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Juni 28, 2016

Und weil einmal nicht reicht …

Für alle, die mich letzte Woche schon für verrückt gehalten haben meine Brautschuhe selbst zu beziehen, setzte ich diese Woche noch eines drauf: ich habe das Ganze noch ein zweites Mal gemacht! 

Ich trage eigentlich nie, nie, niemals hohe Schuhe, weil ich einfach viiiel zu breite Füße für schmale Absatzschuhe habe. Ich weiß das und ich bewundere still alle Frauen die Tag ein, Tag aus elegant durchs Leben stöckeln. Für die Hochzeit jedoch wollte ich etwas ganz besonderes am Fuß ausführen.

Da unser Fest auf Grasboden stattfinden sollte wären hohe Schuhe grob fahrlässig gewesen, deshalb habe ich hier erst einmal die Vernunft walten lassen: meine eigentlichen Brautschuhe sind flach.
Für die Fotos wollte ich aber uuuunbedingt hohe Hacken zeigen und beschloss: ich werde das Schuh-Experiment zweimal starten und zuerst Flache und dann Hohe mit demselben Stoff und demselben Dekor beziehen!
Brautschuhe #2
Gesagt, getan!
Vom Schnittmuster der flachen Schuhe habe ich den vorderen Teil wieder recyclet und als Grundlage für das neue Schnittmuster genommen.
Dann bin ich genauso vorgegangen wie schon zuvor.

Da diese Schuhe an der Seite offen sind, habe ich diesmal keine Falte an der Ferse legen müssen um den Stoffkreis zu schließen. Sondern der Stoff beginnt und endet hier einfach intuitiv mit der Schuhoberseite. Der Originalschuh ist ja sehr stofflastig; das habe ich geändert und den ganzen Stöckel mit Glitzer versehen. Auch die Sohle habe ich „verglitzert“ was beim Laufen natürlich etwas abblättert, aber ich konnte mich einfach nicht entscheiden wo der Sohlen-Glitzer konkret enden soll. 

Es war garnicht so einfach dem Mann zu verheimlichen woher der Glitzer stammt, der plötzlich überall in unserer Wohnung auftaucht und als er am Hochzeitstag die Schuhe bewundern konnte, war ihm plötzlich alles klar! 

So schön die Schuhe auch gelungen sind, so froh bin ich doch, dass sie nur als Zweitschuhe dienen mussten. Denn als ich die Prachtstücke zum fotografieren angezogen habe, waren meine Füße hochzeitsbedingt schon etwas lädiert und geschwollen. Umso schmerzhafter musste ich meine Eitelkeit durchleiden und anstatt elegant über die Location zu stöckeln stolperte ich wie ein Reh auf dem Eis durch die Gegend.
Gut, dass unsere Fotografin trotzdem die kreativen Nerven bewahrt hat! Und ebenfalls gut, dass ich den neuen Mann dabei hatte um mich vor dem Absturz zu bewahren! 

Memo an mich: Nie, nie, niemals wieder hohe Schuhe tragen! Nichtmal wenn sie wundertoll aussehen!!! 

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