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Dirndl

Dirndl für obenrum

Als ich kürzlich mein neues Dirndl zum ersten Mal ausführen wollte, habe ich – sofort peinlich berührt – bemerkt, dass ich obenrum ja noch ganz nackig bin. Ein passender Fascinator musste also schleunigst nachproduziert werden.

Fascinator zum Dirndl

Zugegebenermaßen ist der Kopfschmuck diesmal eine Art Upcycling, denn ich hatte noch diese eigenartige Klammer mit Federn herumliegen und habe mir schon lange gedacht, dass ich dieses Kauf-Teil irgendwie aufwerten muss. Aus dem Dirndl-Stoff habe ich also eine Rosette gebastelt und hinter die Feder-Schicht genäht. Obendrauf habe ich ein Reststück von der Blusenspitze und einen Knopf montiert. Und fertig ist das Express-RUMS

Zur Hochsteckfrisur sieht das jetzt richtig festlich aus und passt sich, durch die Drähte, auch an jede Frisur-Form an.

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Dirndl-Sew-Along – das Finale!

Es ist geschafft! Das Wiesn-Outfit ist komplett und scheint mir ganz tragbar zu sein.

Das Dirndl

 

Der eifersüchtige Mann findet den Ausschnitt zu offenherzig und eigentlich laufe ich selten bis nie so tief dekolletiert herum. Aber ein-zweimal im Jahr darf frau doch zeigen wie viel Holz sie vor der Hütt’n hat, oder? 

Mit einem Schmunzeln denke ich zurück an Julias Worte zu Anfang, dass „ein Dirndl auch NUR ein Kleid“ ist (als ob die liebe Julia „NUR“ Kleider nähen würde ). Ein bissl mehr habe ich mir ja dann doch aufgehalst.  Aber überraschenderweise musste ich unterwegs kaum Abstriche machen und bin ganz gut im Zielbereich gelandet – wenn auch zeitlich etwas knapp. Die Idee beim Dirndl-Sew-Along mit zu machen war auf jeden Fall keine verkehrte und  der Zeit- und Leistungsdruck hat schon gehörig angeschoben, muss ich zugeben. Vielen Dank an dieser Stelle an Julia vom MMM für die tolle Ferien-Überbrückungs-Aktion!

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich hinter der Zweiteiligkeit nach wie vor stehe: der Rock sieht einzeln wirklich schön aus und als Dirndl kann ich auch mal einen anderen dazutragen. Schwarz sieht zum Beispiel garnicht schlecht zum Mieder aus (auch wenn die Schürze dann ein bissl kurz wirkt) und ich werde mich bestimmt zum nächsten Jahr hin an ein zweites Mieder wagen, weil dieses erste zwar gut gelungen aber eben nicht perfekt ist.
Sowieso scheint mir das Dirndl-Thema eine Never-Ending-Story zu sein und es gibt immer was hin zu klöppeln dazu zu basteln oder drunter zu nähen. Und so werd ich wohl auf Basis dieses meines ersten Dirndls noch so einiges zusammenschustern. Vielleicht wird ja irgendwann noch eine Nicht-nur-zur-Wiesn-Dirndl-Trägerin aus mir! 

Nun aber auf zur Dirndl-Parade und staunen was die anderen Künstlerinnen am Ende noch gezaubert haben!

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Dirndl-Sew-Along – Bluse und Schürze

Reichlich spät zeige ich euch heute die letzten Komponenten zum fertigen Dirndl: Die Bluse und die Schürze.

Dirndl-Bluse und Schürze

Nachdem ich seit den 90ern schwer vom Bauchfrei-Look abgekommen bin und zudem meine Bluse auch gern zum Mittelalter-Mieder (das ja vorne offen geschnürt ist) tragen möchte, habe ich mich für eine lange Dirndl-Bluse entschieden. Der Schnitt ist (ihr ahnt es schon) eine Eigenentwicklung und wiedermal rundum praktisch gedacht.

Der erste Clou liegt für mich im Stoff: ich habe einen Blusenstoff gefunden der nicht zu landhausig aussieht und dabei auch noch perfekt zum Muster des Schürzenstoffs passt. Solches Glück hat man bei der Stoffsuche unter Termindruck ja selten.

Oben angelehnt an den Schnitt des Mieders, wird die Bluse nach unten hin so weit, dass ich einfach hineinschlüpfen kann. Damit obenrum trotzdem alles sitzt, habe ich hinten zwei dünne Schnürbändchen angenäht. So kann ich sie individuell an meine Figur anpassen.

Der vordere Teil fällt sehr Voluminös aus und sieht ohne Mieder ein bissl viel aus. Ich wollte aber gerne genügend Material haben um alles später zurechtzupfen zu können. Wer jetzt zweifelt wird später überrascht sein, wie gut das in Verbindung mit dem Mieder aussieht. 

Meine Schürze ist technisch ausnahmsweise ganz einfach gearbeitet: oben habe ich den Stoff nur eingehalten und im Schürzenband verschwinden lassen. Das ist bei mir ganze 2,90 Meter lang und vorne mit Bundfix verstärkt. Unten habe ich Spitze und ein Satinband eingearbeitet.

Den Stoff „Huedrawer“ von Echino habe ich euch ja schon gezeigt. Der Mann fand ihn von Anfang an doof, aber ich kann mich fast nicht daran sattsehen und bin sehr froh ihn ausgewählt zu haben.

So halbfertig angezogen begebe ich mich zum MMM in feine Blusengesellschaft und freue mich schon auf Mittwoch um euch dann endlich das Gesamtkunstwerk zu präsentieren.

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Dirndl-Sew-Along – das Mieder

So, der schwierigste und nervenaufreibendste Teil wäre geschafft und ich kann euch heute endlich mein Dirndl-Mieder zeigen.

Dirndl-Mieder

Wie ihr vielleicht noch wisst, habe ich das Mieder erst nach dem Rock genäht, damit ich die Miederlänge genau an den Rock anpassen kann. Das hat auch ganz gut geklappt und die beiden Teile gehen an der richtigen Stelle ineinander über. Damit sie beim bewegen nicht auseinander rutschen können, habe ich Druckknöpfe eingebaut, mit denen man den Zweiteiler zum Kleid zusammen knöpfen kann. Am Mieder habe ich die Knöpfe innen an Laschen befestigt. Die sind so kurz, dass sie auch ohne Rock nicht unten raushängen.

Ich habe mir ja die Herausforderung gestellt, ein größenvariables Mieder zu machen das trotzdem, wie ein übliches Dirndl, nur eine Schmuckschnürung hat. Bei einer „echten“ Schnürung krüppelt ja im Hintergrund immer irgend welcher Stoff, z.B. die Bluse. Das habe ich aber bei meiner Recherche bei keinem einzigen Dirndl so gesehen und wollte daher auf eine eine „echte“ Schnürung als Verschluss verzichten. So habe ich mir ein Reißverschluss-System ausgedacht das mir die Möglichkeit zur variablen Weite gibt.
Es gibt eine vordere Platte, an der rechts und links teilbare Reißverschlüsse eingearbeitet sind. Am Mieder selbst habe ich die Gegenstücke befestigt, sodass die Platte einfach in das Mieder eingesetzt werden kann. Damit ich das ganze enger und weiter machen kann, hat das Mieder auf jeder Seite sogar zwei Reißverschluss-Gegenstücke, sodass ich das Oberteil um 3,5 oder sogar um 7 Zentimeter enger machen kann. Sollte ich es weiter machen müssen (was ich nicht hoffe ) kann ich immer noch die Nahtzugaben an den Seitennähten herauslassen. Das habe ich mir bei vielen eurer klassischen Dirndl-Mieder abgeguckt.

Vorne wird es dann zum Schluss klassisch geschnürt. Am Ende sieht man kaum den Unterschied zu einem „normalen“ Dirndl-Mieder, finde ich.

Damit an meiner Rubensfigur auch alles sitzt, wie’s sitzen soll, habe ich Miederstäbchen eingearbeitet. Überall wo eine Paspel zu sehen ist, ist auch ein Stäbchen zur Stabilisierung. Die Stäbchen habe ich wieder aus Edelstahldraht aus dem Baumarkt gemacht. Die sind in alle Richtungen flexibel und viel billiger als echte Spiralstäbchen. So rollt sich nix auf und bleibt auch unter härtesten Bedingungen an seinem Platz.

In den Ausschnitt habe ich noch eine einfache Rüsche eingearbeitet. Ich wollte ja nicht zu viel Klimbim haben, aber ganz ohne Rüsche kam es mir fast etwas nackt vor. Also habe ich ein bissl mit Satinband experimentiert und bin auf diese ganz nette Form gestoßen. Die gibt es bestimmt schon irgendwo unter irgend einem Namen. Den kenne ich aber nicht und bin für jeden Hinweis dankbar, falls jemand den Namen kennen sollte.

Für meinen ersten Versuch ist das Oberteil nicht schlecht gelungen, denke ich. Allerdings zwei Dinge möchte ich bis zum Finale doch noch korrigieren: die Rüschenkante der vorderen Platte fügt sich nicht so schön an die Rüschenkante des Mieders an… da muss ich nochmal ran, denke ich. Außerdem wirft der Rücken oben eine kleine Falte. Sie ist nicht groß, aber groß genug um mich zu stören, also werde ich da wohl auch nochmal Hand anlegen.

Aber bis zum Finale sind es ja noch fast zwei Wochen und das nächste Thema sind jetzt erst mal Schürze und Bluse. Die zeige ich euch dann gemeinsam in zwei Wochen hier und beim Dirndl-Sew-Along

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Dirndl-Sew-Along – der Rock

Heute zeige ich euch stolz den ersten Teil meines Freestyle-Dirndls. Genauso Freestyle wie der Schnitt ist bei mir nämlich auch die Reihenfolge: anstatt mit dem Mieder habe ich mit dem Rock angefangen.

Dass bei mir alles etwas unorthodox laufen wird, hatte ich beim letzen Mal ja schon erwähnt und man möge mir verzeihen, aber wie so oft gibt es auch hier einen einfachen Grund für die verdrehte Reihenfolge: Damit ich weiß wo das Mieder meines Zweiteilers exakt enden muss, brauche ich zuerst den fertigen Rock.

Dirndl-Rock

Rein äußerlich wirkt dieser Rock ja recht unspektakulär, aber im Inneren habe ich ihn gespickt mit Gimmicks!

Zunächst ist der Bund vorne als Formbund gearbeitet und hinten als Gummizug. So passt er sich meiner sich ständig wechselnden Figur an und ist schön bequem. Für ungeübte Augen sieht die Gummiraffung fast aus wie klassisch gestiftelt und passt deshalb optisch gut ins Konzept.

Das zweite Special sind die versteckten Druckknöpfe im Bund. An denen wird später das Mieder angeknöpft, sodass aus dem Zweiteiler flugs ein Kleid wird. Es sind sechs Stück an der Zahl und ich habe sie innen angebracht, bevor ich den Bund ganz zusammengenäht habe.

Der untere Saum ist mit einem breiten, schwarzen Beleg gelöst. Der versteckt die vielen Nahtzugaben, die durch das Einsetzen des schwarzen Streifens entstanden sind. Den Beleg habe ich im Nahtschatten eben dieses Schmuck-Streifens angenäht. Obwohl ich mich bemüht habe gerade hier sauber zu arbeiten, merkt man jeden Millimeter den ich schief zugeschnitten oder genäht habe sodass es ein „außen hui – innen pfui“-Saum geworden ist.
Gut dass einem selten jemand so genau unter den Rock guckt! 

Insgesamt ist mir dieser erste Teil aber recht gut gelungen, wie ich finde. Auf jeden Fall ist der Rock so einzeln gut tragbar und nicht eindeutig als Teil eines Dirndls zu identifizieren (wenn man es nicht darauf anlegt ).
Nur einen Wehrmutstropfen musste ich schlucken: Der Rock ist vom Grundsatz her ja ein Tellerrock mit 170 cm Durchmesser. Das wiederum erforderte beim Zuschneiden zwei Halbkreise die ich senkrecht zum Musterverlauf zuschneiden musste. Im Klartext heißt das: Das Muster verläuft vorne bzw. hinten am Rock quer und an den Seiten hochformatig. Nach langem hin- und herüberlegen war ich bereit in den sauren Apfel zu beißen und das auf diese Art zu lösen, denn ich will lieber ein „falsches“ Muster vorne haben als eine hässliche Naht. Außderdem wird man bei den vielen Falten eh nicht viel vom Muster nachvollziehen können und im besten Fall liegt sowieso die Dirndl-Schürze über der Vorderseite und versteckt diesen „Fehler“. 

Beim Mieder werde ich das Muster dann aber auf jeden Fall richtig zuschneiden, denke ich. Beim Tellerrock ist das eben so, dass das Muster einmal im Kreis tanzt.

So, und nun fesch zum creadienstag #136 damit, und natürlich morgen zum Dirndl-Sew-Along! Ich bin schon gespannt wie schön geschnürt die anderen Damen daherkommen werden!

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Dirndl-Sew-Along – Es wird konkret!

Nachdem ich ja vor 10 Tagen spontan zum Sew-Along beim MMM gestoßen bin und hier schon meine Inspiration (nämlich: Toller Stoff! Dirndl muss!) umschrieben habe, soll es heute konkreter werden: Wir haben uns entschieden: Stoff und Schnitt werden vorgestellt. Nächtelang habe ich also Varianten im Kopf jongliert und heute stelle ich euch meinen bisher erdachten Plan vor.

Dirndl-Plan

Der Stoff ist bei mir ja quasi das Zugpferd des Ganzen. Ich habe mich für einen graugrundigen Baumwollstoff mit pinken, weißen und petrolfarbenen Lilien-Ornamenten entschieden. Die Schürze wird aus einem superschönen, modernen Vogelstoff von Echino. Dazu kombiniere ich schwarze Paspel an den Miedernähten und einen schwarzen umlaufenden Streifen am Rock. Ich habe lange über Spitze nachgedacht aber ich werde wohl am Ende mit dem Schmuck eher zurückhaltend bleiben und ein weniger verspieltes Dirndl nähen, weil ich finde, dass das Muster vom Hauptstoff schon aufregend genug ist. 
Um die passenden Miederhaken zu finden, habe ich verschiedene Modelle auf Papier ausgedruckt, ausgeschnitten und auf meinen Stoff gelegt. Ich glaube ich habe jetzt auch die wirklich perfekt passenden rausgesucht und bin mit meinem Material bis hierhin schon mal ganz zufrieden.

Mein Dirndl wird wie gesagt eher modern aussehen, aber doch noch dirndelig wirken (so hoffe ich zumindest). Im inneren Aufbau dagegen wird es sehr unkonventionell und ich hoffe nicht aus dem Sew-Along verbannt zu werden, ob meiner untraditionellen herangehensweise. 

Doch der Reihe nach!

Es gibt ja ein paar Punkte die mich bisher abgehalten haben, ein Dirndl zu nähen. Zu aller erst:

. So viel Arbeit für ein Kleid das ich nur ein oder zwei Mal im Jahr anziehe!
Das Problem löse ich ganz einfach über einen Zweiteiler: Mieder und Rock werden bei mir getrennt aber zusammenknöpfbar. So kann ich den Rock auch einzeln tragen und durch den modernen Touch fühle ich mich auch unterm Jahr nicht unpassend landhausig angezogen.

Dann das schwierigste Problem:

. Was, wenn ich in ein paar Monaten aus dem Dirndl „rausgewachsen“ bin?
Leider sind Gewichtsschwankungen tatsächlich bei mir ein ernstzunehmender Faktor und mein Kleiderschrank verfügt über Kleidung von Größe 38 bis 46.
Inzwischen habe festgestellt, dass Mieder für mich das absolut perfekte Fest-Outfind sind, da ich sie immer passend schnüren kann. Leider habe ich bei meiner Recherche nirgends ein Dirndl finden können, das „richtig“ geschnürt ist. Die Schnürung ist immer nur Zierde oder zumindest nicht so fest, wie ich mir das bei einem Mieder vorstelle. Also habe ich mir einen wahnwitzigen Plan zurecht geschustert, wie ich mir ein echtes Mieder im Dirndl-Pseudo-Schnür-Look zaubern kann. Genaueres verrrate ich aber erst im August im Abschnitt „Mieder“  .

Dass ich zu diesem Projekt keinen Kaufschnitt verwende, ist vermutlich allen klar, die meinen Blog schon etwas länger verfolgen. Ich finde einfach keine fertigen Schnitte die mir passen und stehen. So bin ich also aktuell dabei, den Mieder-Schnitt, den ich vom Mittelalter-Mieder ausgehend entwickelt habe, zu finishen. Der Rock wird (ebenfalls unkonventionell) ein Tellerrock werden und deshalb kein großes Problem. Da habe ich ja schon Erfahrung.

Über Schürze und Bluse mache ich mir dann im Anschluss Gedanken, wenn das restliche Kleid steht. Eine Schürze habe ich hier schon mal genäht. Da bin ich recht zuversichtlich. Und von der Bluse sieht man ja nicht viel, die kann also bis dahin ein bisschen vernachlässigt werden.
Ich muss mich jetzt glaub ich erst mal durch mein Miederprojekt durchwurschteln und wieder Licht am Ende des Tunnels sehen. Mal schaun ob ich das alles so hingezimmert bekomme, wies mir beim Zeichnen leicht von der Hand ging. 
 

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Ruhetag No. 2 oder doch nicht – das Dirndl

"Heute Ruhetag"
. Die Idee: Ein Dirndl … endlich mal!

Nun wohne ich seit über 10 Jahren in München und muss immer noch die Ausrede „S’Dirndl is in der Wäsch’“ bemühen, denn: bislang habe ich mich noch nicht getraut eines zu nähen. Mir war immer der Aufwand zu groß für ein Kleid, das ich nur ein paar Mal im Jahr anziehen werde, von der Angst im nächsten Jahr „rausgewachsen“ zu sein mal ganz abgesehen.

Und dann sah ich diese tolle, tolle Stoffkombi in unserem Ladenregal und wieder war diese fixe Idee da: ein Dirndl muss es sein!

Im Laufe dieses Laden-Tages kamen mir dann wieder allerlei Zweifel und ich verschob den Plan wiedereinmal aufs nächste Jahr, wenn ich ein paar Kilo leichter wäre und die Zeit bis zur Wies’n wieder länger und weniger verplant, und, und, und … Und dann machte ich mich daran die Bilder für meinen heutigen Ruhetag vorzubereiten – also meine Projektidee, die niemals Wirklichkeit werden wird, festzuhalten und zu visualieren, damit ich den Kopf wieder frei habe für die wirklich realistischen Dinge. 

Skizze Dirndl

 . Aber?

Und dann folgte mein nächster Laden-Tag und ich sah wieder MEINEN Stoff. Ich streichelte ihn. Ich überschlug die Bahnen und rechnete wie viel eine Kundin kaufen „darf“ damit MEIN DIRNDL noch rausgeht. Und dann habe ich es einfach getan: ich hab meine 4 Meter Stoff zugeschnitten, mit nach Hause genommen und da liegt er nun: MEIN DIRNDLSTOFF!!!

Die Angst, dass das alles total ins Dirndl… äh… in die Hose geht, blieb natürlich da und just als ich heute über das Ganze nochmal nachdenke stolpere ich über den Blogeintrag von der lieben LeoLilie in dem sie vom Sew-Along beim MMM berichtet und ich denke so bei mir: Ein Sew-Along! Da guckt dir jemand auf die Finger und dann MUSS es einfach gut werden. MUSS MUSS!!! 

Und tatsächlich bin ich noch nicht zu spät dran um auch noch spontan mit ins Boot zu springen und sage deshalb voller Angst und mit geschlossenen Augen: Ade Ruhetag und hallo Dirndl!

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O’zapft is!

Pünktlich zum Wiesn-Anstich am kommenden Samstag habe ich der besten Freundin zwei Überraschungs-Dirndlschürzen genäht. Ursprünglich hatte sie vor, sich dieses Jahr ihr erstes selbstgenähtes Dirndl zu schneidern. Überstunden in der Agentur haben ihr dann aber einen Strich durch die Rechnung gemacht, sodass ich ihr so eine kleine Freunde machen wollte.

M-Beutel_Dirndlschuerzen

Die beste Freundin hat nicht nur ein fesches, sondern gleich vier fesche Kauf-Dirndl. Das Hauptproblem dabei: Ich kenne nur zwei davon, und das nur vom Foto. Das eine ist weiß-rosa-kariert und das andere dunkelbraun mit blauen Blümchen. Immerhin hat mir der Mann der besten Freundin in geheimer Mission geholfen, die Maße der Schürzen heraus zu finden. Die Größe müsste also ganz gut hinkommen.
Umso schwerer ist mir die Stoffauswahl gefallen. Dem glücklichen Zufall sei’s am Ende gedankt, dass ich diese beiden Stoffe gefunden habe, die nicht nur zueinander, sondern (so der Himmel will ;-) ) auch zu beiden Dirndln passen. Auf den ersten Blick wirken die Farbkombinationen etwas schrill, aber ich hoffe dass sich das in Kombination mit den Kleidern gibt.

Der Vollständigkeit halber, habe ich zu den Schürzen noch zwei Kropfbänder genäht. So ergeben sich nun ganze acht Kleid-Schürzen-Kropfband-Kombinationen. Damit dürfte die Hälfte der Wiesen-Zeit auf jeden Fall gesichert sein ;-)

Dann hoffe ich mal, dass die Freundin sich auch über die Überraschung freut, und schicke sie damit zu ihrem ersten RUMS #38!