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Ausruhen

{Fokus} Long Time No See

Nach so langer Zeit der Funkstille auf diesem Blog ist es gar nicht so einfach die richtigen Worte zu finden und wieder da anzuknüpfen, wo ich vor zweieinhalb Jahren aufgehört habe.

Was ich mir damals in meinem letzten Blogartikel vorgenommen habe – mich mehr auf die wichtigen Dinge zu fokussieren – habe ich rückblickend tatsächlich eingehalten!
Hier also die lange Geschichte kurz erzählt… von wegen Minimalismus und so :-))
Der Mann und ich wurden schwanger und haben das zuckersüßeste Kind der Welt bekommen. Wir haben ein Haus gesucht, gefunden, gekauft, renoviert und eingerichtet und leben uns jetzt in einer neuen Stadt – in einer neuen Familie – in einem neuen Leben ein.

Mein Leben hat sich also um 180° gedreht und passenderweise handelt dieser Blog ja genau davon: vom Machen, vom Werden und Entstehen, von den Dingen die wir selbst erschaffen … 

Tatsächlich habe ich ganz viele Momente in den letzten Monaten in einem imaginären Blogartikel verarbeitet… Habe im Geiste Bilder dazu gemacht und versucht Umschreibungen für das zu finden, was gerade so vor sich geht.
Aber oft musste ich feststellen dass das was ich gerade erlebe – dieses scheinbar aus dem Nichts entstandene Glück – dafür viel zu groß und viel zu schön ist. Viel zu komplex um es in einen simplen Blogartikel zu pressen und ein stereotypes Bild drauf zu kleben, es abzuschicken und abzuhaken.

Und es war gut diese zweieinhalb Jahre so konzentriert genießen zu können! Die Zeit, die ich sonst mit nähen, basteln, fotografieren und bloggen verbracht hätte, brauchte ich einfach und ich war froh, sie gewissermaßen in der Hinterhand zu haben. Dass ich einfach eine Beschäftigung wie diesen Blog vernachlässigen konnte um mehr Zeit aus dem Ärmel zu schütteln für die wirklich wichtigen Dinge: Das Leben – im wahrsten Sinne des Wortes! :-)

Nun ist unser Kleiner schon eineinhalb Jahre alt und so langsam normalisiert sich alles wieder: Die durchwachten Nächte werden ruhiger, die Umzugskartons werden weniger, und die Dinge aus einem alten Leben auszumisten wird von Tag zu Tag einfacher.

Und so ist es an der Zeit euch das ein oder andere aus diesem neuen Leben zu berichten! Wie also schon einmal an anderer Stelle festgestellt:

Das Abenteuer beginnt!

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{Fokus} Fifty Shades of Green

M-Beutel Projekt Fokus
Ihr habt bestimmt gemerkt: seit ein paar Wochen ist es mächtig still hier auf dem Blog. Nicht dass ich die Lust am Bloggen oder gar am Selbermachen verloren hätte – ganz im Gegenteil! Das tatsächliche Problem: An allen Ecken und Enden Zeitmangel. Nicht nur Hobbys, sondern auch Freunde und Familie kommen dauernd zu kurz, ganz zu schweigen von Haushalt, Sport und Schlaf.
Umso mehr ich darüber grüble woher die plötzliche Zeitknappheit rühren könnte, umso deutlicher muss ich erkennen: ich nehme mir einfach zu viel vor! Um es ehrlich zuzugeben: ein Wochenende reicht nunmal nicht für Wocheneinkauf, Badputzen, Bummeln mit der besten Freundin, ein Projekt fertig nähen und obendrauf die neueste Staffel Bob’s Burgers schauen.

Erkenntnis ist ja der erste Weg zur Besserung, wie mein Vati immer sagt, und so lautet mein vorrangiges Thema für dieses Jahr: {Fokus}

Ganz in diesem Sinne möchte ich euch natürlich nicht täglich und haarklein erzählen wie ich meine Gewürze sortiere oder meine To Do Liste ausmiste. Aber an der ein oder anderen Neuerung möchte ich euch durchaus teilhaben lassen und anfangen werde ich heute mit meiner Garderobe!

Kram raus – Minimalismus rein!

Ihr kennt das sicher auch: Tausend Klamotten im Schrank und trotzdem nix anzuziehen …
Diese Schuhe passen nicht zu jenem Rock und das eine Oberteil hat sich noch nie so richtig bequem angefühlt. Dazu hundert Teile die zu klein, zu groß oder schon so abgetragen sind, dass sie kaum noch als Kleidung gezählt werden dürfen. Und dann jeden Morgen der Kampf darum, die besten Teile miteinander zu kombinieren … kurz: ein Konzept muss her! 

Den Kleiderschrank auf nur 15 oder 20 Basic-Teile zu reduzieren ist ja gerade groß in Mode – Stichwort “Capsule Wardrobe” – und für Menschen wie mich, die nicht jeden Trend mitmachen müssen und wollen, ist das auch ein durchaus machbarer Ansatz. In meinem speziellen Fall möchte ich mich allerdings nicht auf eine bestimmte Anzahl an Kleidungsstücken festlegen, sondern auf eine reduzierte Farbpalette.
Mein bisher größtes Problem ist nämlich in der Tat die riesige Fülle der zueinander passenden Teile in meiner Garderobe. Ich habe kunterbunte Röcke, Oberteile, Strumpfhosen und Jäckchen.
Zu jeder Kombi brauche ich natürlich einen Fascinator, eine passende Tasche und natürlich Schuhe in allen Regenbogenfarben.
Dann ändert sich unerwartet die Jahreszeit und das Sammelsurium muss aufgestockt werden, weil ich zu diesem blauen Sommerrock noch keine passenden Winterschuhe habe und so weiter und so fort … Und ehe ich michs versehe habe ich hunderte Teile im Schrank und trage am Ende des Tages dann doch nur immer wieder die Lieblingsoutfits und -kombinationen, während die ein oder andere Neuanschaffung viel zu schnell aus dem Fokus rückt. 
Diesem Drama will ich jetzt endlich ein Ende setzen und meinen Stil konkreter definieren.

Wer mich kennt weiß: von meiner Lieblingsfarbe Grün kann ich nicht genug bekommen und diese Basisfarbe möchte ich zukünftig nur noch mit Schwarz und Weiß bzw. Grautönen kombinieren. Erlaubt sind außerdem Details aus Gold und Silber.

Wer jetzt denkt, dass ich meinen Schrank von heute auf morgen umstelle und einfach alles wegschmeiße, was nicht ins Konzept passt, der liegt allerdings daneben. So einfach das auch wäre, so verschwenderisch finde ich es auch. Mal ganz davon abgesehen dass ich nicht genügend Teile in der genannten Farbkombi habe um damit über das ganze Jahr zu kommen. Daher ist mein Plan die Umstellung in einer eher natürlichen Geschwindigkeit passieren zu lassen. Teile ich die neu kaufe oder nähe müssen auf jeden Fall ins neue Konzept passen. So vergrößere ich langsam aber stetig meine Sammlung an grünen, schwarzen und weißen Sachen. Immer wenn ich etwas Neues angeschafft habe, muss mindestens ein altes Teil den Schrank dafür verlassen.

Mir als Schwäbin fällt das Wegschmeißen ja naturgemäß etwas schwerer und deshalb habe ich schon vor Jahren ein System in meinen Schrank eingeführt, das sich jetzt als goldwert entpuppt: ich habe all meine Kleidungsstücke mit kleinen Zetteln versehen, auf denen das letzte Tragedatum steht. Klingt etwas verrückt  hat sich bei mir in den letzten Jahren aber ganz intuitiv eingebürgert und deshalb möchte ich diese Idee jetzt auch mit euch teilen.

Am Anfang steht ein Blatt Papier, das in 8 Streifen aufgeteilt wurde. Jeder Streifen bekommt wiederum Zahlen für jeden Monat: unten begonnen z.B. mit 05|2018 und oben endend mit 04|2021. Ganz oben am Rand ist noch Platz für ein kleines Loch, damit man ihn an einem Kleiderbügel aufhängen kann.
Jedes Mal, wenn ich ein Kleidungsstück nun aufräume, schneide ich zunächst den unteren Teil vom Streifen ab, sodass der unterste Monat immer der aktuelle ist. Wenn ich das Teil wieder aus dem Schrank hole, lege ich den Streifen beiseite und verwende ihn beim nächsten Wäscheaufhängen wieder. Alle drei Jahre – wenn ich neue Streifen machen muss – drucke ich sie auf anders farbiges Papier, um die Streifen nicht so leicht zu verwechseln.
So mache ich es seit etwa neun Jahren und kann jetzt jeden meiner geliebten Schrankhüter mit Leichtigkeit identifizieren.
Die Teile, die einen langen Streifen haben – also schon lange auf ihren Auftritt warten – werden nach und nach einer Prüfung unterzogen. Zeitlose Basics wie Jackets oder Westen dürfen bleiben wenn sie noch tragbar sind. Teile aus denen ich “herausgewachsen bin” und die nicht ins neue Farbkonzept passen müssen gleich gehen.
Dabei schmeiße ich nur Stücke in den Müll, die tatsächlich kaputt sind. Was grundsätzlich in Ordnung ist, spende ich an die Diakonie in der Hoffnung, dass die Teile dort nochmal eine Chance bekommen.
Meine Schuhe habe ich ebenfalls aussortiert und die, die nicht richtig passen in eine Kiste gepackt. Die verstaue ich erst mal im Keller um – im Notfall – nochmal darauf zurück greifen zu können. Wenn sich in ein oder zwei Jahren herausstellt dass ich keines der Paare mehr anziehen will oder kann, werden auch die gespendet oder verschenkt.

Nach und nach werde ich auch meine Unterwäsche, Strumpfhosen, Haarschmuck-Teile und meine Taschen auf diese Weise bereinigen und in einem Jahr hoffe ich die unüberschaubare Zahl von Accessoires und Kleidungsstücken in meinem Schrank merklich eingedämmt zu haben.

Die Veränderung die ich allerdings jetzt schon merke: ich muss morgens nicht mehr lange nachdenken was ich anziehe. Meistens ziehe ich ein Shirt aus dem Schrank auf das ich an dem Tag Lust habe und der Rest der Garderobe folgt fast automatisch, da ja alle meine Teile ab sofort kreuz und quer miteinander harmonieren. So habe ich jetzt schon Zeit gewonnen meinen {Fokus} auf die wichtigeren Dinge des Lebens zu lenken! 

Was haltet Ihr davon? Habt Ihr auch schon mal darüber nachgedacht euren Schrank zu beschränken oder ist das für euch eher ein Ding der Unmöglichkeit?

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Freutag

Juhuuu! Heute ist Freutag hoch zwei im Hause M-Beutel, denn: Schon zum zweiten Mal wurde ich mit meiner Arbeit und dem M-Beutel-Blog in der “Made in Paper” erwähnt. 

Diesmal haben es sogar ganze zwei Papier-Werkeleien ins Heft geschafft: Die Hochzeits-Einladung, die ich euch im vergangenen Jahr schon gezeigt habe und die dazu passenden Hochzeits-Servietten.
Made in Paper
Die aktuelle Ausgabe 17 012 ist jetzt druckfrisch für euch am Kiosk erhältlich und zeigt euch nicht nur was die tollen Bastel-Blogger so zu bieten haben, sondern – für mich besonders interessant diesmal – fachsimpelt auch ein bisschen über die Silhouette Cameo und das Plotterhandwerk. Es lohnt sich also auf jeden Fall mal einen Blick rein zu werfen! 

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Vielen Dank für ein wundervolles Fest

In den letzten Wochen haben wir euch einen ganz guten Einblick in all die Dinge gegeben, die wir an unserer Hochzeit selbst in die Hand genommen haben. Auch wenn wir eine echte DIY-Hochzeit gefeiert haben: ohne die Hilfe von vielen lieben Menschen, von Trauzeugen, Eltern, Gästen und natürlich verschiedener Dienstleister wäre unser Fest nur halb so perfekt geworden.

Deshalb wollen wir uns zum Abschluss bei den vielen Menschen bedanken, die uns zu dem unvergesslichen Fest verholfen haben, das es am Ende geworden ist.

Das größte Dankeschön geht natürlich an unsere tollen Trauzeugen und unsere lieben Eltern. Ohne eure Hilfe – sei es der ein oder andere Euro, eine helfende Hand oder seelischer Beistand – wären wir mehr als ein mal an unseren übergroßen Plänen gescheitert.

Besonders bedanken wir uns außerdem bei Dr. Johann-Jakob Wulf, der mit so viel Feingefühl und lieben Worten für uns die treffendste freie Trauung organisiert hat, die wir uns vorstellen können.

Dann bedanke ich mich vielmals bei Kirsten von kikbusch, die mein schnödes, langes Kauf-Brautkleid in nächtlichen Näh-Sessions in ein traumhaftes, kurzes 50s-Sahnehäubchen verwandelt hat.

Ein ganz liebes Dankeschön an Nina von Pony&Kleid, die mir gleich drei Mal die perfekte Rockabilly-Brautfrisur gezaubert hat!

Vielen Dank geht auch an Denis Aubeck, der in monatelanger Entwicklung und Handarbeit unsere Vorstellung vom perfekten Ehering in atemberaubende Tat umgesetzt hat!

Ein Dankeschön an donuts & candies die unseren ungewöhnlichen Traum von einer Donut-Torte wahr gemacht haben.

Lieben Dank an cleverfood, die mit ihren tollen Ideen und dem perfekten Service all unsere Schlemmerwünsche erfüllen konnten!

Und natürlich ein ganz herzliches Dankeschön an unsere Fotografin Ina die für uns extra angereist ist um den Tag der Tage für uns in diese wundervollen Pixel zu bannen:
Danke für ein wundervolles Fest

 

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Alles was bleibt …

So schön unser Hochzeitsfest auch war, was davon bleibt, passt leider in eine kleine Schuhschachtel. Natürlich gibt es viele unvergessliche Erinnerungen, jede Menge Fotos und ein prall gefülltes Gästebuch. Das eine jedoch, das uns ab jetzt jeden Tag daran erinnern soll, dass sich in unserem Leben überhaupt etwas geändert hat, ist deshalb etwas ganz anderes, nämlich die Ringe!
Eheringe
Dass das so sein würde, war uns schon ganz am Anfang unserer Verlobung klar und deshalb war uns die Gestaltung unserer Ringe besonders wichtig.

Zuerst haben wir Inspirationen gesucht und uns dann für eine eher ungewöhnliche Ringform entschieden: einen Siegelring.Uns war wichtig dass die Ringe richtig massiv werden. Eben ein Ring um unsere Verbindung zu besiegeln!
Außerdem wollten wir an den Seiten unsere Monogramme eingraviert haben, sodass es wirklich auch unsere persönlichen Ringe und somit ein richtiges Familienerbstück werden. 

Ich habe einige Zeichnungen angefertigt mit denen wir dann verschiedene Goldschmiede besucht haben. Als wir dann den Schmied unseres Vertrauens gefunden hatten ging es zuerst um die Materialien: welche Metalle kommen in Frage und welche Steine? Welche Details sind realisierbar und was passt zu einander und zu uns?

Über mehrere Wochen hinweg arbeiteten wir gemeinsam genauere Entwürfe aus bis es irgendwann zuerst ein Wachsmodell, dann ein 3D-Modell und dann einen Rohling aus Plastik gab. Als Stein wollte ich keinen “schnöden” Diamanten sondern einen anderen außergewöhnlichen Stein, der mir auch in vielen Jahren noch gefallen würde. Die Wahl fiel dann auf einen grünen Türkis, in den ich mich sofort verliebt habe. Der Mann entwarf parallel die Monogramme für die Ringschienen als Vorlage für den Graveur.

Als dann der Stein bestellt und die rohen Ringe aus Gold da waren, wurde es langsam aufregend. Unser Goldschmied Denis Aubeck machte es ab diesem Moment doppelt spannend und zeigte uns die Ringe nach den letzten Schritten nicht mehr, sondern erst beim Abholen am Tag vor der Trauung.

Wir hatten schon so eine Ahnung, dass sie richtig toll werden würden, aber sie dann live und in Farbe in den Händen zu halten war nochmal etwas ganz anderes! Wir waren natürlich total begeistert und sind es auch jetzt – fast zwei Monate nach dem Fest – immernoch. 

Sich so ein Schmuckstück über Monate hinweg anfertigen zu lassen war für uns der einzig richtige Weg zu einem passenden Ehering zu kommen und war für uns eine viel wertvollere Erfahrung, als einfach in einen Laden zu gehen und ein hübsches Modell von der Stange zu kaufen. Durch den langen Prozess sind die Ringe viel stärker mit uns verwachsen und erinnern uns jetzt immer an unser jeweiliges Gegenstück! 

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*freufreu*

Ich freu mich heute ganz dolle!! Schließlich ist Freutag !

Und zwar über meine erste Erwähnung als Bloggerin in einem Magazin! 

Made in Paper

Die Zeitschrift “Made in Paper” hat schon vor ein paar Wochen angefragt ob sie eine kleine Bastelei – nämlich den Origami-Türkranz – und meinen Blog vorstellen dürfen. Natürlich habe ich gleich zugesagt und die Redaktion mit Bildern versorgt. Neulich war es dann endlich soweit und sie lag in meinem Briefkasten – die Ausgabe 16 007! Yippie!! 

Was soll ich sagen, außer: ich freu mich wie ein Schnitzel! Zwar habe ich in den letzten Monaten auch viel genähtes hier gezeigt, aber mit Papier zu werkeln ist nach wie vor ein Steckenpferd und ich glaube, dass die Leser der “made in Paper” hier doch noch die eine oder andere Inspiration finden können.

Wer die Zeitschrift nicht kennt, aber gerne mit Papier bastelt, sollte auf jeden Fall mal einen Blick rein werfen – und nicht nur wegen den tollen Bloggerinnen, die dort vorgestellt werden! 

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Ruhetag No. 3 – die Wutmailbox

Von Zeit zu Zeit häufen sich die Ideen in meinem Kopf zu einem riesigen Berg auf. Viele davon sind aus verschiedenen Gründen gar nicht realisierbar und deshalb wird dieser Berg manchmal so hoch und undurchdringlich, dass er mich richtiggehend blockiert die wirklich guten Ideen umzusetzen.
Deshalb
gönne mir ab und an einen Ruhetag. Einen Tag, an dem ich eine nicht umgesetzte Idee in die Welt entlasse und so langsam meinen Berg von  unrealisierbarem Gedankengut Stück für Stück abbaue und kleiner werden lasse.

"Heute Ruhetag"
. Das Problem: Manchmal ist man soooo sehr wütend auf die Welt, dass man es irgendwem erzählen muss!

Kennt ihr das auch, wenn euch irgendwas so sehr aufregt, dass ihr am liebsten laut schreien wollt? Leider darf man ja in unserer Gesellschaft nur zeigen wie man wirklich drauf ist, wenn’s sich um positive Gefühle handelt, und so kreiseln bei mir die Wutgedanken manchmal so lange im Kopf rum, dass ich bald schon garnimmer gradeaus denken kann. 

die Wutmailbox
. Aber?

Eine Lösung muss also her um den Gedankenkreislauf aus dem Kopf zu kriegen!

Oft gehts mir so, dass es hilft das Ganze einfach aufzuschreiben. Wenn der Brief dann aber hier so auf dem Tisch liegt und niemand ihn liest, bleibt alles doch wieder hier in meinem Kopf hängen… Es muss also nach draußen!

Aber wem von den ganzen irrationalen Gedanken erzählen? Die beste Freundin damit belästigen? Aber was ist, wenn die Gedanken genau um diese Freundin kreisen??? Ein Dilemma!!

Und da hatte ich die wundertolle Idee eine Wutmailbox einzurichten. Oder vielmehr: den Mann eine Mailbox einrichten zu lassen, denn: so kenne ich das Passwort nicht.
Im Klartext heißt das: ich habe eine Mailbox, an die ich fiese, ehrliche, wütende und laute E-Mails schreibe, immer dann, wenn ein Thema mich einfach nicht loslassen will. Diese E-Mails schicke ich weg und vermutlich wird niemand sie jemals zu Gesicht bekommen, aber für mich sind sie abgeschickt und die ganzen negativen Gefühle hängen als Attachment hinten mit dran!

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VIP-Preview auf die neue Stoffkollektion von Atelier Brunette

Ausnahmsweise nicht als Mitarbeiterin sondern als Bloggerin war ich vergangenen Montag zu einem Event bei Stoff&Co. eingeladen. Neben vielen neuen Blog-Gesichtern durfte ich auch endlich Emma von “Frühstück bei Emma” und Silke von “Schnittchen” einmal live kennen lernen. Sogar eine Redakteurin von burdastyle war dabei, um die neue Kollektion von Atelier Brunette aus Paris zu bewundern. Es wurden ganz wunderbare, leichte Stoffe mit modernen Designs vorgestellt, aus denen bestimmt bald ein Röckchen genäht werden wird! 

Stoff&Co. VIP-Preview
“Stofflich” wurden wir also sehr gut umsorgt und auch für unser leibliches Wohl hat sich Bérèngere Croué viel Mühe gegeben: es gab leckere, hausgemachte Quiches und saftige Schokoladen-Tartes. Dazu jede Menge Hugo und selbstgemachte Minz-Limo. Die Zeit verging in so netter Gesellschaft wie im Flug und ihr könnt euch sicher vorstellen, dass ich mich schon auf das nächste Event dieser Art freue.

Ein Stück vom Kuchen gibt es heute leider nicht mehr für euch, aber sicherlich ein Stück von den tollen Atelier-Brunette-Stoffen, und auf die nette Unterhaltung im Laden müsst ihr auch nicht verzichten, wenn es euch einmal zu uns verschlägt. 

 

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Ruhetag No. 2 oder doch nicht – das Dirndl

"Heute Ruhetag"
. Die Idee: Ein Dirndl … endlich mal!

Nun wohne ich seit über 10 Jahren in München und muss immer noch die Ausrede “S’Dirndl is in der Wäsch’” bemühen, denn: bislang habe ich mich noch nicht getraut eines zu nähen. Mir war immer der Aufwand zu groß für ein Kleid, das ich nur ein paar Mal im Jahr anziehen werde, von der Angst im nächsten Jahr “rausgewachsen” zu sein mal ganz abgesehen.

Und dann sah ich diese tolle, tolle Stoffkombi in unserem Ladenregal und wieder war diese fixe Idee da: ein Dirndl muss es sein!

Im Laufe dieses Laden-Tages kamen mir dann wieder allerlei Zweifel und ich verschob den Plan wiedereinmal aufs nächste Jahr, wenn ich ein paar Kilo leichter wäre und die Zeit bis zur Wies’n wieder länger und weniger verplant, und, und, und … Und dann machte ich mich daran die Bilder für meinen heutigen Ruhetag vorzubereiten – also meine Projektidee, die niemals Wirklichkeit werden wird, festzuhalten und zu visualieren, damit ich den Kopf wieder frei habe für die wirklich realistischen Dinge. 

Skizze Dirndl

 . Aber?

Und dann folgte mein nächster Laden-Tag und ich sah wieder MEINEN Stoff. Ich streichelte ihn. Ich überschlug die Bahnen und rechnete wie viel eine Kundin kaufen “darf” damit MEIN DIRNDL noch rausgeht. Und dann habe ich es einfach getan: ich hab meine 4 Meter Stoff zugeschnitten, mit nach Hause genommen und da liegt er nun: MEIN DIRNDLSTOFF!!!

Die Angst, dass das alles total ins Dirndl… äh… in die Hose geht, blieb natürlich da und just als ich heute über das Ganze nochmal nachdenke stolpere ich über den Blogeintrag von der lieben LeoLilie in dem sie vom Sew-Along beim MMM berichtet und ich denke so bei mir: Ein Sew-Along! Da guckt dir jemand auf die Finger und dann MUSS es einfach gut werden. MUSS MUSS!!! 

Und tatsächlich bin ich noch nicht zu spät dran um auch noch spontan mit ins Boot zu springen und sage deshalb voller Angst und mit geschlossenen Augen: Ade Ruhetag und hallo Dirndl!

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Hallo Welt!

Immer wieder liest man schauerliche Geschichten, Reportagen des Grauens, die Berichte jener, die das dunkle Tal durchschritten haben. Und bei jedem Wort denk man bei sich: gut, dass ich so gut ausgestattet bin, das passiert mir bestimmt nicht. Und ehe man sich’s versieht ist man selbst betroffen und steht den Dingen hilflos gegenüber. Unausweichlich und verzweifelt.
Und genau so erging es mir die letzten Tage …

Doch was war geschehen? Die Rede ist nicht etwa von schweren Krankheiten oder schlimmen Schicksalsschlägen. Gar von Tod oder ähnlich Endgültigem. Nein! Ich spreche hier von dem banalsten aller Probleme: der fehlenden Internetverbindung!

Irgend ein Kästchen gibt seinen Geist auf und schon ist man abgeschnitten von der Außenwelt … also von der digitalen Außenwelt. Und man könnte die Zeit ja nutzen … man könnte rausgehen und das Wetter genießen oder endlich anfangen alle Weihnachtsgeschenke zu basteln. Man könnte die Steuererklärung in Angriff nehmen oder den Keller aufräumen … aber nein, man sucht nach dem Problem. Stunden, ja fast tagelang durchforstet man mit dem Handy Internetforen, prüft fieberhaft Kabel und landet zum Schluss beim Provider seines Vertrauens. Der schickt per analogem Landweg ein kleines weißes Kästchen und siehe da:

Hallo Welt! ;-)
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alte gelbe Telefonzelle

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