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Kochen

Mein erstes echtes Sauerteigbrot!

Schon seit ein paar Jahren, stelle ich immer wieder meine Brotback-Künste auf die Probe. Oft backe ich perfekt getimed mit dem Brotbackautomaten, mache Experimente mit Low-Carb-Varianten und greife dabei natürlich auch oft genug daneben, wenn es darum geht blauäugig Zutaten zu ersetzen oder weg zu lassen.

Natürlich habe ich auch schon viele Sauerteigbrote gebacken, habe dazu aber immer auf fertigen Sauerteig in flüssiger oder pulverform zurückgegriffen. Jetzt hat mich der Ehrgeiz gepackt und ich habe meinen ersten echten Sauerteig-Versuch hinter mir. Erfolgreich – wie ich glaube – und selbst der Mann war begeistert!

Sauerteigbrot
Um ein wirklich traditionelles Brot zu zaubern, habe ich zu aller erst den Sauerteig angesetzt. Bei Fräulein M. kocht! habe ich eine tolle Anleitung gefunden und damit begonnen meinen Teig fünf Tage lang brav zu füttern.

Bereits an Tag #2 ist mir dabei ein Anfängerfehler unterlaufen: das Weckglas, in dem ich den Teig neben die Heizung platziert hatte, war eindeutig zu klein und die blubberige Mischung schwabbte über. Also Memo an mich: Zukünftig ein Gefäß von mindestens 1 Liter Fassungsvermögen benutzen! 

An Tag #6 war es dann so weit: aus dem gärenden Gebräu sollte der eigentliche Brotteig entstehen.
Es gibt wohl die Faustregel, dass man für ein Roggensauerteigbrot genauso viel bis doppelt so viel frischen Sauerteig wie auch Roggenmehl verwenden sollte (je nach dem, wie sauer das Brot werden soll), also habe ich mir folgendes Rezept zurecht gelegt:

Das muss rein.
. 330ml Wasser (ggf. weniger)
. 220g Roggenvollkornmehl
. 120g Haferkleie
. 80g Weizenvollkornmehl
. 10g Salz
. 10g Zucker
. 330g frischer Sauerteig

Um zu testen wie diese ursprüngliche Art zu backen funktioniert, habe ich komplett auf die Zugabe von Hefe verzichtet.

Beim Teig kneten musste ich feststellen, dass mir alles doch etwas zu feucht geraten ist und musste noch Mehl zugeben. Also nochmal eine Memo an mich: Wasser nur Schluckweise einarbeiten bis die Konsistenz stimmt!

Als ich einen schönen Laib geformt hatte, wälzte ich ihn einmal in Mehl, legte ihn in ein gut bemehltes Gärkörbchen und stellte ihn neben die Heizung.
Ich hatte zuvor gelesen dass der Teig bis zu 6 Stunden gehen soll und war schon ganz aufgeregt was sich jetzt im Körbchen tun würde. Nach einer Stunde war dann enttäuschenderweise noch nicht viel zu sehen, sodass ich mich nach kurzer Internetrecherche entschied den Teig doch über Nacht insgesamt ganze 12 Stunden gehen zu lassen.
Tatsächlich habe ich diese Entscheidung nicht bereut, denn am nächsten Morgen war der Teig schön aufgegangen. Beim nächsten Mal werde ich vielleicht noch einmal an der Feuchtigkeit des Teigs drehen und vielleicht noch mehr Sauerteig zufügen. Dennoch war ich sehr überrascht, dass der Klumpen aus Mehl und Wasser – ohne die Zugabe von Hefe – imstande war so fluffig auf zu gehen! 

Anschließend ging’s ab in den Ofen. Ich hatte ihn auf 250°C vorgeheizt, stellte dann ein Schälchen mit Wasser auf den Ofenboden und ließ den Teig 10 Minuten anbacken. Dann stellte ich die Temperatur auf 200°C herunter und backte das Brot weitere 65 Minuten.
Im Nachhinein ist die Kruste schon seeehr rösch geworden, sodass ich beim nächsten Mal die Zeit um 10 Minuten verkürzen werde. Das ist bestimmt von Ofen zu Ofen anders und muss vermutlich jeder selbst herausfinden.

Also so muss gebacken werden.
. Wasserschale in den Ofen
. 10 Minuten | 250°C
. 55 Minuten | 200°C

Zurück zur Kruste: tatsächlich macht genau diese unglaublich tolle Kruste nämlich trotz allem ganz schön was her, an so einem Brot. Bisher hatte ich immer normale bis mäßige Krusten produziert und im Brotbackautomaten ist das sowieso ein Thema für sich. Fakt ist, dass das nun schon ein schlagendes Argument für’s traditionelle Ofenbacken ist.
Wir haben mein Werk natürlich gleich zum Frühstück probiert und ich muss gestehen: all die Arbeit hat sich wirklich gelohnt! Der Geschmack ist nicht zu vergleichen mit „normalen“ Broten – sehr viel weniger hefelastig natürlich, aber auch sehr fein und ursprünglich eben.

Zukünftig wird es auf jeden Fall noch viele Varianten dieses Sauerteigbrotes geben. Vor allem schon deshalb, weil vom Sauerteig ja immer etwas für’s nächste Brot übrig bleibt. Diesen Rest kann man bis zu 10 Tage im Kühlschrank aufheben und wenn man ihn immer wieder füttert sogar länger, sodass es also fast schon natürlich vorbestimmt ist, dass regelmäßig gebacken wird. 

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12-Stunden-New-York-Cheesecake

In den letzten Wochen hat mich die Low-Carb-Welle gepackt und nun bin ich ständig auf der Suche nach hintersinnigen Rezepten, die ich sündenfrei genießen kann. Bei meinen Recherchen bin ich auf diesen wundertollen New-York-Cheesecake gestoßen und – was soll ich sagen – der Unterschied ist selbst für den skeptischen Mann kaum zu schmecken.
Käsekuchen
Fatalerweise dauert es ganze 12 Stunden, bis das Naschwerk endlich schlachtbereit ist. Aber nachdem ich erst einmal das Rezept halbiert und probegebacken hatte, war ich so begeistert von meinem Kunstwerk, dass ich es unbedingt für die Nachwelt festhalten und in Szene setzen musste.

Nicht mehr so Low-Carb ist natürlich die Variante mit Himbeer-Spiegel, aber Versionen mit Früchten oder Kakao sind bestimmt auch irrsinnig lecker…

Ich fürchte es gibt noch einiges zu schleckern in den nächsten Wochen! 

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Kirsch-Marmelade & Etiketten

Kürzlich war bei uns ja alljährliche Kirsch-Ernte und da vom letzten Jahr noch Sirup übrig ist, habe ich mich dieses Mal an Marmelade versucht.

Das war viel einfacher als anfangs befürchtet, hat aber eine riesen Sauerei in der Küche hinterlassen. 

Zuerst habe ich die Kirschen gewaschen, entkernt und mit dem Pürierstab etwas zerkleinert. Dann habe ich alles zusammen mit Gelierzucker, Zitrone und etwas Zimt aufgekocht und die heiße Brühe anschließend mit Hilfe eines ::Achtung! Geheimtipp:: Teigportionierers in die Gläschen abgefüllt und sofort verschlossen.

Die vielen Gläser habe von der Mutti vom Mann ausgeliehen. Die hat nämlich einen riesigen Schrank voller Einmach-Utensilien in der Garage. Allerdings sind alle Gläser unterschiedlich groß, was eine schöne Herausforderung für ein gemeinsames Etikett war 
Am Ende ist das aber ganz gut gelungen, wie ich finde und passt natürlich super zu den Sirup-Etiketten vom letzten Jahr.

Kirschmarmelade & Etiketten

Wir haben die Marmelade natürlich gleich probiert und sie hat sogar den Geschmackstest der einmacherfahrenen Mutti vom Mann stand gehalten!

So geprüft und fein gemacht können sich die Gläschen jetzt auf die Reise in befreundete Kühlschränke und natürlich zum art.of.66 begeben.

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Kirsch-Sirup & Etiketten

Unser riesenhafter Kirschbaum hängt dieses Jahr wieder voller herrlicher Kirschen. Leider ist für uns nur ein geschätztes Zehntel mit Hängen und Würgen erreichbar, und so müssen wir den größten Teil für die lieben Vögelein hängen lassen. Aus der restlichen Ernte habe ich gestern köstlichen Kirsch-Sirup gekocht und die Flaschen sogleich mit einem adäquaten Etikett versehen.

Flaschen mit Kirsch-Sirup

Für den Sirup habe ich lange nach einem Rezept gesucht, und mich nach einigem Hin und Her für folgende Variante entschieden:

Rezept für Frucht-Sirup

Das muss rein.
. 2 Teile Früchte
. 1 Teil Wasser
. 1 Teil Zucker
. etwas Zimt

In diese Gerätschaften.
. großer Kochtopf mit Deckel
. große hitzefeste Schüssel
. Sieb
. Handtuch
. Trichter
. Kochlöffel
. Schöpflöffel
. Glasflaschen mit Bügelverschluss

Um folgendes damit zu tun.
. Die Früchte waschen aber nicht entsteinen.
. Dann in einem großen Topf mit dem Wasser aufkochen und mit Zimt würzen.
. Das Ganze dann mit einem Kartoffelstampfer so gut es geht zerdrücken.
. Die Früchte so 15 Minuten köcheln lassen und immer wieder umrühren und stampfen.
. Inzwischen eine große, hitzefeste Schüssel mit Sieb und Handtuch in die Spüle stellen.
. Die heiße Brühe dann in das Handtuch gießen und abtropfen lassen.
. Dann den Backofen auf 100°C vorheizen.
. Die etwas erkalteten Früchte im Handtuch ordentlich auswringen.
. Dann den Kirschsaft wieder in einen Topf füllen und auf den Herd stellen.
. Den Zucker dazugeben und alles wieder zum Kochen bringen.
. Dabei immer wieder rühren damit sich der Zucker auflöst und nichts überschäumt.
. In der Zwischenzeit die Glasflaschen für 10 Minuten in den 100°C heißen Backofen legen.
. Nach 30 Minuten Einkochzeit den Topf vom Herd nehmen und neben die Spüle stellen.
. Die desinfizierten Flaschen aus dem Backofen nehmen und in die Spüle stellen.
. Dann mit Trichter und Schöpflöffel Flasche für Flasche bis oben hin füllen.
. Die heißen Flaschen dann sofort vorsichtig verschließen.

Und am Ende dieses zu erhalten.
. aus einem Kilo Früchte ergibt sich so etwa ein Liter Sirup
. die Prozedur dauert etwa zwei Stunden, wenn man nicht hetzen will

Leider kann ich noch nicht sagen wie lange sich der Sirup in den Flaschen hält, da es mein erstes Mal „ein-sirupen“ war. Was ich aber sagen kann: Der Sirup schmeckt auf jeden Fall superb und dieses wird nicht mein letztes Mal gewesen sein. Auch wenn die Küche danach einem blutigen Schlachtfeld gleicht und die Hände dringende Abkühlung in kaltem Wasser notwendig haben ;-)