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Nördlingen

Wieder zurück in der Gegenwart…

kann ich euch nun von meinem kleinen Ausflug in die Vergangenheit berichten.

Nördlingen war wie immer total verwandelt. Die Gassen haben sich in Zeltlager verwandelt und die fahrenden Kaufleute hatten allerhand Schmuckes herzuzeigen. Man konnte alle möglichen alten Handwerke sehen und für den Umzug holten die alt eingesessenen Rieser ihre Trachten heraus.
Herrlich! Aber seht selbst:

Stadtmauerfest 2013

Wie versprochen hier auch noch ein paar stilechte Fotos vom Mieder, das ich letzte Woche für diesen Anlass schnell gezaubert habe. Ich habe damit sehr gut ins allgemeine Stadtbild gepasst, denke ich.

Am Ende war es nicht nur ein Ausflug in die Vergangenheit meiner Heimatstadt, sondern auch in meine eigene. Nun bin ich schon seit 10 Jahren Münchnerin und dennoch bleibt Nördlingen einer meiner Lieblingsorte auf dieser Welt. Für mich Grund genug euch diesen „Lieblingsort“ beim „Beauty is where you find it #75“ von Luzia Pimpinella zu zeigen ;-)

Das werte Burgfrollein berichtet!

Am kommenden Wochenende findet in meiner Heimatstadt Nördlingen wieder das Historische Stadtmauerfest statt. Alle drei Jahre tummeln sich dann Burgfrolleins und Fußvolk in der auf Mittelalter getrimmten Altstadt und ich bin jedes Mal gespannt wie ein kleines Kind auf die vielen Spielmänner und Kaufleute.

Zu diesem Anlass habe ich natürlich ein standesgemäßes Gewand, damit ich im Trubel nicht auffalle. Als ich dieses aber Anfang der Woche zum probetragen aus meinem Schrank hervorgebuddelt hatte, musste ich beschämt zugeben: Ich habe in den letzten drei Jahren ordentlich zugelegt und (zwar auch schon ein bisschen davon wieder abgenommen, aber) das Mieder passt einfach nicht mehr!

Bevor ich mich als „Tourist in der eigenen Heimatstadt“ oute, machte ich mich also gleich daran ein neues Oberteil zu nähen. Wohlgemerkt mit Schnürung und nicht mit Reißverschluss wie das alte (man weiß ja nie) ;-)

mittelalterliches Mieder

Der Stoff stammt – wie der Stoff für die Tasche mit dreieckigem Boden – aus dem Fundus der Mutti vom Mann. Sie hat eine Menge Möbelstoffe und so war dieser perfekt geeignet um ein festes Schnür-Mieder zu werden.
Aus Zeitmangel konnte ich keine echten Miederstäbchen auftreiben, also bin ich kurzerhand in den Baumarkt gefahren und habe dort rostfreien Edelstahl-Draht besorgt. Ich bin überrascht wie gut das funktioniert und wie einfach der Draht zu verarbeiten war. Für mich ist das auf jeden Fall eine Alternative zu den teueren Spiralstäbchen aus dem Fachhandel.
Den Schnitt habe ich zuerst von der Weste #2 abgekupfert und mittels Probestück so lange weiterentwickelt bis alles passte. Erst dann habe ich den richtigen Stoff zugeschnitten.
Das Schnürband ist noch provisorisch. Ich habe vor, mir am Markt ein passendes Band zu besorgen, sodass ich nicht „nur“ Tand kaufen werde ;-)

Das Mieder ist bei weitem nicht so komplex und ausgearbeitet wie das von Muriel auf das ich hier einmal neidisch hinüberschielen möchte ;-).
Ich habe mich einfach zu spät entschlossen um mir selbst große Experimente zu erlauben, obwohl ich schon ein bisschen stolz bin, dass das Teil noch rechtzeitig zum RUMS #36 und nach nur zweieinhalb Tagen Arbeit aus meinem Maschinchen gehüpft ist. :-P
Eigentlich müsste ich ja noch einen passenden neuen Rock schneidern, denn der alte wirkt zum neuen Mieder jetzt fast ein bisschen schäbig. Aber das wird dann einfach das Projekt für 2016. ;-)

Ich denke so kann ich mich auf dem historischen Markt erst einmal sehen lassen! Bestimmt ist der Mann so nett mich dort in stilechtem Ambiente abzulichten, sodass ich nächste Woche Beweisfotos nachreichen kann.

Saftig gelbes Rapsfeld

Gerade noch rechtzeitig zum color me happy #8 mit dem Thema „Mellow Yellow“ bei Was Eigenes und Jolijou, bin ich über diese Fotoserie gestolpert, die ich vor einiger Zeit beim Besuch in meiner alten Heimat Nördlingen fotografiert habe. Für mich natürlich Grund genug sie euch heute zu zeigen.

Ich weiß noch, es war einer dieser unvergesslich heißen Sommertage, an denen es jeden Moment anfangen kann zu donnern und zu blitzen. Da sah ich von der Straße aus dieses Rapsfeld vor dem gewittrigen Himmel leuchten und musste natürlich sofort anhalten um das Spektakel festzuhalten. Ich hatte nur ein paar Minuten Zeit, bevor sich der blaue Himmel in düsteres grau verwandelte und ein fürchterliches Unwetter begann. Toll solche Momente, oder?

Rapsfeld vor dem Gewitter

Sag Ja zu Nö!

Vergangenes Wochenende war ich wieder einmal „Zuhause“ in Nördlingen. Für mich Grund genug ein paar Bilder von der Nördlinger Stadtmauer auszugraben und euch meine schwäbische Heimat zu zeigen.

Nördlingen