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Rezept

Österliche „Topfpflanzen“

Zugegebenermaßen: ich habe mich inspirieren lassen und die Idee stammt nicht von mir selbst, aber ich fand meine diesjährigen Ostergeschenke einfach zu süß, um sie nicht mit euch zu teilen!Oster-Muffin

Als kleine Aufmerksamkeit für die lieben Kollegen, Freunde und Verwandten habe ich österliche Muffins im Topf gebacken. Dazu habe ich mir ein supersaftiges, sündiges Schokokuchen-Rezept gesucht, das seine Köstlichkeit auch im kleinen Maßstab nicht verloren hat. Wer also mit Allergien und Unverträglichkeiten zu kämpfen hat, sollte die Fastenzeit hier lieber noch ausdehnen.

Die Tontöpfe habe ich im Baumarkt erstanden und auch die Karotten habe ich fertig gekauft und mir so – faul wie ich bin – etwas Arbeit erspart.

Angekommen sind die österlichen „Topfpflanzen“ natürlich supergut und alle waren von der Idee einen echten Tontopf zu benutzen regelrecht begeistert!

Also: Wie hab ich’s gemacht?

Zur Deko braucht ihr.
. 16 bis 24 kleine Tontöpfe mit mindestens 6 cm Durchmesser (heiß ausgewaschen, damit kein Ton-Staub mehr am Topf hängt)
. 16 bis 24 kleine Marzipankarotten (oder Marzipan und Lebensmittelfarbe, um diese selbst zu basteln ;-))

Das muss rein.
. 100 g Zartbitterschokolade
. 4 Eier
. 80 g brauner Zucker
. 100 g weißer Zucker
. 250 g weiche Butter
. 1 EL flüssiges Vanille-Aroma
. 1/2 TL Salz
. 120 g Mehl
. 3 EL Kakao
. 1 TL Weinsteinbackpulver
. 2 EL Stärke
. 100 g gemahlene Mandeln
. 50 g Schokostückchen

Um es so zusammen zu rühren.
. Zuerst das Wasserbad zum Schmelzen der Schokolade aufsetzen und den Backofen auf 180° C vorheizen.
. Die Schokolade dann in Stücke brechen und im Wasserbad langsam schmelzen.
. Während dessen die Eier trennen.
. Die Eiweiße jetzt in einer hohen Schüssel steif schlagen und zur Seite stellen.
. Dann die Eigelbe mit den beiden Zuckerportionen in einer großen Rührschüssel rühren bis die Masse blassgelb und schaumig wird.
. Anschließend die weiche Butter, die flüssige Schokolade und das Vanille-Aroma dazu geben und alles noch einmal ordentlich rühren bis die Butter gleichmäßig untergemengt ist.
. Jetzt die trockenen Zutaten – Salz, Mehl, Kakao, Backpulver, Stärke und Mandeln – zugeben und den Teig noch einmal einige Minuten gut verquirlen.
. Zum Schluss werden mit einem Schneebesen zuerst die Schokostückchen und dann das Eiweiß untergehoben, sodass ein luftiger Teig entsteht.

Um es dann so zu backen.
. Den Teig jetzt mit einem kleinen Löffel auf die Töpfchen verteilen. Mit der o.g. Menge konnte ich 18 Töpfchen füllen. Sie sollten nur bis etwa 1 cm unter den Rand gefüllt werden, da der Teig sonst unschön überläuft.
. Die Töpfe auf ein Backblech stellen und bei 180°C etwa 15 bis 20 Minuten lang backen. Um sicher zu gehen dass der Teig innen fest ist, am besten die Stäbchenprobe machen.

Und schließlich so zu dekorieren.
. Frisch aus dem Ofen sind die Töpfe sehr heiß. Ich habe sie deshalb über Nacht auskühlen lassen und erst am nächsten Morgen weitergemacht.
. Mit einer Gabel oder einem Schaschlikspieß vorsichtig die oberste Schicht der Muffins abnibbeln, sodass das bröselige Innere des Kuchens zu sehen ist.
. Dann ein kleines Loch in die Mitte des Töpfchens machen und da hinein je eine Karotte „pflanzen“.

Tipps.
. Du hast keine Tontöpfe zur Hand, aber die Karotten schon? Dann backe den Kuchen als Ganzes in einer Kastenform und gestalte ein großes Karottenbeet. Schäle dazu ebenfalls die obere Kruste des Kuchens ab und „pflanze“ die Karotten in Reih und Glied neben- und hintereinander.
. Du kannst keine Töpfe bekommen oder willst keinen Ton benutzen? Probiere es mit Muffin-Förmchen aus Papier. Es gibt auch Förmchen die einfarbig braun oder rot sind und den Topf gut ersetzen können.
. Die Karotten die du bekommen hast, sind nicht völlig rund sondern haben einen flachen Boden? Knete das Marzipan mit warmen Händen vorsichtig um die Ecken abzurunden.
. Du hast keine Karotten bekommen können? Bastle aus Marzipan und Lebensmittelfarbe selbst kleine Deko-Karöttchen.
. Es ist garnicht Ostern, aber du möchtest die Idee trotzdem umsetzen? Benutze zur Deko keine Karotten sondern probiere es mit kleinen Rosen, Pilzen, Schweinen, Regenwürmern, Keks-Grabsteinen oder Blättern als Deko, und style die Töpfchen damit zum Mitbringsel für viele andere Anlässe.

Viel Vergnügen beim Nachbacken und ein fröhliches Osterfest euch allen!

. M-Beutel


12-Stunden-New-York-Cheesecake

In den letzten Wochen hat mich die Low-Carb-Welle gepackt und nun bin ich ständig auf der Suche nach hintersinnigen Rezepten, die ich sündenfrei genießen kann. Bei meinen Recherchen bin ich auf diesen wundertollen New-York-Cheesecake gestoßen und – was soll ich sagen – der Unterschied ist selbst für den skeptischen Mann kaum zu schmecken.
Käsekuchen
Fatalerweise dauert es ganze 12 Stunden, bis das Naschwerk endlich schlachtbereit ist. Aber nachdem ich erst einmal das Rezept halbiert und probegebacken hatte, war ich so begeistert von meinem Kunstwerk, dass ich es unbedingt für die Nachwelt festhalten und in Szene setzen musste.

Nicht mehr so Low-Carb ist natürlich die Variante mit Himbeer-Spiegel, aber Versionen mit Früchten oder Kakao sind bestimmt auch irrsinnig lecker…

Ich fürchte es gibt noch einiges zu schleckern in den nächsten Wochen! 

. M-Beutel


Kirsch-Sirup & Etiketten

Unser riesenhafter Kirschbaum hängt dieses Jahr wieder voller herrlicher Kirschen. Leider ist für uns nur ein geschätztes Zehntel mit Hängen und Würgen erreichbar, und so müssen wir den größten Teil für die lieben Vögelein hängen lassen. Aus der restlichen Ernte habe ich gestern köstlichen Kirsch-Sirup gekocht und die Flaschen sogleich mit einem adäquaten Etikett versehen.

Flaschen mit Kirsch-Sirup

Für den Sirup habe ich lange nach einem Rezept gesucht, und mich nach einigem Hin und Her für folgende Variante entschieden:

Rezept für Frucht-Sirup

Das muss rein.
. 2 Teile Früchte
. 1 Teil Wasser
. 1 Teil Zucker
. etwas Zimt

In diese Gerätschaften.
. großer Kochtopf mit Deckel
. große hitzefeste Schüssel
. Sieb
. Handtuch
. Trichter
. Kochlöffel
. Schöpflöffel
. Glasflaschen mit Bügelverschluss

Um folgendes damit zu tun.
. Die Früchte waschen aber nicht entsteinen.
. Dann in einem großen Topf mit dem Wasser aufkochen und mit Zimt würzen.
. Das Ganze dann mit einem Kartoffelstampfer so gut es geht zerdrücken.
. Die Früchte so 15 Minuten köcheln lassen und immer wieder umrühren und stampfen.
. Inzwischen eine große, hitzefeste Schüssel mit Sieb und Handtuch in die Spüle stellen.
. Die heiße Brühe dann in das Handtuch gießen und abtropfen lassen.
. Dann den Backofen auf 100°C vorheizen.
. Die etwas erkalteten Früchte im Handtuch ordentlich auswringen.
. Dann den Kirschsaft wieder in einen Topf füllen und auf den Herd stellen.
. Den Zucker dazugeben und alles wieder zum Kochen bringen.
. Dabei immer wieder rühren damit sich der Zucker auflöst und nichts überschäumt.
. In der Zwischenzeit die Glasflaschen für 10 Minuten in den 100°C heißen Backofen legen.
. Nach 30 Minuten Einkochzeit den Topf vom Herd nehmen und neben die Spüle stellen.
. Die desinfizierten Flaschen aus dem Backofen nehmen und in die Spüle stellen.
. Dann mit Trichter und Schöpflöffel Flasche für Flasche bis oben hin füllen.
. Die heißen Flaschen dann sofort vorsichtig verschließen.

Und am Ende dieses zu erhalten.
. aus einem Kilo Früchte ergibt sich so etwa ein Liter Sirup
. die Prozedur dauert etwa zwei Stunden, wenn man nicht hetzen will

Leider kann ich noch nicht sagen wie lange sich der Sirup in den Flaschen hält, da es mein erstes Mal „ein-sirupen“ war. Was ich aber sagen kann: Der Sirup schmeckt auf jeden Fall superb und dieses wird nicht mein letztes Mal gewesen sein. Auch wenn die Küche danach einem blutigen Schlachtfeld gleicht und die Hände dringende Abkühlung in kaltem Wasser notwendig haben ;-)