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Schnitt

Wundertolle Ledergamaschen

Ihr kennt das bestimmt: manche Projekte sind im Kopf schon fünf mal fertig gedacht, das Material schon seit Monaten gekauft und begierig wartend in etwas ganz Einzigartiges verwandelt zu werden und doch dauert es Wochen – ach was sag ich – JAHRE!! bis die ach so vielbeschäftigten Hände es endlich schaffen all das Fertiggedachte umzusetzen.

Genau dieses Schicksal teilten bis vor ein paar Tagen meine neuen gar wundertollen Ledergamaschen! 
Wundertolle Ledergamaschen
Bereits im letzten Winter hätten die Schätzchen meine Hobbitfüße zieren können aber es hat nicht sollen sein. 
Vor ein paar Tagen habe ich das Projekt dann endlich in Angriff genommen (noch einen Winter verstreichen zu lassen, konnte ich schwerlich vor der Welt und vor mir selbst rechtfertigen) und folgendermaßen bin ich dann vorgegangen:

Da ich mit meinen gstandnen Wadln einfach nicht in den deutschen Durchschnittsdamenstiefel passe, wollte ich mir (neue) Stulpen machen, die mir die verschiedensten Schuhe im Schrank rock- und wintertauglich machen. Das außerwählte Paar Stiefel, für die die Gamaschen am Ende perfekt passen sollten, sind schwere Stiefel mit niedrigem Schaft in die ich bequem reinpasse.

Als erstes habe ich einen der Schuhe angezogen, mein Bein locker mit Frischhaltefolie umwickelt und anschließend sorgfältig mit Klebeband fixiert. Dabei habe ich darauf geachtet die Waden nicht einzuschnüren. Dann habe ich mit Folienstift aufgezeichnet wo die Gamaschen beginnen und enden sollen und mir auch überlegt, an welcher Stelle eine Teilungsnaht schön wäre. Entlang einer der Linien habe ich die Folie dann vom Bein geschnitten und hatte somit schon meinen ersten Rohschnitt.

Als nächstes habe ich die Schnitteile auf Nesselstoff übertragen und die Teile zusammen genäht. Bei der ersten Anprobe ergaben sich ein paar kleine Korrekturen, die ich direkt auf das Stoffmodell angewendet habe sodass ich schnell ein passendes Stoffstulpen-Modell hatte. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass meine Beine total asymetrisch geformt sind, habe ich diese Stoffstulpe nun an beiden Beinen ausführlich angepasst und schließlich für gut befunden.

Die Stoffteile habe ich im Anschluss wieder geteilt und davon einen Papierschnitt angefertigt. Den habe ich ordentlich mit Notizen versehen, damit ich später noch weiß welches Teil wie herum mit welchem anderen Stück zusammen gehört. Wie fatal es ist hier nachlässig gewesen zu sein, merkt man immer erst hinterher!

Und dann war es so weit: der Zuschnitt aus Leder!

Wenn man teures Material verwendet – wie in meinem Fall ein dickes aber herrlich weiches Lederstück das ich online erstanden habe – dann ist man ja immer aufgeregt und sehr aufmerksam damit nichts schief geht. Vor allem bei eigenen Schnitten die ich noch nie genäht habe ist das für mich jedes Mal ein sehr aufregender Moment.
Beim Zuschneiden habe ich deshalb darauf geachtet nichts verkehrt herum oder doppelt zuzuschneiden und die Stücke auch nicht durcheinander zu würfeln. Insgesamt waren es zwar nur zwei Mal drei Teile aber ich habe dennoch einen halben Quadratmeter Leder verbraucht.

Bereits auf dem Schnitt hatte ich mir die Lochleiste für die Druckknöpfe angezeichnet und diese dann mit Kreide auf das Material übertragen. Insgesamt 40 Löcher musste ich mit der Zange stanzen, damit es später eine ebenmäßige Knopfleiste mit 10 Knöpfen ergibt.

Der scheinbar leichteste Teil – das Nähen – ist mit so dickem Material ja doch nicht so einfach, aber wie schon so oft hat mich meine alte, schwere Bernina (mit Ledernadel bewehrt) nicht im Stich gelassen. Ich habe die Teile etwa einen Zentimeter überlappend zusammen gesteppt und dazu Stickgarn benutzt, das etwas dicker und reißfester als normales Garn ist. Neben diese erste Steppnaht habe ich dann noch eine zweite gesetzt, sodass die Naht mehr Stand erhält und aussieht als ob sie mit einer Doppelnadel genäht worden wäre.

Eine lockere Zwischenanprobe fühlte sich gut an, sodass ich gleich die Druckknöpfe angebracht habe. Brünierte Knöpfe habe ich dazu verwendet, weil ich für diese Stulpen einen eher gedeckten Look wollte.
Bei der nächsten Anprobe dann der Schock: Alles viel zu weit!! 
Was sich gerade noch bequem angefühlt hatte, war im zugeknöpften Zustand einfach viel zu groß um jemals bequem zu sein oder seinen Zweck zu erfüllen. Etwa vier Zentimeter zu viel Material hatte ich da um meine Beine schlackern.
Kurzentschlossen nahm ich mir die Schnitteile zur Brust, zeichnete an zweien die zusammen stoßen jeweils zwei Zentimeter weniger ein und übertrug die neuen Maße auf die (fast fertigen) Gamaschen. Beherzt schnitt ich dann die übermäßigen 4 Zentimeter an der richtigen Stelle heraus und nähte die offene Kante ein zweites Mal zusammen – diesmal dafür umso routinierter – und siehe da: Die folgende Anprobe zeigte zwei perfekt auf Maß geschneiderte Stulpen! 

Erleichtert brachte ich zum Schluss noch zwei Stege am unteren Ende der Gamaschen an. Die Gummibänder sollen helfen dass sich die Stulpen nicht drehen und nicht nach oben rutschen.

Nachdem ich die Schätzchen nun schon ein paar Mal in freier Wildbahn getestet habe muss ich mir selbst (leise) auf die Schulter klopfen. Sie passen immernoch perfekt und machen meine derben Stiefel endlich salonfähig.  Die Teilungsnähte sind trotz fehlgelaufenem Schnittmuster genau an den Stellen, an denen ich sie geplant hatte und die dunkle Knopfreihe steuert dem weichen Leder genau den richtigen Materialmix bei.

Ich bin gespannt wie meine glücklichmachende Kreation nach einem Jahr voller Schnee, Regen und Matsch wohl aussehen mag …  Nunja, sollten die Gamaschen dann den Geist aufgeben, kann ich mir  – dank meinem superausgereiften Schnittmuster – ja jederzeit Neue nähen! 

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Endlich können Mutti und Töchterchen im Partnerlook shoppen gehen!

In den letzten Wochen läuft die Schnitt-Maschinerie auf Hochtouren und endlich ist der nächste Step geschafft: Mutti und Töchterchen können endlich im Partnerlook shoppen gehen! 

Malou-Paris Schnitte Kid
Wie ich euch bei den Erwachsenen-Modellen schon verraten habe, sind die Schnitte von Malou Paris „For every body“, also für jedes Niveau und für jeden Körpertyp gedacht und jetzt sogar auch für die ganz Kleinen realisierbar.

Wieder habe ich die handgezeichneten Schnitte unserer Schneiderin digitalisiert und Anleitungen in Anlehnung an die Erwachsenen-Modelle dazu gestaltet. Auch die Kinder-Schnitte sind natürlich dreisprachig – deutsch, englisch und französisch – denn wir nehmen den Slogan „For every body“ nämlich ganz genau! 

Wer noch mehr über die neuen Schnitte wissen will, schaut am besten mal direkt bei Malou-Paris vorbei.

Und als nächstes dürft ihr euch dann auf die Ergänzungs-Sets freuen, mit denen ihr die Grundschnitte super einfach abwandeln könnt. Verschiedene Ausschnitte oder Taschen sind dann gar kein Problem mehr. 

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Ein neues Projekt hat es in die Welt geschafft!

Viele von euch fragen sich bestimmt, warum es hier in den letzten Wochen gar so still geworden ist und endlich darf ich drüber berichten was mich derweil so beschäftigt hat, denn: ein neues Projekt hat es in die Welt geschafft.

Schon seit März arbeiten wir im Team an einer neuen Reihe Schnittmuster und mein Part war es natürlich sich um die gestalterische Aufmachung zu kümmern.

… und so sehen unsere Babys aus:

Malou-Paris Schnitte Woman

Nachdem klar war dass wir Schnitte „For every body“, also für jedes Niveau und für jeden Körpertyp machen wollten, hat sich unsere Schneiderin erst einmal mit der Schnitterstellung beschäftigt. Eine kleine Doktorarbeit, bei der viel Rechenarbeit und Handzeichnen anfällt, viel Probenähen und ausprobieren.
Diese handgezeichneten Schnitte habe ich dann digitalisiert und eine Anleitung dazu gestaltet. Ich habe die Schneiderinnen und das Modell beim probenähen fotografiert und mir jeden Schritt akribisch genau angeschaut, damit später im Booklet auch keine Logikfehler auftauchen. Die Schritte habe ich dann mit Text, Fotos und Illustrationen gestaltet, sodass beim nachnähen wirklich nichts schiefgehen kann.
Unsere Anleitungen sind am Ende sogar dreisprachig – deutsch, englisch und französisch – wir nehmen den Slogan „For every body“ also wirklich ganz genau! 

Nachdem meine Arbeit getan war, hat sich noch eine weitere Agentur um die Verpackung, das Marketing und den Druck gekümmert – ein so großes Projekt kann man einfach nicht alleine stemmen – und doch bin ich ein bisschen stolz auf unser gemeinsames Baby.

Nachdem die Erwachsenen-Schnitte jetzt schon bei Malou-Paris erhältlich sind, folgen bald auch die passenden Kinder-Versionen. So können Mami und Töchterchen im perfekten Partnerlook vor der Eisdiele flanieren. 

Als besonderen Clou wird es für die Schnitte außerdem Ergänzungs-Sets geben, mit denen ihr die Grundschnitte supereasy abwandeln könnt. Ob Wasserfall-Ausschnitt oder seitliche Eingrifftaschen: für all eure Ideen haben wir vorgesorgt!

Verzeiht also bitte die Stille hier in den nächsten Wochen noch ein wenig und tröstet euch mit der Vorfreude auf eine wirklich außergewöhnliche neue Reihe an Must-Sew-Projekten! 

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Lieber spät als nie …

Gut dass ich mich zu diesem Herbstjacken-Sew-Along angemeldet habe, denn wie sich jetzt herausstellt, gibt es gefühlte tausend kleine aber uuuunglaublich wichtige Dinge, die den Mantel immer wieder sanft aber nachdrücklich aus meinem  Köpfchen kicken. 

Umso wichtiger ist mir der Druck aller Augen, der auf dem Projekt lastet und so zeige ich euch heute – lieber spät als nie – meinen Schnitt zum Mantel.

Herbstjacken-Sew-Along - Schnitt

Also naja.. viel kann man noch nicht sehen… Ich habe mir einen Schnitt aus diversen Kaufmänteln zusammen geschustert und (gerade untenrum) an meine Bedürfnisse angepasst. Oben wird er einen breiten, hohen Kuschelkragen bekommen, unten dagegen wird er weit ausladend sein, damit die dicken Röcke drunterpassen. An den Ärmeln und in der Taille wird es ein Band mit Knopf zum Schmuck geben, außerdem habe ich Taschen vorgesehen.

Den Stoff für den ersten Probemantel kennt ihr ja schon: superbilliger, gewebter Synthetikstoff. Um das Grauen zu komplettieren wird das Innenfutter aus türkisem Fleecestoff und das Ärmelfutter aus grau-grünem Futterstoff. Beide Stoffe hatte ich noch im Fundus und müssen dringend weg. Da es sich ja „nur“ um das Probemodell handelt, war mir diese Kombi gut genug, schließlich will ich mein Budget ja erst beim zweiten Mantel richtig strapazieren. 

Nun könnte ich im Grunde mit dem zuschneiden anfangen, bin mir aber unsicher ob ich nicht lieber erst eine Probe-Probe-Modell aus Nessel nähen soll… Wer weiß wie die Schnitteile zusammen passen…???

Hmm… ich werde da wohl noch einmal in mich gehen und bin gespannt ob ich bis Sonntag in einer Woche dann mehr Disziplin an den Tag legen konnte, sodass ihr dann einen echten Zwischenstand zu sehen bekommt.

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