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Stofftier

Auf den Hund gekommen – zweiter Akt

Montag vor einer Woche war es endlich so weit: Bulo und Jessica Kastrop stellten ihr neues Buch vor: „Anelka – Der Hund der um die Ecke pupsen kann„.

Stargast bei der Pressekonferenz war die Plüsch-Anelka, die ich im Auftrag der beiden Journalisten nähen durfte.

Die genähte "Anelka"

Der Weg zum fertigen Hund war kein einfacher! Nachdem ich den Schnitt vorbereitet hatte, habe ich einen ersten Probehund genäht um die Passform zu testen. Auf diesem Baumwoll-Tier habe ich dann meine Korrekturen angebracht und diese wiederum auf den Schnitt übertragen. Vieles musste noch angepasst werden wie z.B. die dicke der Arme und Beine und die Größe des Körpers. Auch die Position der Flecken habe ich in diesem Stadium festgelegt.

Dann habe ich mich daran gewagt die ersten Fleece-Teile zuzuschneiden. Insgesamt besteht die Anelka aus 29 Einzelteilen die ich zuschneiden musste. Anschließend habe ich die Flecken und das Gesicht appliziert. Dann habe ich den Prototypen zusammen genäht; zuerst die Arme und Beine gefüllt und diese dann in die Körpernähte mit eingearbeitet und zum Schluss alles mit Füllwatte gefüllt. Damit die Hundedame mit der großen Schnauze besser sitzt, habe ich ihr noch ein Säckchen voller Bohnen ins Hinterteil gepackt.

Die Füllöffnungen habe ich dann noch nicht geschlossen, sondern mich erst zur Besprechung mit meinem Auftraggeber getroffen. Der hatte die selben Anmerkungen wie ich und so machte ich mich noch einmal an den letzten Schliff: die Arme habe ich anders angenäht, die Beine gerader gesetzt und den Körper noch etwas verschmälert.

Zur Pressekonferenz stand die Plüsch-Anelka dann wie aus dem Ei gepellt bereit um ihre Rolle im Rampenlicht zu übernehmen. Alle waren total begeistert von der Puppe und ich bin gespannt, wie die Geschichte um Anelka jetzt wohl weiter geht. Ich werde auf jeden Fall wieder hier beim creadienstag berichten! 

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Auf den Hund gekommen – Erster Akt

Heute zeige ich euch die ersten Bilder eines etwas größeren Projektes, das mich gerade beschäftigt. Denn vor kurzem hat sich ein etwas ungewöhnlicher Kunde in unseren Stoffladen verirrt: nämlich der Münchner Autor und Illustrator Bulo.

Bald wird Jessica Kastrops und Bulos neues Buch „Anelka: Der Hund der um die Ecke pupsen kann“ erscheinen und so hat er uns mit einer ganz besonderen Aufgabe betraut: wir dürfen eine Anelka-Puppe nähen… oder besser gesagt: ich darf sie nähen ;-)

Zuerst habe ich mich mit Bulo getroffen und wir hatten eine erste Lagebesprechung. Er hat Anelka für mich einmal rundherum gezeichnet, mir einige charakteristische Besonderheiten gezeigt und wir haben natürlich den passenden Stoff ausgesucht. Dann habe ich die Figur erst einmal als Skizze für mich umgesetzt und mir überlegt wo die Nähte sein werden und welche Details von der Illustration bei einem Stofftier umsetzbar sein werden. Wir haben uns dann noch einmal besprochen und letzte Korrekturen vorgenommen, bevor ich mich an die Umsetzung gemacht habe.

Knetmodell "Anelka"
Als nächsten Schritt habe ich ein Knetmodell der Anelka angefertigt. Wegen der dünnen Beine und dem gebogenen Schwanz war das gar nicht so einfach, aber mir ging es auch mehr um die Proportionen der einzelnen Teile zueinander, als weniger um deren Detailtreue. Dann habe ich die Knetfigur, entlang der vorher überlegten Nahtlinien, in 11 Teile geschnitten und diese möglichst flach „ausgerollt“. Anschließend habe ich Form dieser Teile auf Papier übertragen und vergrößert, sodass ich jetzt ein erstes Schnittmuster habe, mit dem ich weiterarbeiten kann.

Ich freue mich riesig, dass ich die Anelka-Puppe entwickeln und nähen darf und bin schon gespannt wie der erste Prototyp aussehen wird. Ich werde auf jeden Fall weiter berichten! ;-)

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