müssen, habe ich heute also noch eine warm-güldene „Colors of Summer“-Palette für euch.
Colors of Summer 09#4

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Geflochtene Kameraschlaufe

Begegnen euch auch gerade an allen Ecken diese bunt geflochtenen Bänder? Nicht nur als Armbänder sind sie mir schon untergekommen, sondern auch als Schlüsselanhänger, Überlebens-Bändchen und sogar als Gürtel.

Irgendwie schon ganz nett, dachte ich mir und hab einmal probiert selber ein wenig rumzuflechten und herausgekommen ist eine superpraktische Kameraschlaufe: genau das Detail das meiner kleinen Knipse zum Glücklichsein noch gefehlt hat.

Damit ich die Schlaufe schnell auch wieder entfernen kann, habe ich sie mit einem Karabinerhaken aus dem Fundus kombiniert. Auch die Kordeln, die ich zum flechten verwendet habe, waren noch von anderen Projekten übrig, sodass mich die Schlaufe kaum Geld sondern nur ein bissl Zeit gekostet hat – so etwa eine Stunde habe ich dran hingebastelt.

Schnieke ist sie geworden, wie ich finde. Und da ich nicht so der Kamera-Gurt-Fan bin, ist sie genau das Mittelding das ich gesucht habe. Nämlich jenes, welches im Zweifelsfall den Unterschied macht zwischen „Kamera da“ und „Kamera weg“. 

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Colors of Summer | 07#3

Kaum sind ein paar Wochen der unbeabsichtigten Blog-Abstinenz vorüber, ist nicht nur der Frühling sondern auch schon wieder der halbe Sommer vorbei. Unerhört! 

Bei aktuell trübem Wetter schwelge ich deshalb gerne in kürzlich erworbenen Urlaubserinnerungen: auf der Insel Sylt ist es zwar auch bei Schiit-Wetter wunderschön, dennoch habe ich mich für die heutige „Colors of Summer“-Palette für ein sonniges Detail vom nördlichsten Punkt Deutschlands entschieden: der Strandhafer am Ellenbogen!
Colors of Summer 07#2

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Frühlingsrock mit Blumen

Man glaubt es kaum: in meinem Schrank greift die Rockknappheit um sich! 

Tatsächlich habe ich (durch pure Dummheit wohlgemerkt) meinen wundertollen Stofffresser-Rock in der Waschmaschine verfärbt und ihm beim anschließenden Rettungsversucht (Achtung! Noch mehr Dummheit!) endgültig den Todesstoß verpasst. 

Geweint hab ich in der Tat viel – geholfen hat’s nix: Ersatz musste her.
Frühlingsrock mit Blumen
Vor allem die mintfarbene Lücke im Schrank sollte er stopfen, der neue Ersatzrock. Zuerst liebäugelte ich also tatsächlich damit, einen echten Klon des sinnlos aus dem Leben geschiedenen Stückes anzufertigen, denn den Atomic-Stoff von Michael Miller gäbe es hie und da noch zu erstehen. Aber bereits im Stoffregal seit Wochen wartend lächelte mich „Wander | Moon Garden midnight“ von Free Spirit an, sodass dieser für den gegenwärtigen Platzhalter einstehen musste.

Da der Stoff nur 110 cm breit ist, habe ich die notwendige Seitennaht genutzt, um wieder einmal Taschen in einen Rock einzubauen. Dazu habe ich vier Taschen-Hälften zugeschnitten und sie an die Rockhälften genäht. Dabei ist es wichtig alle Taschen in exakt der selben Höhe anzunähen, damit später alles aufeinander passt. Die Nahtzugabe habe ich knappkantig zur Tasche hin festgesteppt damit die Verbindung stabiler wird.
Anschließend habe ich die Rockhälften aufeinandergelegt und die Seitennähte passgenau geschlossen. Beim Nähen muss man natürlich aufpassen und nicht das Taschenloch geradewegs zunähen, sondern an der richtigen Stelle abbiegen und die beiden Taschenseiten zusammennähen sodass der Tachenbeutel entsteht. 

Den Bund habe ich wieder als weiten Formbund zugeschnitten und dann ringsum an den Rock genäht. Nachdem der Gummi eingezogen war habe ich diesen wie immer durch Stepplinien fixiert.

Um ein echter Klon zu werden, sollte ich ja eigentlich einen Wenderock nähen, aber ich habe einfach keinen zufriedenstellenden Kombi-Stoff zum „Moon Garden“ gefunden, sodass ich mich entschieden habe: dieser Rock bleibt luftig und somit einlagig. Den unteren Rocksaum gestalte ich bei solchen Röcken gerne mit kontrastierender Paspel. Das geht schnell und gibt dem Stoff unten etwas Gewicht und Stand. So wirkt auch ein einfacher Frühlingsrock wie dieser gleich ein bissl eleganter.

Vom Stoff habe ich in Weiser Voraussicht ein wenig mehr gekauft, sodass ich noch ein Bolero-Jäckchen oder ähnliches zum Rock zaubern kann. Mal sehen mit welchem Upgrade-Teil ich euch demnächst noch überraschen werde!?! 

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Colors of Spring | 04#2

Von Wetterumschwung noch immer keine Spur! Was ist nur los mit diesem verhexten Frühling? 

Um das depremierende Grau für einen Moment zu durchbrechen, gibt es heute wieder eine „Colors of Spring“-Palette von mir: eine österliche Tulpe windet sich in strahlendem Gelb aus Ihrer blassgrünen Hülle… wenn das keine Hoffnung auf Sommer schürt..?!?
Colors of Spring 04#2

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