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Hochzeit

Vielen Dank für ein wundervolles Fest

In den letzten Wochen haben wir euch einen ganz guten Einblick in all die Dinge gegeben, die wir an unserer Hochzeit selbst in die Hand genommen haben. Auch wenn wir eine echte DIY-Hochzeit gefeiert haben: ohne die Hilfe von vielen lieben Menschen, von Trauzeugen, Eltern, Gästen und natürlich verschiedener Dienstleister wäre unser Fest nur halb so perfekt geworden.

Deshalb wollen wir uns zum Abschluss bei den vielen Menschen bedanken, die uns zu dem unvergesslichen Fest verholfen haben, das es am Ende geworden ist.

Das größte Dankeschön geht natürlich an unsere tollen Trauzeugen und unsere lieben Eltern. Ohne eure Hilfe – sei es der ein oder andere Euro, eine helfende Hand oder seelischer Beistand – wären wir mehr als ein mal an unseren übergroßen Plänen gescheitert.

Besonders bedanken wir uns außerdem bei Dr. Johann-Jakob Wulf, der mit so viel Feingefühl und lieben Worten für uns die treffendste freie Trauung organisiert hat, die wir uns vorstellen können.

Dann bedanke ich mich vielmals bei Kirsten von kikbusch, die mein schnödes, langes Kauf-Brautkleid in nächtlichen Näh-Sessions in ein traumhaftes, kurzes 50s-Sahnehäubchen verwandelt hat.

Ein ganz liebes Dankeschön an Nina von Pony&Kleid, die mir gleich drei Mal die perfekte Rockabilly-Brautfrisur gezaubert hat!

Vielen Dank geht auch an Denis Aubeck, der in monatelanger Entwicklung und Handarbeit unsere Vorstellung vom perfekten Ehering in atemberaubende Tat umgesetzt hat!

Ein Dankeschön an donuts & candies die unseren ungewöhnlichen Traum von einer Donut-Torte wahr gemacht haben.

Lieben Dank an cleverfood, die mit ihren tollen Ideen und dem perfekten Service all unsere Schlemmerwünsche erfüllen konnten!

Und natürlich ein ganz herzliches Dankeschön an unsere Fotografin Ina die für uns extra angereist ist um den Tag der Tage für uns in diese wundervollen Pixel zu bannen:
Danke für ein wundervolles Fest

 

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Das Abenteuer beginnt!

Da das tollste Fest ohne ebenso tolle Gäste nur halb so schön ist, haben wir uns im Nachhinein natürlich gebührend bei allen für die lieben Glückwünsche und vielen Geschenke bedankt.
Danksagungskarten
Unsere Danksagungskarten lehnen sich natürlich wieder an die Einladungskarte und die Save-the-Date-Karte an. Die ausgestanzten Luftballons haben wir diesmal als Fenster benutzt, durch das man ein Foto sehen kann auf dem der Mann und ich verliebt in die Kamera lächeln.

Das Format der Karte haben wir von eben diesem Foto abhängig gemacht und so ist die Karte diesmal querformatig ausgefallen. Damit der Effekt mit dem Loch nicht untergeht, ist die Vorderseite sehr zurückhaltend gestaltet. Zwar habe ich hier wieder die berühmte Goldfolie eingesetzt, aber erst im Innenteil bedanken wir uns dann ausführlicher.

Damit das Foto von unseren Gästen z.B. in ein Fotoalbum eingeklebt werden kann, liegt es nur locker in der Karte. Folglich musste die gesamte Innenseite noch einmal passend zum ausgeschnittenen Luftballon-Loch gestaltet werden. Ich habe also alle Infos und Elemente um das Loch herum arrangiert sodass ein stimmiges Gesamtbild entsteht.

Neben den Dankesworten haben wir den Gästen noch einen USB-Stick mit den gesammelten Fotos vom Fest beigelegt. Es ist ein Stick den man wie eine Büroklammer feststecken kann, sodass er auch sicher an Ort und Stelle bleibt.

Da wir die Karte auch an Bekannte und Verwandte geschickt haben, die nicht so eng mit uns verbandelt sind, haben wir für diese Empfänger anstatt einem USB-Stick nur einen Link zur Foto-Sharing-Seite „dawawas“ beigefügt. Dazu habe ich den Link in Form eines QR-Codes auf kleine Ballons gedruckt. Diese habe ich dann mit einer Büroklammer an die entsprechende Stelle an der Karte geheftet.

Auf der Rückseite der Karte habe ich noch einmal das Motto der Feier verewigt und dieses etwas zukunftsdeutend umgedichtet: aus „Das Abenteuer wartet!“ wurde deshalb „Das Abenteuer beginnt!“

Als wir nach der Feier Großreine gemacht haben, mussten wir feststellen dass kaum jemand ein Gastgeschenk mit nach Hause genommen hat. Wir haben es schlichtweg versäumt allen Gästen klar zu sagen, dass sie die Kleinigkeiten gerne mit nach Hause nehmen dürfen. So hatten wir also unzählige Bleistifte und Geduldsspiele übrig und die wollte ich unbedingt noch an den Mann und die Frau bringen.

Deshalb habe ich je ein Geduldsspiel, ein oder zwei Bleistifte sowie die Danksagungskarte samtUmschlag in einen stabilen aber flachen Kartonumschlag verpackt. Vorne drauf kam wieder die schön gestaltete Adresse – diesmal als Aufkleber – und das Ganze ist postfertig.

Ich denke unsere Gäste werden sich über dieses kleine Überraschungspaket freuen und uns nachsehen, dass wir uns fast zwei Monate Zeit gelassen haben unsere Dankesgrüße auf den Weg zu bringen. 

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Alles was bleibt …

So schön unser Hochzeitsfest auch war, was davon bleibt, passt leider in eine kleine Schuhschachtel. Natürlich gibt es viele unvergessliche Erinnerungen, jede Menge Fotos und ein prall gefülltes Gästebuch. Das eine jedoch, das uns ab jetzt jeden Tag daran erinnern soll, dass sich in unserem Leben überhaupt etwas geändert hat, ist deshalb etwas ganz anderes, nämlich die Ringe!
Eheringe
Dass das so sein würde, war uns schon ganz am Anfang unserer Verlobung klar und deshalb war uns die Gestaltung unserer Ringe besonders wichtig.

Zuerst haben wir Inspirationen gesucht und uns dann für eine eher ungewöhnliche Ringform entschieden: einen Siegelring.Uns war wichtig dass die Ringe richtig massiv werden. Eben ein Ring um unsere Verbindung zu besiegeln!
Außerdem wollten wir an den Seiten unsere Monogramme eingraviert haben, sodass es wirklich auch unsere persönlichen Ringe und somit ein richtiges Familienerbstück werden. 

Ich habe einige Zeichnungen angefertigt mit denen wir dann verschiedene Goldschmiede besucht haben. Als wir dann den Schmied unseres Vertrauens gefunden hatten ging es zuerst um die Materialien: welche Metalle kommen in Frage und welche Steine? Welche Details sind realisierbar und was passt zu einander und zu uns?

Über mehrere Wochen hinweg arbeiteten wir gemeinsam genauere Entwürfe aus bis es irgendwann zuerst ein Wachsmodell, dann ein 3D-Modell und dann einen Rohling aus Plastik gab. Als Stein wollte ich keinen „schnöden“ Diamanten sondern einen anderen außergewöhnlichen Stein, der mir auch in vielen Jahren noch gefallen würde. Die Wahl fiel dann auf einen grünen Türkis, in den ich mich sofort verliebt habe. Der Mann entwarf parallel die Monogramme für die Ringschienen als Vorlage für den Graveur.

Als dann der Stein bestellt und die rohen Ringe aus Gold da waren, wurde es langsam aufregend. Unser Goldschmied Denis Aubeck machte es ab diesem Moment doppelt spannend und zeigte uns die Ringe nach den letzten Schritten nicht mehr, sondern erst beim Abholen am Tag vor der Trauung.

Wir hatten schon so eine Ahnung, dass sie richtig toll werden würden, aber sie dann live und in Farbe in den Händen zu halten war nochmal etwas ganz anderes! Wir waren natürlich total begeistert und sind es auch jetzt – fast zwei Monate nach dem Fest – immernoch. 

Sich so ein Schmuckstück über Monate hinweg anfertigen zu lassen war für uns der einzig richtige Weg zu einem passenden Ehering zu kommen und war für uns eine viel wertvollere Erfahrung, als einfach in einen Laden zu gehen und ein hübsches Modell von der Stange zu kaufen. Durch den langen Prozess sind die Ringe viel stärker mit uns verwachsen und erinnern uns jetzt immer an unser jeweiliges Gegenstück! 

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And the winner is …

Anfang der Woche habe ich euch die vielen tollen Spiele gezeigt, die wir uns für unsere Gartenspiele-Party ausgedacht haben. Doch was wäre ein Spiel ohne echte Gewinner?

Damit unsere Gäste noch mehr zum Mitmachen animiert werden und Lust bekommen sich spielerisch zu messen, haben wir für den Abend eine kleine Preisverleihung vorbereitet. Nachmittags konnten die Gäste ihre Spielergebnisse auf kleinen Zetteln notieren, die wir dann ausgewertet haben. Gewonnen haben dann jene drei Spieler, die die meisten Punkte ergattern konnten.
Preise
Die Preise habe ich wie schon die Einladungen mit Goldfolie und in Kartenform gestaltet. Die habe ich dann ganz einfach in braune Papiertüten eingepackt und mit Handlettering und Etiketten nummeriert. Um die Tüten etwa gleich dick zu polstern habe ich die Leerräume mit zerknülltem Seidenpapier ausgefüllt.

Für Platz Nummer drei gab es ein „intergalaktisches Abenteuer“ in Form von zwei Schokoriegeln. Genau das richtige nach dem „anstrengenden“ Spielenachmittag und der erste Lacher war uns mit diesem Preis sicher!

Den nächsten Applaus gab es dann für den zweiten Gewinner: Wir hatten noch eine Mini-Flasche Sekt im Fundus, die von weitem betrachtet wie ein kleine „Stimmungsbombe“ aussah. Der Gewinn schlug natürlich ein wie eine Granate! 

Diese beiden „Trostpreise“ haben unsere Gäste kurz und bündig auf die eigentliche Gewinnbekanntgabe vorbereitet. Denn über den Preis für das oberste Treppchen haben wir uns viel länger Gedanken gemacht. Wir wollten gerne etwas verschenken über das sich unsere – meist weit hergereisten – Gäste nicht nur freuen sondern sich auch lange erinnern. Und so haben wir eine Einladung zum Essen mit dem Brautpaar verschenkt und zwar in der Heimatstadt des Gewinners.

Tatsächlich hat dann auch ein Gast gewonnen, den wir nur sehr selten sehen und freuen uns jetzt auf unseren kleinen Wochenendtrip ins schöne Aachen. Man kann also sagen: Alles in allem eine Win-Win-Situation! 

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Sommerliche Gartenspiele

Bestimmt kennt ihr das von anderen Hochzeiten: Zwischen Trauung und Abendessen herrscht eine gähnende Leere. Die Gäste langweilen sich zu Tode und versuchen diversen Braut-und-Bräutigam-Spielen aus dem Weg zu gehen; oder – noch schlimmer – feuern diese eifrigst an um eben nicht von oben genannter Langeweile ereilt zu werden. Einziger Lichtblick bleibt dabei das Kuchen-Buffet um den Nachmittag zu überbrücken.

Genau so sollte unsere Feier eben nicht werden und deshalb haben wir für unsere Gäste einige Gartenspiele vorbereitet. Wir haben uns englische Gartenpartys vorgestellt und da unsere Location einiges an Platz bot, den wir „bespielen“ konnten haben wir uns das ein oder andere einfallen lassen!
Gartenspiele
Insgesamt gab es acht verschiedene Spiele zu spielen. Davon haben wir drei ganz einfach käuflich erworben anstatt sie selbst zu basteln: Das Schlagspiel „Crocket“, das Wurfspiel „Mölkky“ und das allseits beliebte Riesenmikado.

Etwas mehr Arbeit haben wir uns dann aber doch mit den anderen Ablenkungen gemacht.
Am einfachsten war das Ringe-werf-Spiel: wir haben viele Flaschen unterschiedlicher Höhe besorgt und in eine Weinkiste gestellt, damit sie nicht umfallen können. Auf die Flaschenhälse haben wir kleine Etiketten mit der erreichbaren Punktzahl geklebt.

Auch ganz einfach war das Kegelspiel zu basteln. Für die Kegel haben wir Plastikflaschen randvoll mit Wasser befüllt, was auch gut zu transportieren war. Die „Kegel-Kugel“ besteht aus einer mit Gips gefüllten Styroporkugel, die ich mit Badehauben überzogen habe damit sie stabil bleibt. Die „Kegelbahn“ wird von vier Ziegelsteinen und dazwischen gespannter Schnur markiert.

Als nächstes haben wir je fünf Kreuze und Kreise aus Karton für das TicTacToe-Spiel ausgeschnitten. Die wiederum wurden dann mit Zeitung und Tapetenkleister ummantelt und nach einem Tag Trockungszeit mit Acrylfarbe bemalt. Aus dicken Seilen habe ich ein Neuner-Feld geknüpft, das man zum Transport auch ganz einfach zusammenrollen kann.

Für das Dosenwerfen habe ich im Internet nach leeren, geschlossenen Dosen zum basteln gesucht und bin fündig geworden. Tatsächlich kann man soetwas fertig kaufen und so war der Rest auch hier ganz schnell gemacht. Die Dosen habe ich mit einer farbigen Banderole beklebt. Die untersten Dosen haben bei uns drei Punkte gezählt, die mittleren zwei Punkte und die oberen Dosen – die vermutlich jeder am einfachsten trifft – nur einen Punkt. Die drei Wurfbälle habe ich aus Luftballons gebastelt, die ich mit Sand gefüllt habe.

Am meisten Einsatz musste ich schließlich für das Cornhole zeigen. Zuerst habe ich die acht Wurf-Säckchen genäht und mit Kirschkernen gefüllt. Leider habe ich nirgends getrocknete Maiskörner zum füllen gefunden und so wurde aus dem Cornhole einfach ein Cherryhole. 
Das Spiel-Brett habe ich aus Rohmaterialien aus dem Baumarkt zusammengeschraubt, in der Mitte ein Loch ausgesägt und dann alles mit Holzfarben passend zum Motto bemalt.

Die Mühe, die wir uns im Vorfeld mit den Vorbereitungen gegeben haben, haben sich nicht nur rentiert sondern den ganzen Nachmittag über unglaublichen Spaß gemacht. Alle Gäste waren begeistert und haben ihr Glück und ihr Geschick auf die Probe gestellt. Für die Gäste, die nicht so gerne spielen gab es natürlich die Möglichkeit sich bei Kaffe und Kuchen zu unterhalten. Aber selbst für die haben wir uns einen kleinen Motivationsschub ausgedacht: für die Spieler mit den meisten Punkten gab es tolle Preise zu gewinnen, von denen ich euch Ende der Woche etwas mehr erzähle. 

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Ungewöhnlicher Cake-Topper für eine noch ungewöhnlichere Hochzeitstorte!

Da weder beim Mann noch bei mir jemals etwas einfach nur gewöhnlich ablaufen kann, musste auch unsere Hochzeitstorte höchst unkonventionell sein. 

Schon immer waren uns diese perfekten Torten-Kunstwerke, die dann oft ebenso künstlich schmecken, ein wahrer Graus. Wir wollten eine Torte die genauso individuell ist wie wir, die nicht zu mächtig ist und gleichzeitig jedem Geschmack etwas zu bieten hat.
Schnell war uns deshalb klar: wir wollen eine Hochzeitstorte aus Donuts! 

Schwieriger dagegen war die Entscheidung: Was kommt als Cake-Topper obendrauf, und wie?

Lange haben wir uns durch kleine (und meist superhässliche) Mini-Hochzeitspaare geklickt, haben darüber nachgedacht selbst Figuren zu modellieren und zwischenzeitlich sogar erwogen kleine (mega-überteuerte) 3D-Miniaturen von uns anfertigen zu lassen.
Inspiriert durch den Film „Oben“ (…die Luftballons … ihr ahntet es sicher schon ) haben wir uns dann entschieden kleine Modell-Sesselchen zum Cake-Topper zu stylen.
Cake-Topper
Die grundsätzlichen Sesselchen habe ich ein einem Shop für Puppenmöbel käuflich erworben. Tatsächlich haben wir welche gefunden die unseren Sofas (die wir in die gemeinsame Wohnung mitgebracht haben und um die es ein jahrelanges Tauziehen gab ) sehr ähnlich sahen, sodass die Sessel richtiggehend für uns beide als Charaktere stehen.
Überrascht stellte ich beim auspacken fest, dass die Modelle unterschiedlich groß waren (obwohl im selben Maßstab ausgewiesen). Der Unterschied war nicht so riesig und in einem Puppenhaus vermutlich nicht relevant, aber doch genug, dass es mich mächtig gestört hat und nebeneinander irgendwie komisch ausgesehen hat.
Optimierung war also erforderlich!

Da der kleinere, weiße Sessel etwas schlampig verarbeitet war, habe ich den zuerst neu bezogen. Dazu habe ich ihn komplett auseinander gebaut, und die Einzelteile etwas aufgepolstert, damit er massiger wird. Dann habe ich die Teile wieder mit weißem Stoff bezogen und alles neu zusammengeklebt.

Dann habe ich vom braunen Sessel die „Beine“ abmontiert; so wurde der etwas niedriger. Die habe ich dann unter den weißen Sessel geklebt und schon war der Höhenunterschied etwas ausgeglichen.

Damit die Sesselchen nicht so verloren herumstehen habe ich einen kleinen Perserteppich besorgt. Im Hintergrund sorgt dann noch eine Mini-Wimpelkette (passend zur Tischdeko) für einen räumlichen Rahmen. Die habe ich ebenfalls aus Seidenpapier gebastelt und mit Goldstift unsere Namen auf die Wimpelchen geschrieben.

Montiert habe ich die ganze Szene dann auf eine kleine Etagere aus Kork und Holz. Dazu habe ich zwei Korkuntersetzer mit einer schönen aber dezenten Serviette ummantelt. Als Abstandhalter diente eine Holzspindel aus dem Fundus. Verbunden habe ich die Teile mit Nadel und Faden, sodass ich später alles auch wieder verlustfrei demontieren kann.
So konnten die Donuts dann schön um den Cake-Topper herum drapiert werden, ohne dass etwas klebrig wird oder in der süßen Vielfalt untergeht. 

Im Nachhinein muss ich sagen: uns hätte tatsächlich kein besseres Symbol einfallen können für das, was wir beide uns für die gemeinsame Zukunft wünschen! 

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Tischdeko mit Servietten und Wimpelketten

Das Deko-Element Luftballons führten wir natürlich auch beim abendlichen Barbecue fort. Dafür haben wir uns vom offenen Gewächshaus mit Grasboden in ein Glashaus mit Tischen und Stühlen zurückgezogen.
Servietten + Wimpelketten
Damit die Trauzeugen auch hier nicht mehr viel aufbauen müssen, haben wir den größten Teil der Deko ebenfalls schon in den Tagen vor der Feier vorbereitet.

Auf jedem Tisch gab es zuunterst eine Wimpelkette aus Papier und kleine Streublümchen und -herzchen aus Holz. Für die Wimpelketten habe ich einen Rhombus aus Seidenpapier ausgeschnitten, diesen zu einem dreieckigen Wimpel gefaltet, eine Schnur dazwischen gelegt und das Seidenpapier dann mit einem Klebestift in der Falte zusammengeklebt. Die Ketten haben wir dann einfach der Länge nach auf die Tische gelegt.

Darauf kamen Kerzen im Glas und Servietten für das Besteck. Die Servietten habe ich zuerst in Form eines Drachens gefaltet und anschließend in ein Blatt Tortenspitze eingeschlagen. Das sieht sehr elegant aus und ist doch gut vorzubereiten. Komplizierter gefaltete Servietten wären für uns unpraktisch zu transportieren gewesen, sodass diese flache Variante perfekt für uns war.
Für Kaffe und Kuchen am Nachmittag habe ich die selben Servietten zu etwas kleineren Quadraten gefaltet und hier dann nur die Ecke mit einer kleineren Tortenspitze verziert.

Passend zum Muster der Tortenspitze habe ich beim Möbelschweden schöne Deko-Teller gefunden. Die haben wir in der Mitte des Tisches platziert um dort noch weitere Deko zu platzieren:
Wie schon angedeutet, war „Spiele“ eines der Motive unserer Feier. Damit den Gästen zwischendurch auch nicht langweilig wird, haben wir kleine Geduldsspiele als Gastgeschenke vorbereitet. Diese haben wir wiederum an heliumgefüllten Ballons befestigt um den hohen Raum entsprechend damit zu schmücken.
Für den Abend hatten wir Karaoke geplant. Damit die Gäste sich dazu ihre Lieblingslieder mit den dazugehörigen Karaoke-Nummern notieren können, bereiteten wir kleine Notizzettel vor. Außerdem ummantelte ich Bleistifte mit buntgestreiftem Papier.
Durch die Teller hat der Kleinkram beim Essen dann auch garnicht auf dem Tisch gestört. 

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Ballon-Girlanden

Vom Look der Braut schwenken wir elegant zum Look der Party! Auch hier haben wir den Großteil selbst gemacht und mussten uns deshalb gut überlegen: was können wir selbst realisieren und welche Aufgaben überlassen wir lieber den Profis?

Als Location haben wir uns ein Gewächshaus in München gesucht, das man für Events mieten kann. Weil hier schon rundherum alles grün und blühend ist, haben wir bei der Deko komplett auf „tote Blumen“ verzichtet.
Das Hauptelement unserer Deko waren deshalb Luftballons. Wir wollten den hohen Raum irgendwie mit Ballons füllen und haben, wie immer, zuerst herumprobiert was für uns am besten funktioniert.
Ballon-Girlanden
Nach einigen Tests haben wir festgestellt: Helium-Ballons halten, je nachdem wie prall sie gefüllt werden, nur vier bis sechs Stunden durch. Wir wollten unseren Trauzeugen ja nicht zumuten kurz vor der Party noch schnell hunderte von Ballons aufpusten zu müssen und haben deshalb unser Deko-Konzept auf Girlanden aufgebaut.

Unsere Testphase hatte nämlich ergeben: mit normaler Luft gefüllte Ballons halten deutlich länger – bei uns sogar über zwei Wochen!
Wir haben uns also eine Ballon-Aufpust-Maschine besorgt und am Tag vor der Trauung ganze 360 Ballons mit Luft gefüllt. Damit die etwa gleich groß werden, haben wir eine Art Schablone in einen Karton geschnitten. Mit Hilfe dieses Lochs war es ganz einfach die Ballons einheitlich hin zu bekommen. Dann haben wir immer zwei Ballons zusammengeknotet um sie zu verschließen. Die Pärchen haben wir anschließend mit einem weiteren Pärchen verzwirbelt, sodass ein Vierer-Element entsteht. Um diese Elemente zu machen gibt es zwar auch solche Plastikscheiben, die waren uns aber schlicht zu teuer und wir haben festgestellt, dass es ohne auch ganz gut geht.
Die Elemente haben wir dann wiederum „übereinander gestapelt“ zu einer Säule und diese in der Mitte mit einem Faden fest zusammengebunden. Umso fester man bindet, umso stabiler wird die Girlande auch.

Die ganze Schlange umfasste bei uns 120 Ballons und war etwa 5 Meter lang. So waren die Bögen groß genug um bequem drunter durch zu laufen.
Die Enden haben wir an einer Holzplatte festgemacht (die hatte in der Mitte eine 50 cm lange Stange zur Stabilisierung), damit der Bogen besser am Boden stehen bleibt. Beim Aufbauen haben wir die Girlanden noch nach oben mit einem weiteren Faden gesichert, damit keiner der Gäste „erschlagen“ wird. 

Zum Beginn der Feier haben die ersten beiden Bögen einen Gang zwischen den Stühlen der Gäste gebildet. Es war wunderschön unter den Bögen zur Trauung einzulaufen. Der dritte Bogen war sozusagen als Bühnenbild für die Zeremonie gedacht, weil man ja bei einer freien Trauung keinen Altar oder ähnliches zur Verfügung hat.
Im weiteren Verlauf der Party wurde der Platz zwischen den Bögen dann für’s spielen genutzt und hatten so auch noch den ganzen Nachmittag einen Nutzen. Was und wie genau gespielt wurde, davon berichte ich euch aber erst nächste Woche ausführlicher. 

Die Deko auf diese Art und Weise schon vorher vorzubereiten war im Grund eine super Idee und hat den ganzen Party-Aufbau-Stress sehr entzerrt. Einziger Wehrmutstropfen: die glänzenden Ballons hatten am nächsten Tag leider ihren schönen Glanz verloren. Das ist aber niemandem aufgefallen und war deshalb überhaupt kein Problem für uns. 

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How to … Stoffblume!

Heute freue ich mich euch endlich eine ausführliche Anleitung zum Brautstrauß und der Entstehung der wundertollen Stoffblumen liefern zu können! :-)

Anleitung Stoffblume

Da ich ja für den Strauß ganz viele Blüten brauchte, habe ich mir zuerst eine Schablone gebastelt. Die ist bei mir 45 cm lang und an der dicksten Stelle 5,5 cm hoch. Am schmalen Ende (was später die Mitte der Blüte wird) ist sie 2 cm hoch und am breiten Ende ist sie 4 cm hoch.
Die Länge der Schablone bestimmt, wie oft sich der Stoff im Kreis windet beziehungsweise welchen Durchmesser die Blüte später haben wird. Die Höhe bestimmt wie hoch auch die Blüte wird. Auf den Millimeter kommt es dabei nicht an und am besten macht ihr eine Probe-Blüte mit eurem Stoff um zu sehen wie alles zusammenspielt.

Dann braucht ihr natürlich den Stoff eurer Wahl. Ich denke die Anleitung funktioniert mit jeder Art von Stoff; nur wenn er zu dick oder zu steif ist, könnte es fummelig werden. 

Schneidet den Stoff zuerst im Bruch zu, sodass ein fischförmiges Stück entsteht. Dann braucht ihr eine Nadel mit einem sehr langen Stück Garn; ich habe es so lange gelassen,  dass ich die ganze Blüte mit einem einzigen langen Faden zusammen nähen konnte. Wem das zu fummelig ist kann natürlich dazwischen auch immer wieder vernähen.

Jetzt wird die Ecke des breiten Endes nach oben gefaltet und mit groben Heftstichen angenäht. Die linke Stoffseite liegt dabei innen. Lasst am Anfang ruhig ein langes Stück Garn stehen; mit dem könnt ihr später super das offene Ende vernähen.
An der Ecke angekommen beginnt ihr nun die obere und untere Kante des Streifens weiter zusammen zu nähen. Der Stoff fängt jetzt langsam an sich zu krüppeln und zu ziehen und je nach Stoffdicke wird es etwas schwerer die Kanten glatt aufeinander zu legen. Versucht trotzdem unten eine möglichst gerade Stoffkante zu erhalten.

Am Ende angekommen sieht das Ganze jetzt recht merkwürdig und schlauchig aus – und genau so soll es sein! Verteilt die Falten gleichmäßig über die Länge des Stoffes… es soll kein Knäuel sein sondern so locker es eben geht liegen.

Nun wird der Stoff zur Rose gedreht. Beginnt am schmalen Ende und dreht den Stoff entgegen seiner In-sich-Drehung zusammen (wenn ihr, wie ich, den Schlauch von rechts nach links zusammen genäht habt, dreht ihr auch jetzt das Ende von rechts nach links ein, wie oben gezeigt). Näht den Stoff an der unteren Kante alle paar Zentimeter zusammen und wickelt den Stoff weiter und weiter um die Mitte herum, bis das breite Ende die Blüte sanft abschließt.
Vernäht die offenen Fäden jetzt sorgfältig, damit sich nichts mehr löst.

Die Blüte sieht jetzt noch aus, als ob sie geschlossen wäre … zupft den Stoff deshalb nach außen und lasst eure Rose erblühen.
Wenn die Mitte der Blüte sich vorwitzig nach oben wölben sollte, könnt ihr sie immernoch mit ein paar Stichen am Boden der Blume fixieren.

Die eigentliche Blüte wäre damit im Grunde schon fertig! Ihr könnt sie, wie ich, als Haarschmuck auf ein Stück Filz kleben oder als Schmuck auf ein Kleidungsstück nähen… Aber was, wenn ihr ebenfalls einen Strauß binden wollt?

Dazu braucht ihr etwas als Stiel, zum Beispiel Blumendraht. Ich habe Gerbera-Draht genommen … wichtig ist nur, dass der Draht eher stabil ist und das Gewicht der Blüte tragen kann. Mit einer Zange habe ich eine kleine Öse gebogen. Anschließend stecht ihr den Draht gefühlvoll in das Herz eurer schönen Rose. Fühlt mit den Fingern, wo ihr durch die Naht durchstechen könnt ohne das Garn zu zerreißen. Die Blüte ein bisschen zu drehen hilft, wenn ihr den Boden sehr fest genäht habt.

Wenn der Draht durch ist, lasst ihr die Öse noch etwas hervorstehen und bereitet wieder ein langes Stück Garn vor, mit dem der Draht in der Blüte fixiert wird. Nacheinander habe ich die Garnenden mit einer Nadel zuerst durch die Öse und dann durch die Büte auf die Unterseite gestochen. Anschließend habe ich die Öse gefühlvoll in der Mitte der Rose versenkt. Zum Schluss die Fäden an der Unterseite noch fest anziehen, nochmal vernähen und gut verknoten.

Für mich waren die Stoff-Rosen so schon perfekt. Wen die offenen Kanten an der Blütenunterseite aber stören, der könnte zum Beispiel ein kleines Blattgrün aus Filz oder ähnlichem basteln und an der Unterseite anbringen.

Ich dagegen habe gleich mit dem Binden des Straußes weitergemacht. Wie ihr seht habe ich eine runde Schüssel als Form benutzt, damit der Strauß eine schön kugelige Form bekommt. Vor dem Fixieren habe ich noch Perlen am Drahtstiel dazwischen gesteckt und die Stängel dann fest mit dünnerem Draht zusammengebunden. Damit alles sicher hält und die Drähte unten nicht schmerzhaft in die Hände stechen, habe ich die Stängel an immer derselben Stelle umgebogen und wieder nach oben zum einem dickeren Stiel gewickelt. So bekam der Strauß eine tolle Festigkeit und einen bequemen Griff, den ich dann nur noch mit Stoff ummanteln musste.

Die hässlichen Stiele habe ich dabei mit Tüll und Stoff verdeckt und abschließend Alles mit Gaze-Band sehr fest umwickelt.

Nachdem die letzten Stiche getan waren, war ich selbst überrascht wie toll so ein Stoff-Strauß doch wirkt. Und das Beste: er wird niemals welken! 

Habt ihr selbst auch tolle Wege Blumen aus Stoff zu basteln? Dann nur her mit euren Ideen! 

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Brautstrauß aus Stoff

Wie versprochen präsentiere ich heute stolz: den Brautstrauß!
Brautstrauß aus Stoff
Da wir uns entschieden haben bei unserer Hochzeit keine „toten Blumen“ als Deko zu verwenden war für mich klar: der Brautstrauß muss aus Stoff sein!
Dazu habe ich nicht nur den Schuh-Stoff verwendet, sondern auch Stoff vom Kleid und einen dritten Stoff, als „Füll-Farbe“.

Wer jetzt : „Waaas? Stoff vom Kleid?“ ruft, den kann ich beruhigen: Mein Kleid war zwar in der Tat ein Kaufkleid (weil ich mich bei der Anprobe spontan in die Corsage verliebt hatte), trotzdem hatte ich am Schluss keine ungeplanten Löcher im Rock. 
Leider ist es ja hierzulande garnicht so einfach ein richtiges 50s-Brautkleid zu finden und so entschied ich mich das gekaufte Kleid von einer Freundin – ihres Zeichens Schneiderin – anpassen zu lassen.
Das bodenlange Kleid mit Schleppe wurde also in liebevoller Handarbeit gekürzt, die Falten neu gelegt, der Reißverschluss neu eingebaut und fertig ist die fesche Rockabilly-Braut! 

Um wieder auf’s Thema zu kommen: Aus den Resten des Kleides habe ich also einen Teil der 18 Blüten gebastelt. Mit den Blüten aus Schuh-Stoff und aus der grauen Wildseide gibt das ein wundervolles Rosen-Bouquet. Wie ich die Stoff-Blüten ganz genau gebastelt habe, zeige ich euch dann Ende der Woche hier in einer kleinen Bildstrecke. 

Damit die einzelnen Blüten zum Strauß gebunden werden können, habe ich sie einzeln auf Blumendraht aufgezogen. Dazwischen habe ich verschieden große Perlen gesteckt, was dem Strauß schöne Glanzpunkte verleiht. Die Stiele habe ich dann zusammengezwirbelt, damit ein dicker „Griff“ entsteht und nichts auseinander rutscht.

Wie ich die „Blumenstiele“ elegant verstecken soll hat mir eine Weile schlaflose Nächte beschert, bis ich darauf gekommen bin den Tüll aus dem originalen Unterrock vom Kleid her zu nehmen. Der hat nämlich eine kleine Spitzenkante, die die Stiele und Nähte nun schön überdeckt. Abschließend habe ich die Drähte noch mit etwas Stoff umwickelt und dann ein Band benutzt um einen richtig angenehmen und griffigen Strauß-Stiel zu binden.

Jetzt bleibt mir nur noch zu hoffen, dass mein Brautstrauß für die Ewigkeit seine Haltbarkeit auf die dazugehörige Ehe überträgt! 

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