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DIY

How to … Stoffblume!

Heute freue ich mich euch endlich eine ausführliche Anleitung zum Brautstrauß und der Entstehung der wundertollen Stoffblumen liefern zu können! :-)

Anleitung Stoffblume

Da ich ja für den Strauß ganz viele Blüten brauchte, habe ich mir zuerst eine Schablone gebastelt. Die ist bei mir 45 cm lang und an der dicksten Stelle 5,5 cm hoch. Am schmalen Ende (was später die Mitte der Blüte wird) ist sie 2 cm hoch und am breiten Ende ist sie 4 cm hoch.
Die Länge der Schablone bestimmt, wie oft sich der Stoff im Kreis windet beziehungsweise welchen Durchmesser die Blüte später haben wird. Die Höhe bestimmt wie hoch auch die Blüte wird. Auf den Millimeter kommt es dabei nicht an und am besten macht ihr eine Probe-Blüte mit eurem Stoff um zu sehen wie alles zusammenspielt.

Dann braucht ihr natürlich den Stoff eurer Wahl. Ich denke die Anleitung funktioniert mit jeder Art von Stoff; nur wenn er zu dick oder zu steif ist, könnte es fummelig werden. 

Schneidet den Stoff zuerst im Bruch zu, sodass ein fischförmiges Stück entsteht. Dann braucht ihr eine Nadel mit einem sehr langen Stück Garn; ich habe es so lange gelassen,  dass ich die ganze Blüte mit einem einzigen langen Faden zusammen nähen konnte. Wem das zu fummelig ist kann natürlich dazwischen auch immer wieder vernähen.

Jetzt wird die Ecke des breiten Endes nach oben gefaltet und mit groben Heftstichen angenäht. Die linke Stoffseite liegt dabei innen. Lasst am Anfang ruhig ein langes Stück Garn stehen; mit dem könnt ihr später super das offene Ende vernähen.
An der Ecke angekommen beginnt ihr nun die obere und untere Kante des Streifens weiter zusammen zu nähen. Der Stoff fängt jetzt langsam an sich zu krüppeln und zu ziehen und je nach Stoffdicke wird es etwas schwerer die Kanten glatt aufeinander zu legen. Versucht trotzdem unten eine möglichst gerade Stoffkante zu erhalten.

Am Ende angekommen sieht das Ganze jetzt recht merkwürdig und schlauchig aus – und genau so soll es sein! Verteilt die Falten gleichmäßig über die Länge des Stoffes… es soll kein Knäuel sein sondern so locker es eben geht liegen.

Nun wird der Stoff zur Rose gedreht. Beginnt am schmalen Ende und dreht den Stoff entgegen seiner In-sich-Drehung zusammen (wenn ihr, wie ich, den Schlauch von rechts nach links zusammen genäht habt, dreht ihr auch jetzt das Ende von rechts nach links ein, wie oben gezeigt). Näht den Stoff an der unteren Kante alle paar Zentimeter zusammen und wickelt den Stoff weiter und weiter um die Mitte herum, bis das breite Ende die Blüte sanft abschließt.
Vernäht die offenen Fäden jetzt sorgfältig, damit sich nichts mehr löst.

Die Blüte sieht jetzt noch aus, als ob sie geschlossen wäre … zupft den Stoff deshalb nach außen und lasst eure Rose erblühen.
Wenn die Mitte der Blüte sich vorwitzig nach oben wölben sollte, könnt ihr sie immernoch mit ein paar Stichen am Boden der Blume fixieren.

Die eigentliche Blüte wäre damit im Grunde schon fertig! Ihr könnt sie, wie ich, als Haarschmuck auf ein Stück Filz kleben oder als Schmuck auf ein Kleidungsstück nähen… Aber was, wenn ihr ebenfalls einen Strauß binden wollt?

Dazu braucht ihr etwas als Stiel, zum Beispiel Blumendraht. Ich habe Gerbera-Draht genommen … wichtig ist nur, dass der Draht eher stabil ist und das Gewicht der Blüte tragen kann. Mit einer Zange habe ich eine kleine Öse gebogen. Anschließend stecht ihr den Draht gefühlvoll in das Herz eurer schönen Rose. Fühlt mit den Fingern, wo ihr durch die Naht durchstechen könnt ohne das Garn zu zerreißen. Die Blüte ein bisschen zu drehen hilft, wenn ihr den Boden sehr fest genäht habt.

Wenn der Draht durch ist, lasst ihr die Öse noch etwas hervorstehen und bereitet wieder ein langes Stück Garn vor, mit dem der Draht in der Blüte fixiert wird. Nacheinander habe ich die Garnenden mit einer Nadel zuerst durch die Öse und dann durch die Büte auf die Unterseite gestochen. Anschließend habe ich die Öse gefühlvoll in der Mitte der Rose versenkt. Zum Schluss die Fäden an der Unterseite noch fest anziehen, nochmal vernähen und gut verknoten.

Für mich waren die Stoff-Rosen so schon perfekt. Wen die offenen Kanten an der Blütenunterseite aber stören, der könnte zum Beispiel ein kleines Blattgrün aus Filz oder ähnlichem basteln und an der Unterseite anbringen.

Ich dagegen habe gleich mit dem Binden des Straußes weitergemacht. Wie ihr seht habe ich eine runde Schüssel als Form benutzt, damit der Strauß eine schön kugelige Form bekommt. Vor dem Fixieren habe ich noch Perlen am Drahtstiel dazwischen gesteckt und die Stängel dann fest mit dünnerem Draht zusammengebunden. Damit alles sicher hält und die Drähte unten nicht schmerzhaft in die Hände stechen, habe ich die Stängel an immer derselben Stelle umgebogen und wieder nach oben zum einem dickeren Stiel gewickelt. So bekam der Strauß eine tolle Festigkeit und einen bequemen Griff, den ich dann nur noch mit Stoff ummanteln musste.

Die hässlichen Stiele habe ich dabei mit Tüll und Stoff verdeckt und abschließend Alles mit Gaze-Band sehr fest umwickelt.

Nachdem die letzten Stiche getan waren, war ich selbst überrascht wie toll so ein Stoff-Strauß doch wirkt. Und das Beste: er wird niemals welken! 

Habt ihr selbst auch tolle Wege Blumen aus Stoff zu basteln? Dann nur her mit euren Ideen! 

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Brautstrauß aus Stoff

Wie versprochen präsentiere ich heute stolz: den Brautstrauß!
Brautstrauß aus Stoff
Da wir uns entschieden haben bei unserer Hochzeit keine „toten Blumen“ als Deko zu verwenden war für mich klar: der Brautstrauß muss aus Stoff sein!
Dazu habe ich nicht nur den Schuh-Stoff verwendet, sondern auch Stoff vom Kleid und einen dritten Stoff, als „Füll-Farbe“.

Wer jetzt : „Waaas? Stoff vom Kleid?“ ruft, den kann ich beruhigen: Mein Kleid war zwar in der Tat ein Kaufkleid (weil ich mich bei der Anprobe spontan in die Corsage verliebt hatte), trotzdem hatte ich am Schluss keine ungeplanten Löcher im Rock. 
Leider ist es ja hierzulande garnicht so einfach ein richtiges 50s-Brautkleid zu finden und so entschied ich mich das gekaufte Kleid von einer Freundin – ihres Zeichens Schneiderin – anpassen zu lassen.
Das bodenlange Kleid mit Schleppe wurde also in liebevoller Handarbeit gekürzt, die Falten neu gelegt, der Reißverschluss neu eingebaut und fertig ist die fesche Rockabilly-Braut! 

Um wieder auf’s Thema zu kommen: Aus den Resten des Kleides habe ich also einen Teil der 18 Blüten gebastelt. Mit den Blüten aus Schuh-Stoff und aus der grauen Wildseide gibt das ein wundervolles Rosen-Bouquet. Wie ich die Stoff-Blüten ganz genau gebastelt habe, zeige ich euch dann Ende der Woche hier in einer kleinen Bildstrecke. 

Damit die einzelnen Blüten zum Strauß gebunden werden können, habe ich sie einzeln auf Blumendraht aufgezogen. Dazwischen habe ich verschieden große Perlen gesteckt, was dem Strauß schöne Glanzpunkte verleiht. Die Stiele habe ich dann zusammengezwirbelt, damit ein dicker „Griff“ entsteht und nichts auseinander rutscht.

Wie ich die „Blumenstiele“ elegant verstecken soll hat mir eine Weile schlaflose Nächte beschert, bis ich darauf gekommen bin den Tüll aus dem originalen Unterrock vom Kleid her zu nehmen. Der hat nämlich eine kleine Spitzenkante, die die Stiele und Nähte nun schön überdeckt. Abschließend habe ich die Drähte noch mit etwas Stoff umwickelt und dann ein Band benutzt um einen richtig angenehmen und griffigen Strauß-Stiel zu binden.

Jetzt bleibt mir nur noch zu hoffen, dass mein Brautstrauß für die Ewigkeit seine Haltbarkeit auf die dazugehörige Ehe überträgt! 

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Hochzeits-Haarblume

Natürlich durfte zu meinem perfekten Hochzeits-Outfit die obligatorische Haarblume nicht fehlen!
Anfangs habe ich lange überlegt ob ich gar einen aufsehenerregenden Hochzeits-Fascinator haben will, entschied mich dann aber klassisch für einen Schleier, der über der Frisur liegen sollte. So mussten Frisur und Haarblume also eher zurückhaltend gestaltet werden.
Hochzeits-Haarblume
Nach dem Vorbild des Brautstraußes (mit dem ich euch noch ein bisschen auf die Folter spanne ) habe ich ebenfalls aus Schuh-Stoff eine kleine Blume gebastelt.
Am Tag der Tage durfte nichts absturzgefährdet sein, also habe ich hier alles bombenfest mit Heißkleber zusammen montiert.

Zuerst habe ich die Blüte auf ein Stück Filz geklebt und dann ein kleines Bouquet aus Tüll darunter installiert. Mit einem weiteren Stück Filz habe ich dann alles fixiert und eine stabile Klammer angeklebt.

Abschließend habe noch ein paar kleine Perlen auf den Tüll genäht um den Haarschmuck an meine Ohrringe und Halskette anzupassen. 

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Und weil einmal nicht reicht …

Für alle, die mich letzte Woche schon für verrückt gehalten haben meine Brautschuhe selbst zu beziehen, setzte ich diese Woche noch eines drauf: ich habe das Ganze noch ein zweites Mal gemacht! 

Ich trage eigentlich nie, nie, niemals hohe Schuhe, weil ich einfach viiiel zu breite Füße für schmale Absatzschuhe habe. Ich weiß das und ich bewundere still alle Frauen die Tag ein, Tag aus elegant durchs Leben stöckeln. Für die Hochzeit jedoch wollte ich etwas ganz besonderes am Fuß ausführen.

Da unser Fest auf Grasboden stattfinden sollte wären hohe Schuhe grob fahrlässig gewesen, deshalb habe ich hier erst einmal die Vernunft walten lassen: meine eigentlichen Brautschuhe sind flach.
Für die Fotos wollte ich aber uuuunbedingt hohe Hacken zeigen und beschloss: ich werde das Schuh-Experiment zweimal starten und zuerst Flache und dann Hohe mit demselben Stoff und demselben Dekor beziehen!
Brautschuhe #2
Gesagt, getan!
Vom Schnittmuster der flachen Schuhe habe ich den vorderen Teil wieder recyclet und als Grundlage für das neue Schnittmuster genommen.
Dann bin ich genauso vorgegangen wie schon zuvor.

Da diese Schuhe an der Seite offen sind, habe ich diesmal keine Falte an der Ferse legen müssen um den Stoffkreis zu schließen. Sondern der Stoff beginnt und endet hier einfach intuitiv mit der Schuhoberseite. Der Originalschuh ist ja sehr stofflastig; das habe ich geändert und den ganzen Stöckel mit Glitzer versehen. Auch die Sohle habe ich „verglitzert“ was beim Laufen natürlich etwas abblättert, aber ich konnte mich einfach nicht entscheiden wo der Sohlen-Glitzer konkret enden soll. 

Es war garnicht so einfach dem Mann zu verheimlichen woher der Glitzer stammt, der plötzlich überall in unserer Wohnung auftaucht und als er am Hochzeitstag die Schuhe bewundern konnte, war ihm plötzlich alles klar! 

So schön die Schuhe auch gelungen sind, so froh bin ich doch, dass sie nur als Zweitschuhe dienen mussten. Denn als ich die Prachtstücke zum fotografieren angezogen habe, waren meine Füße hochzeitsbedingt schon etwas lädiert und geschwollen. Umso schmerzhafter musste ich meine Eitelkeit durchleiden und anstatt elegant über die Location zu stöckeln stolperte ich wie ein Reh auf dem Eis durch die Gegend.
Gut, dass unsere Fotografin trotzdem die kreativen Nerven bewahrt hat! Und ebenfalls gut, dass ich den neuen Mann dabei hatte um mich vor dem Absturz zu bewahren! 

Memo an mich: Nie, nie, niemals wieder hohe Schuhe tragen! Nichtmal wenn sie wundertoll aussehen!!! 

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„B“ wie Brautschuhe

Juhuuu! Es ist vollbracht: aus dem Fräulein ist eine Frau geworden! 

Anfang der Woche haben der Mann und ich uns das lang ersehnte Ja-Wort gegeben und der Vorbereitungsstress und die daraus resultierende Stille hier im Blog hat nun ein Ende. Unser Fest ist ganz außergewöhnlich schön gelungen und nicht nur die Gäste sondern auch wir haben einen wahrhaft unvergesslichen Tag verbracht. Natürlich lässt sich das alles schwer in einen einzigen Blog-Post verpacken und so zeige ich euch unsere mannigfaltigen Ideen und Basteleien für das Fest der Feste hier in den nächsten Wochen ganz in Ruhe und Stück für Stück.

Den Anfang machen die Brautschuhe!
Ja, ihr habt richtig gelesen: ich habe meine Brautschuhe (zu einem großen Teil) selbst gemacht!

Zu Beginn steht wie immer ein Problem.
Wir haben uns als Hauptfarbe für die Festlichkeiten ein wunderschönes Petrol ausgesucht. Leider hat die Mode-Industrie unseren Trend total verschlafen sodass es in den letzten Wochen wirklich kaum möglich war, etwas in unserer Farbe aufzutreiben.
Deshalb habe ich mich schon früh dafür entschlossen meine Brautschuhe mit passendem Stoff selbst zu beziehen.
Brautschuhe
Nach vielen Tests und einigen Internet-Recherchen bin ich sehr planvoll vorgegangen. Zuerst habe ich Nesselstoff mit Stecknadeln auf den (vorher günstig erworbenen) Schuh drapiert. Dabei habe ich die Machart meines Kleides als Vorbild genommen, damit später alles wie aus einem Guss wirkt. Dieses Stoffmuster habe ich dann aufgefaltet und als Schnittmuster für den Schuhstoff genommen.

Den Faltenwurf habe ich zunächst mit einigen Stichen vorgenäht und den Stoff dann erst einmal auf den Schuh gesteckt und geklemmt. Anschließend habe ich die Schuhoberfläche Stück für Stück mit speziellem Textilkleber bearbeitet und den Stoff sorgfältig aufkaschiert. Der Kleber basiert auf Latex und trocknet nicht transparent, sodass ich sehr vorsichtig sein musste nichts auf die glänzende rechte Stoffseite zu kleckern. Im Verlauf der Arbeiten habe ich auch immer mehr Routine im Kleben bekommen und gemerkt wo ich ziehen und wie ich schieben muss, damit alles schön sitzt. Vor allem darf man die Falten nicht komplett festkleben, weil es sonst schnell wie festgebügelt wirkt. Der Trick ist viel eher den Stoff nur am Rand gut anzukleben, und die faltigen Stellen selbst fallen zu lassen wie sie es wollen. So wirken sie lockerer und zufälliger. Am oberen Rand habe ich den Stoff nach innen umgeklappt und am Schluss noch ein schützendes Stoffband darüber geklebt, damit sich die Kante beim Laufen nicht wieder aufrubbelt.

Ich habe beide Schuhe dann so gut es ging symmetrisch beklebt und alles gut trocknen lassen. Anschließend habe ich die untere Stoffkante entlang der Rille zwischen Stoff und Sohle sorgfältig mit einem extrascharfen Skalpell abgeschnitten. Da ich vorher die Falten am unteren Rand gut fixiert hatte ging das ganz gut. Damit sich die untere Schnittkante nicht doch noch aufribbelt habe ich sie mit kleinen, unsichtbaren Tröpfchen Sekundenkleber nochmal gesichert.

Um die genähte Stelle oben zu verstecken und den Stoff noch einmal auf dem Schuh zu sichern habe ich abschließend einen stoffbezogenen Knopf aufgenäht.

Im Grunde wären die Schuhe so schon tragbar gewesen, aber ich wollte ihnen doch noch einen extra Kick verpassen und habe die Sohle deshalb mit Glitzer verschönert.
Den habe ich mir aus verschiedenen Farben zusammengemischt, dann den Schuh-Absatz mit speziellem Kleber bepinselt und schließlich den Glitzer satt aufgestreut. An manchen Stellen musste ich nach dem Trocknen nochmal nachbessern, aber wo der Kleber schön dick aufgestrichen war, wurde die Schicht später so bombenfest, dass ich mir keine Sorgen gemacht habe im Lauf des Hochzeitstages wieder völlig glitzerlos zu sein. 

Es war zwar ein ganz schön nervenaufreibendes Stück Arbeit die Schuhe auf diese Weise an unser Farbkonzept anzupassen, aber das begeisterte Lob unserer Gäste gibt mir recht! 
Oder was denkt ihr bei den 12 Letters of Handmade Fashion über meine einzigartigen Brautschühchen?

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Stifthalter-Bastelei

In den letzten Wochen ist es hier im Blog ja etwas ruhiger geworden und das aus gutem Grund: die Hochzeitsvorbereitungen neigen sich langsam ihrem Höhepunkt zu und bald kann ich euch all die wunderbaren Deko-Ideen und Stil-Verrücktheiten zeigen, die wir uns für unser großes Fest ausgedacht haben.

Bis dahin heißt es kleckern nicht klotzen und so ist heute nurmehr Zeit für eine kleine Stifthalter-Bastelei oder Neudeutsch: einen selbstgemachten Pen Loop!
Stifthalter
Ich habe ja einen kleinen Faible für Hefte und Notizbücher sodass Schreibwarenläden zweitweise eine wahre Konsumfalle für mich sind. Schon lange schleiche ich um variabel einsetzbare Stifthalter herum und denke jedes Mal: Was? 5 Euro? Dafür?
Und so habe ich mir einen Weg ausgedacht eine einfache aber stylische Schlaufe für Stifte selbst zu basteln.

. Zunächst braucht ihr Washi-Tape oder anderes schnödes Klebeband. Washi-Tape hat den Vorteil dass man es (meistens) rückstandsfrei wieder entfernen kann. Dazu eine Schere, den Stift eurer Wahl und natürlich das Notizbuch, das gepimpt werden soll.

. Als erstes schneidet ihr zwei Streifen – einen langen und einen kurzen. Der kurze soll gerade so lang sein, dass er um den Stift herum reicht.

. Dann klebt ihr den kurzen Streifen mittig auf den langen Streifen. Die Klebeseiten zeigen dabei zueinander. Das ist etwas fummelig, aber es lohnt sich hier genau zu arbeiten weil sonst später gerne mal Fussel und Haare an dem überstehenden Tape kleben bleiben.

. Dann wird der Streifen als Schlaufe um den fraglichen Stift gelegt. Die klebrigen Seiten des langen Streifens treffen sich und werden jetzt auch sauber aufeinander geklebt.

. Jetzt wird die Schlaufe an beliebiger Stelle im Notizbuch montiert. Ich habe sie gerne mittig am hinteren Buchdeckel bzw. auf der letzten Seite. Sie kann im Grunde aber auch oben oder unten rausschauen. Wenn die richtige Position gefunden ist, klebt ihr die Schlaufe mit einigen Streifen Tape gut fest. Am wichtigsten ist dabei der erste Klebestreifen ganz am Rand. Er bestimmt wie straff die Schlaufe später ist und wie stark man die Konstruktion dann beanspruchen kann.

Und Bitteschön! Ein stylisher Pen Loop für gerademal ein paar Cent Materialeinsatz!
Dafür habe ich mir jetzt aber den goldenen Sparfuchs der Woche verdient, oder? 

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Idee zur Rollen-Aufbewahrung

Der Sommer lässt ja gerade etwas zu wünschen übrig und so kümmere ich mich um die längst überfällige Optimierung der Kreativzentrale – ein neues Regal-Schrägstrich-Arbeitstisch musste her. Beim werkeln denkt man ja des öfteren hin und her wie das dann alles wird und was wo seinen Platz findet und für mich war klar: Das neue Regal muss mein aktuelles Rollen-Problem lösen können!

Ich habe nämlich die Angewohnheit meine selbsterstellten Schnittmuster zusammenzurollen und bewahre sie in einer Tonne auf. Die wird langsam nicht nur zu klein, sondern auch reichlich unübersichtlich, also habe ich an einer Lösung getüftelt die auf den ersten Blick eher unspektakulär wirkt.
Aus Pappe habe ich ein Kreuz gebastelt, das genau in ein Regalfach hineinpasst. So entstehen vier Fächer, in denen ich meine Schnittmuster-Rollen jetzt geordnet lagern kann. So finde ich gleich wonach ich suche und habe das Chaos hinter der Zimmertür elegant verschwinden lassen. 
Rollen-Aufbewahrung
„Doch was ist nun das tolle daran?“, fragt ihr euch zurecht!
Der nötige Karton für die Bastelarbeit wurde genialerweise direkt vom Möbelschweden selbst mitgeliefert. In jeder Packung sind nämlich einige sehr stabile Kartonplatten zum Schutz der Einzelteile enthalten und da ich gleich zwei Regale gekauft habe, hatte ich direkt das passende Material um meine Idee zu verwirklichen. Quasi Upcycling und Müllvermeidung in einem Aufwasch! 

Für diese quadratischen Fächer ist das wirklich eine optimale Unterteilungsmöglichkeit und wenn doch einmal etwas schwereres als Papierrollen (Flaschen zum Beispiel) gelagert werden sollen, kann man das selbe Prinzip auch ganz einfach auf Holzplatten oder -leisten übertragen. 

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Ein Shirt in nur 60 Sekunden!

… Naja, ganz so schnell gings dann doch nicht, aber doch ziemlich schnell, für ein Unikat-Shirt.

Der zweite Geburtstag im August stand nämlich an, und ein dolles Geschenk musste her. Die Freundin ist heimlicher aber leidenschaftlicher Fan des Films „Nur noch 60 Sekunden“ mit Nicolas Cage und so habe ich sie mit einem handgemachten Eleanor-Shirt überrascht.
Eleanor-Shirt
Den Schriftzug habe ich zuerst per Hand skizziert und dann digitalisiert. Anschließend habe ich das Ganze vom Schneidplotter aus Glitzerfolie ausschneiden lassen.
Das fast durchsichtige Shirt ist natürlich gekauft und passt super zum Style der Freundin und natürlich auch zur Schrift. Nur fix aufgebügelt und fertig war der Lack! 

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Kleine Liebesbotschaft

Wie Robert Lembke schon sagte:

“Geliebt zu werden kann eine Strafe sein. Nicht wissen, ob man geliebt wird, ist Folter.”

Damit der Mann also auch bestimmt nicht vergisst, was er an mir hat, habe ich ihn mit einer kleinen Liebesbotschaft überrascht.

Kleine Liebesbotschaft
Ihr ahnt es schon: nachdem ich das Motiv gezeichnet und die Schrift arrangiert hatte, habe ich alles mit der Silhouette Cameo ausschneiden lassen. Den Scherenschnitt habe ich dann mit Sprühkleber auf einen Stoffrest geklebt und den wiederum auf nochmal ein Stück Karton als Verstärkung. Abschließend habe ich rundum überstehenden Stoff und Papier abgeschnitten, sodass eine schöne Karte entstanden ist.

Es ist zwar nicht gerade Valentins-Tag, aber gefreut hat sich der Mann dennoch sehr darüber und hat die Karte gleich mit in die Agentur genommen um sie dort auf seinen Schreibtisch zu stellen! 

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Ein neues Gadget in meinem Bat-Gürtel!

Ich habe ein neues Gadget in meinem Grafiker-Bat-Gürtel! Und zwar habe ich mir einen lange gehegten Traum erfüllt und heimlich eine Silhouette Cameo gekauft. Wer damit jetzt nichts anfangen kann: es handelt sich um einen Schneidplotter, mit dem man natürlich Papier, aber auch viele andere Materialien wie Vinyl, dünnes Holz, Kork, Moosgummi, Stempelmaterial und natürlich T-Shirt-Folie schneiden kann. Was liegt also näher, als zum ersten Test ein thematisch passendes Shirt zu plotten?

Batman-T-Shirt
Dieses Motiv hätte ich mir natürlich auch per Hand aus Folie ausschneiden können, aber alleine der Umstand, dass das Maschinchen nur die schwarze Bügelfolie schneidet und den durchsichtigen Träger stehen lässt, macht die Sache um sooo vieles professioneller und einfacher. 
Und tatsächlich hätte ich so ein Ass im Ärmel schon unzählige Male in meinem Grafiker-Leben gut gebrauchen können. Angefangen beim Adventskalender, über die Kirsch-Marmelade-Etiketten bis hin zum Weihnachts-Shirt, bei dem ich mir fast die Finger abgebrochen hätte, beim schneiden.

Bei diesem ersten Versuch habe ich schwarze Folie auf ein schwarzes T-Shirt gebügelt. Das ging supergut und hält auch nach dem ersten Waschen phantastisch. So Ton in Ton wird das Logo nur im geheimnisvollen Streiflicht sichtbar, ganz wie’s dem dunklen Rächer gefällt. Und ich glaube ich weiß jetzt auch, warum Batman sich vornehmlich in dunklen Ecken herumtreibt: Es ist wird nämlich verdammt warm, wenn man komplett in Schwarz in der prallen Sonne rumsteht 

Mit meinem ersten Werk bin ich ganz zufrieden und in Zukunft wird hier bestimmt so einiges geschnitten, geprägt und gezeichnet (ja, das Super-Tool kann auch mit einem Stift zeichnen! ). Ihr dürft also gespannt sein, was meinem Kreativ-Hirn so alles zum Thema plotten einfällt.

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