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Aus zwei mach eins!

Schon lange tüftle ich daran herum, mir den perfekten Geldbeutel zu nähen. Seit meiner ersten Grete habe ich viele Experimente gemacht, aber wie das Leben so spielt verlor ich irgendwann den Faden weil hier ein dringendes Röckchen und dort eine kleine Hochzeit dazwischen kam. 

So muss ich zugeben: mein heutiges Projekt ist nur ein kleiner Zwischenschritt in einem großen Ganzen und soll euch eine Idee davon geben, was seit Monaten in meinem Kopf Gestalt annimmt.

Konkret beschäftigt mich an dem Projekt die Frage: Wie kann ich all meine Plastikkarten – und ich habe inzwischen stolze 20 davon – unterbringen? Dazu noch Münzgeld, Scheine und ein paar Kassenzettel, Notizen usw…
Bei allen gängigen Geldbeutel-Modellen stört mich, dass sie zu wenig Steckplätze bieten und die Karten dann auch so fest stecken, dass man sie oft nur durch gefährliche Fingerverrenkung heraus bekommt. So leider auch bei der Grete…

Dann sah ich eine Börse, bei der die Karten wie in einem Fächer stecken und habe mir dieses Plastikmodell zum Schnäppchenpreis schicken lassen, um dessen Machart zu studieren. Das Prinzip mit den Fächern ist genau das richtige für mich, aber leider bietet das kompakte Portemonnaie eben nur Platz für die Karten. Um auch „echtes Geld“ im Geldbeutel zu haben, muss der Teil mit dem Fächer erweitert werden und da ich ja ein Fan von modularen Systemen bin, habe ich mir für ebenfalls sehr schmales Geld ein kleines blaues Täschchen geleistet, das genauso groß ist wie der schwarze Kartenfächer.

Um meine Idee schnell und einfach zu testen, habe ich die beiden Mäppchen um Druckknöpfe erweitert sodass man sie jetzt zusammen knöpfen kann. So wird aus zwei einzelnen Stücken ein zusammengehöriges Ganzes.
In meinen vorherigen selbst entworfenen Versuchen habe ich immer probiert die Teile direkt zusammen zu nähen, was aber bei so etwas kleinem wie einem Geldbeutel irgendwann fummelig und unsauber endet. Die Knöpfe bieten den Vorteil dass die Börsen auch wieder getrennt werden können und diesen Teil des Probetäschchens werde ich auf jeden Fall in meinen Entwurf übernehmen.

Dieses Modell werde ich in den kommenden Wochen einem ausführlichen Alltagstest unterziehen und dann – so es mein Terminkalender zulässt – aus meinen Erkenntnissen endlich einen funktionierenden Prototypen „meines perfekten Geldbeutels“ entwickeln.

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Weihnachtskarten

Ganz nach dem Motto des letzten Jahres „Lieber spät als nie!“ zeige ich euch heute meine aktuellen Weihnachtskarten.
Weihnachtskarte 2016
Wie schon bei den Hochzeitskarten habe ich sie mit technischer Unterstützung durch die Silhouette Cameo umgesetzt.

Um die in den letzten Wochen verbummelte Zeit wieder etwas aufzuholen habe ich mich beim Motiv zugegebenermaßen von einer Kauf-Karte inspirieren lassen. Ich fand die Grafik mit dem Eichhörnchen supersüß und habe sie kurzerhand digitalisiert und für den Schneidplotter aufbereitet. Dazu habe ich einen Schriftzug entworfen den ich auf dicken beigeweißen Karton gedruckt habe. Auf der Rückseite musste zum Finish natürlich auch noch mein Logo platziert werden.

Meine Gold-Affinität des vergangenen Jahres hält weiterhin hartnäckig an, also veredelte ich die Karte festlich, nachdem der Schneidplotter sie surrend zugeschnitten hatte. Dazu bügelte ich mit dem Bügeleisen Goldfolie auf die Schrift und das Logo.

Entstanden ist so eine schlichte aber doch elegante Weihnachtskarte über die sich all die lieben Empfänger sichtlich gefreut haben. 

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Freebie – Schild zum Gleis 9¾

Falls euch für die perfekte Harry-Potter-Party noch ein stilechtes Schild zum Gleis 9¾ fehlt, habe ich hier genau das richtige Freebie für euch: Ein PDF zum downloaden und ausdrucken.

. Schild zum Gleis 9¾ (PDF | 65×20 cm Schildgröße)

Gleis 9 3/4

. Drucken
Das PDF ist größer als Din A4 und muss deshalb in vier Teilen ausgedruckt werden. Die meisten Drucker-Dialoge bieten diese Funktion heutzutage, an sodass es für euch unproblematisch sein sollte.

. Zusammenkleben
Die vier Teile müsst ihr dann passgenau zusammenkleben. Womöglich müssen Teile die sich überlappen genau zugeschnitten werden, das kommt ganz darauf an, wie euer Drucker das PDF ausgedruckt hat. Ihr solltet hier besonders sauber arbeiten, damit schöne Übergänge entstehen.

. Aufziehen
Wenn ihr das Schild zusammen geklebt habt, könnt ihr es auf einen Karton aufziehen. Ich habe dazu ein Stück Wellpappe im Format 65×20 cm und einer Dicke von ca. 3 mm benutzt. Die überstehenden Teile des Ausdrucks schlagt ihr einfach nach hinten um, sodass das Stück Karton wie ein Geschenk eingepackt ist. Zum kleben könnt ihr einfachen Bastelkleber verwenden.

. Aufhängen
Zum Aufhängen habe ich einen kleinen Haken auf die Rückseite meines Schildes geklebt. Ihr könnt es aber auch festnageln oder mit Posterstrips an der Wand befestigen.

Habt ihr das Schild schon nachgebastelt? Dann nur her mit euren Kommentaren und Beweis-Links!

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Fabulöse Harry-Potter-Party

Bald ist wieder Halloween und für mich heißt das, dass ich euch endlich die Bilder zu meiner fabulösen Harry-Potter-Geburtstagsparty zeigen kann. Zwar ist die Feier schon ein paar Monate her, passt aber super zum anstehenden „All Hallows’ Eve“, und deshalb habe ich mir diesen Beitrag extra bis heute aufgespart.

Harry-Potter-Party

Für das perfekte Harry-Potter-Feeling habe ich viele Details nachgebaut, Deko gedruckt und gebastelt und mir natürlich vieles aus dem Internet abgeschaut. Unten gebe ich euch deshalb eine kleine Link-Liste meiner Quellen.

Doch nun der Reihe nach:

. Die Einladung
Zu allererst haben meine Gäste natürlich eine stilechte Einladung bekommen. Ohne Vorwarnung schickte ich ihnen deshalb ein Ticket für den Hogwarts Express und den berühmten Brief im Namen von Professor McGonagall höchst persönlich.
Dazu habe ich mir den Text der originalen, zweiseitigen Einladung aus dem Buch gesucht und die Adresse des Gleis 9¾ einfach mit meiner eigenen Adresse ersetzt. Das Hogwarts-Briefpapier habe ich wie es im Film zu sehen ist nachgebaut und die Briefe dann mit Kaffe auf alt getrimmt. Die Umschläge habe ich ebenso gealtert und hinten noch ein dekoratives Siegel aufgeklebt. Tatsächlich war die Deutsche Post so freundlich all meine Briefe anstandslos zu befördern, sodass all meine Schüler rechtzeitig informiert waren, welche Gegenstände und Haustiere sie zum Unterricht mitbringen müssen und welcher Dresscode zu beachten ist.
Dieses war der erste Streich, aber weitaus mehr Arbeit habe ich mir dann mit der Party-Dekoration gemacht…

. Das Gleis 9¾
Mein zauberhaftes Deko-Konzept fing schon beim Eintreten in die Wohnung an: Zuerst mussten die Gäste natürlich zum Gleis 9¾ gelangen… Um die berühmte Wand am Bahnhof zu gestalten, habe ich eine große Bahn Nesselstoff mit „Backsteinen“ bedruckt. Dazu habe ich günstige Wandfarbe zu einem Rotbraun gemischt und einen rechteckigen Schwamm als Stempel benutzt. Der Schwamm hat dabei eine sehr schöne Struktur auf dem Stoff hinterlassen, sodass ein wirklich realistischer Eindruck einer Backstein-Wand entstanden ist. In der Mitte der Stoffwand sorgte ein unsichtbarer Schlitz dann dafür, dass alle unbeschadet zum Zug gelangen.

Das Hinweisschild zum Gleis wollte ich zuerst aufwändig mit der Silhoutte Cameo gestalten. Aus Zeitgründen ist es dann aber doch nur ein simpler Ausdruck geworden, den ich auf Karton aufgezogen habe. Da aber niemand so akribisch hingeguckt hat, hat dieses ganz einfache Schild seinen Zweck ausgezeichnet erfüllt. 

Als kleines Halloween-Geschenk stelle ich euch mein Schild hier als Freebie zum download bereit – vielleicht habt ihr ja Lust eure eigene Party damit stilecht auszustatten?

. Die große Halle
Bei uns steht der Esstisch im Wohnzimmer, sodass also der ganze Raum in die Dekoration miteinbezogen werden musste.
Am wichtigsten waren mir die schwebenden Kerzen über der Tafel, die ich unbedingt verwirklichen wollte. Dazu habe ich günstige Elektro-Teelichter besorgt, die sogar ein bisschen geflimmert haben und so täuschend echt aussahen. Damit daraus Stumpenkerzen werden, habe ich immer zwei leere Klopapier-Rollen ineinander gesteckt und sie dann mit weißem Seidenpapier umhüllt. Von weitem sah das aus wie Wachs, das an der Kerze heruntertropft. Oben habe ich eine Öffnung gelassen, in die ich die Teelichter geklemmt habe. Praktischerweise hat alles einfach ohne Kleber zusammengehalten.
Damit die Kerzen schweben, habe ich sie an ganz dünnem Nylonfaden befestigt und diesen mit Tesafilm an der Decke befestigt. Tatsächlich ist am ganzen Abend nur eine einzige Kerze heruntergefallen… die anderen haben brav ihre Rolle als zauberhaftes Lichterzelt erfüllt.

Darunter habe ich ein festliche Tafel gedeckt. Damit ich dem Harry-Potter-Look möglichst nahe komme, habe ich auf Tischdecken und übermäßge Tischdeko verzichtet. Dafür hatte das Goldrand-Geschirr von der Oma seinen großen Auftritt. Als kleine Dekoration gab es an jedem Platz einen liebevoll gebastelten „goldenen Schnatz“. Dazu habe ich Rocher-Kugeln mit Flügelchen aus Goldfolie stilecht aufgepimpt.

Im Wohnzimmer steht natürlich ein Fernseher, der bei so einer Party recht befremdlich wirken kann. Also haben wir ihn kurzerhand in ein loderndes Kaminfeuer verwandelt. Der Mann hat sich bereit erklärt sich darum zu kümmern und ein tolles Feuerchen zusammengeschustert, das uns den Abend lang stimmungsvoll begleitet hat. Dazu schallte leise die Soundtrack-Musik der Harry-Potter-Reihe aus den Lautsprechern und die Marauder’s Map – die ich in liebevoller Kleinstarbeit zusammengebastelt hatte – verleitete zum Schmökern.
Den Wohnzimmertisch habe ich außerdem für jede Menge Süßkram reserviert: Wir hatten nicht nur bunte Marshmallows sondern auch „Bertie Botts Bohnen jeder Geschmacksrichtung“ (für deren originalgetreue Verpackung mir leider die Bastelzeit gefehlt hat). Dazu Säuredrops, riesige Tausendfüssler aus Fruchtgummi und essbare Maden, die einem Erdnussflip nicht unähnlich sehen.

An den Wänden habe ich Zeitungsausschnitte und Fahndungsbilder aufgehängt, um die neuen Schüler zu erinnern, welche geschichtsträchtigen Dinge an diesem verzauberten Ort bereits geschehen sind.

. Das Mädchenklo
Bei einem Abendfüllenden Fest ist es nicht zu vermeiden, dass die Gäste auch einmal das Bad benutzen wollen, und so haben wir auch diesen Raum passend geschmückt. Alle störenden und unpassenden Gegenstände habe ich verräumt. Dafür habe ich eine Ausgabe des „Daily Prophet“ zum Lesen bereitgelegt und natürlich durfte auch die „Maulende Myrthe“ nicht fehlen.
Am Spiegel habe ich die unheilvolle Botschaft, dass die Kammer des Schreckens geöffnet wurde, mit rotem Lippenstift verewigt.

. Das Menü
Da die neuen Schüler alle volljährig waren, bekamen sie als kleinen Begrüßungsdrink ein Glas Apfel-Cidre mit einer eingelegten Hibiskusblüte.
Nachdem dann alle auf ihre Häuser verteilt waren, begann das festliche Mahl zunächst mit Kakerlaken (oder auch als Datteln bekannt) im Speckmantel. Danach servierte ich pikante Hühnchenschlegel aus dem Ofen und dazu Maiskolben mit Kräuterbutter. Außerdem standen herzhafte Erbsen mit Minze und Speckwürfelchen und eine riesige Schüssel cremiger Kartoffelbrei auf dem Tisch.
Zu trinken gab es Wasser aus dem schwarzen See, dazu Elfenwein und Feuerwhisky und später am Abend leckeres, warmes Butterbier.
Zum Nachtisch habe ich Peverell-Cupcakes mit flüssigem Lindor-Kern und Himbeer-Topping gebacken. Als Deko-Element habe ich das Zeichen der drei Heiligtümer des Todes in Schokolade gegossen und zusammen mit kleinen goldenen Sternchen oben auf die Creme gesetzt.

. Das Teeblätter-Lesen
Nach diesem tollen Mahl möchte man sich zu vorgerückter Stunde natürlich etwas beschäftigen und so haben wir uns einander die Zukunft aus Teeblättern gelesen. Dazu habe ich eigens losen Tee besorgt und eine Kanne mit heißem Wasser und Teetassen bereit gestellt. Aus einer Übersicht die ich im Internet gefunden habe, versuchten wir dann uns gegenseitig unser Schicksal zu prophezeihen.

Meine Gäste haben sich an diesem Abend allesamt für den weiteren Besuch der Hogwarts Schule für Zauberei qualifiziert und freuen sich auf den weiteren Unterricht!

Was denkt ihr? Wäre das zu diesem Halloween auch was für euch? Falls ja, habe ich hier ein paar gesammelte Links, die ich für meine Party-Vorbereitungen gut gebrauchen konnte:

    . Einladung

    . Zugticket

    . Schild zum Gleis 9¾
    . Butterbier-Rezept

    . Fahnungsbild „Ron Weasley“

    . Fahndungsbild „Sirius Black“

    . Zeitungsausschnitt

    . Zeitungsausschnitt

    . Zeitungsausschnitt

    . Zeitungsausschnitt

    . Zeitungsausschnitt

    . Zeitungsausschnitt

    . The Marauder’s Map

    . Anleitung zum Teeblätter-Lesen

    . Zeitungsausschnitte | Übersicht zum Teeblätter-Lesen

    . M-Beutel


    Der Optimierungsvorgang wurde optimiert!

    Wie ich hier das ein oder andere Mal schon öffentlich zugegeben habe: ich bin ein Listen-Mensch! Vor allem ToDo-Listen haben es mir angetan und so suche ich schon lange nach einer wirklich praktikablen Form des Listen schreibens. So fahren bei mir diverse Listen mit bezeichnenden Titeln wie „Unbedingt die Woche noch erledigen!“ bis zu „ToDo’s für den Mann“ herum. Viele Listen sind noch halb voll aber schon lange inaktuell und nicht nur, dass ich manchmal den Überblick verliere: seit ich angefangen habe ein kleines Bullet Journal zu führen, stört mich die mannigfaltige zettelrumschieberei und das hin und her kopieren von ToDo’s von einer auf die andere Liste ganz gewaltig.

    Viele erzählen mir, dass sie ihre Liste digital führen – am besten noch „in der Cloud“ – und auch das habe ich für mich schon getestet und für absolut nicht annehmbar befunden. Ich möchte keine strombetriebene Darstellungskrücke nutzen müssen um mal schnell „Milch kaufen“ zu notieren. Auch wenn ich Funktionen wie z.B. automatische Reminder ganz praktisch finde, mahnt mich eine handgeschriebene Notiz doch irgendwie nachdrücklicher daran, das ein oder andere nicht zu vergessen.

    Die Erfinderin in mir, kam deshalb auf die tolle Idee einer interaktiv sortierbaren ToDo-Liste in bester Papier-Manier, und zwar basierend auf PostIts!

    ToDo-Liste

    Natürlich bin ich jetzt nicht der erste Mensch, der ein PostIt zum Erinnern verwendet! Das ist mir schon klar!  Aber die Zettelchen einfach an den Bildschirm zu kleben, ist für mich einfach nicht Organisation genug.

    So habe ich mir ein Stück Karton gesucht – in meinem Fall ein faltbarer Aktendeckel – und habe ihn beschriftet mit: „Prio 1“, „Prio 2“, „Prio 3“ und das wichtigste Feld: „Heute“. Nun kann ich meine ToDo’s locker hin und her sortieren, mir Sachen vornehmen und wieder nach hinten verschieben, vielleicht mal etwas wichtiges in meinen Planer kleben oder einfach dem Mann weitergeben. Viele Punkte kommen ja auch immer wieder vor und so muss ich nicht zum hundertsten Mal „Wäsche waschen“ auf meine Liste schreiben sondern hole den Zettel einfach aus seiner Parkposition unter „Prio 3“ und setzte ihn ins „Heute“-Feld.

    Damit die Zettelchen auch nicht verloren gehen, kann ich den Aktendeckel praktisch zuklappen. So ist alles geschützt und ich könnte ich Liste sogar mitnehmen, wenns denn sein müsste. 

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    4 8 15 16 23 42

    Der Mann und ich sind ja bekennende Fans von allem möglichen, sodass wir uns jedes Jahr wie kleine Schnitzelchen auf die Münchner Super Geek Night freuen. In diesem Jahr hatte er für sich und seine Jungs einen ausgefeilten Dresscode erdacht, sodass ich bei der Kostümplanung auf mich selbst gestellt war. Zum Glück hatte ich diesmal die beste Freundin als Sidekick dabei und da wir beide phasenweise der Serie „Lost“ verfallen sind haben wir uns entschieden als Mitglieder der „Dharma Initiative“ zu gehen.

    Wer die Serie kennt, weiß wie viele Möglichkeiten man mit diesem Thema hat und wie mannigfaltig viel oder wenig Arbeit man sich machen kann, um perfekt in der Rolle zu bleiben. Wir wollten uns aus Zeitmangel nicht zu viel Aufwand machen, aber trotzdem einen authentischen Effekt erzielen. Außerdem wollten wir um unsere Kostümierung schon auch ein bisschen die Geschichte spinnen und haben uns deshalb als Schwan/Perle-Gespann verkleidet. 
    Dharma-Overalls
    Zunächst brauchten wir passende Overalls. Anstatt die in mühevoller Kleinstarbeit selbst zu nähen, haben wir fertige Arbeitsoveralls in beige gekauft. Da es die nur in Männergrößen zu erstehen gibt, musste ich am ein oder anderen Ende Hand anlegen und etwas abnähen. Das hat eigentlich super funktioniert und am Ende war das die einfachste Möglichkeit für uns.

    Um die Overalls weiter zu pimpen habe ich Schrift und Logos mit Hilfe der Silhouette Cameo aus T-Shirt-Folie ausgeschnitten und aufgebügelt. Meiner bekam dazu meinen Namen und meine Jobbezeichnung.

    Die beste Freundin hat sich für die Rolle des Schwan-Bewohners entschieden, der alle 108 Minuten „die Taste“ drücken muss. Dazu verpasste ich ihr ein Handy – ebenfalls mit Dharma-Logo versehen – das regelmäßig zu piepen anfangen sollte und nur durch Eingabe des richtigen Codes Ruhe gibt. Als der Alarm auf der Party das erste mal los ging, war ich schon ganz heiß darauf zu sehen wie „mein Subjekt“ sich in Hektik vertippen und in Panik ausbrechen würde. Fatalerweise versagte die Technik schon beim ersten Alarm, sodass wir am Ende alle beide dastanden und wie wild Zahlen eintippten, ohne dass das Gerät auf unsere Eingaben reagieren wollte… es war zum Schießen!! 

    Ich als Mitarbeiter in der Perle hatte den ganzen Abend ein Notizbuch dabei, in das ich relevante Auffälligkeiten – die mir beim Beobachten des Schwan-Bewohners ins Auge gestochen sind – notierte. Das vormals schwarze Notizbuch habe ich dafür mit weißer Farbe bedruckt, damit das typische schwarz-weiße Muster entsteht. Das aufgeklebte Perle-Logo hat das Heft dann perfekt abgerundet.

    Unsere Kostüme waren für die Party genau richtig: nicht zu aufwändig und superbequem. In den vielen Taschen konnten wir alles wichtige verstauen und wir mussten uns vorher nicht kompliziert schminken. In Deutschland ist „Lost“ nun ja nicht sooo bekannt, aber trotzdem haben uns manche erkannt und wollten sogar Fotos von uns machen! 

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    Das Abenteuer beginnt!

    Da das tollste Fest ohne ebenso tolle Gäste nur halb so schön ist, haben wir uns im Nachhinein natürlich gebührend bei allen für die lieben Glückwünsche und vielen Geschenke bedankt.
    Danksagungskarten
    Unsere Danksagungskarten lehnen sich natürlich wieder an die Einladungskarte und die Save-the-Date-Karte an. Die ausgestanzten Luftballons haben wir diesmal als Fenster benutzt, durch das man ein Foto sehen kann auf dem der Mann und ich verliebt in die Kamera lächeln.

    Das Format der Karte haben wir von eben diesem Foto abhängig gemacht und so ist die Karte diesmal querformatig ausgefallen. Damit der Effekt mit dem Loch nicht untergeht, ist die Vorderseite sehr zurückhaltend gestaltet. Zwar habe ich hier wieder die berühmte Goldfolie eingesetzt, aber erst im Innenteil bedanken wir uns dann ausführlicher.

    Damit das Foto von unseren Gästen z.B. in ein Fotoalbum eingeklebt werden kann, liegt es nur locker in der Karte. Folglich musste die gesamte Innenseite noch einmal passend zum ausgeschnittenen Luftballon-Loch gestaltet werden. Ich habe also alle Infos und Elemente um das Loch herum arrangiert sodass ein stimmiges Gesamtbild entsteht.

    Neben den Dankesworten haben wir den Gästen noch einen USB-Stick mit den gesammelten Fotos vom Fest beigelegt. Es ist ein Stick den man wie eine Büroklammer feststecken kann, sodass er auch sicher an Ort und Stelle bleibt.

    Da wir die Karte auch an Bekannte und Verwandte geschickt haben, die nicht so eng mit uns verbandelt sind, haben wir für diese Empfänger anstatt einem USB-Stick nur einen Link zur Foto-Sharing-Seite „dawawas“ beigefügt. Dazu habe ich den Link in Form eines QR-Codes auf kleine Ballons gedruckt. Diese habe ich dann mit einer Büroklammer an die entsprechende Stelle an der Karte geheftet.

    Auf der Rückseite der Karte habe ich noch einmal das Motto der Feier verewigt und dieses etwas zukunftsdeutend umgedichtet: aus „Das Abenteuer wartet!“ wurde deshalb „Das Abenteuer beginnt!“

    Als wir nach der Feier Großreine gemacht haben, mussten wir feststellen dass kaum jemand ein Gastgeschenk mit nach Hause genommen hat. Wir haben es schlichtweg versäumt allen Gästen klar zu sagen, dass sie die Kleinigkeiten gerne mit nach Hause nehmen dürfen. So hatten wir also unzählige Bleistifte und Geduldsspiele übrig und die wollte ich unbedingt noch an den Mann und die Frau bringen.

    Deshalb habe ich je ein Geduldsspiel, ein oder zwei Bleistifte sowie die Danksagungskarte samtUmschlag in einen stabilen aber flachen Kartonumschlag verpackt. Vorne drauf kam wieder die schön gestaltete Adresse – diesmal als Aufkleber – und das Ganze ist postfertig.

    Ich denke unsere Gäste werden sich über dieses kleine Überraschungspaket freuen und uns nachsehen, dass wir uns fast zwei Monate Zeit gelassen haben unsere Dankesgrüße auf den Weg zu bringen. 

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    And the winner is …

    Anfang der Woche habe ich euch die vielen tollen Spiele gezeigt, die wir uns für unsere Gartenspiele-Party ausgedacht haben. Doch was wäre ein Spiel ohne echte Gewinner?

    Damit unsere Gäste noch mehr zum Mitmachen animiert werden und Lust bekommen sich spielerisch zu messen, haben wir für den Abend eine kleine Preisverleihung vorbereitet. Nachmittags konnten die Gäste ihre Spielergebnisse auf kleinen Zetteln notieren, die wir dann ausgewertet haben. Gewonnen haben dann jene drei Spieler, die die meisten Punkte ergattern konnten.
    Preise
    Die Preise habe ich wie schon die Einladungen mit Goldfolie und in Kartenform gestaltet. Die habe ich dann ganz einfach in braune Papiertüten eingepackt und mit Handlettering und Etiketten nummeriert. Um die Tüten etwa gleich dick zu polstern habe ich die Leerräume mit zerknülltem Seidenpapier ausgefüllt.

    Für Platz Nummer drei gab es ein „intergalaktisches Abenteuer“ in Form von zwei Schokoriegeln. Genau das richtige nach dem „anstrengenden“ Spielenachmittag und der erste Lacher war uns mit diesem Preis sicher!

    Den nächsten Applaus gab es dann für den zweiten Gewinner: Wir hatten noch eine Mini-Flasche Sekt im Fundus, die von weitem betrachtet wie ein kleine „Stimmungsbombe“ aussah. Der Gewinn schlug natürlich ein wie eine Granate! 

    Diese beiden „Trostpreise“ haben unsere Gäste kurz und bündig auf die eigentliche Gewinnbekanntgabe vorbereitet. Denn über den Preis für das oberste Treppchen haben wir uns viel länger Gedanken gemacht. Wir wollten gerne etwas verschenken über das sich unsere – meist weit hergereisten – Gäste nicht nur freuen sondern sich auch lange erinnern. Und so haben wir eine Einladung zum Essen mit dem Brautpaar verschenkt und zwar in der Heimatstadt des Gewinners.

    Tatsächlich hat dann auch ein Gast gewonnen, den wir nur sehr selten sehen und freuen uns jetzt auf unseren kleinen Wochenendtrip ins schöne Aachen. Man kann also sagen: Alles in allem eine Win-Win-Situation! 

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    Ungewöhnlicher Cake-Topper für eine noch ungewöhnlichere Hochzeitstorte!

    Da weder beim Mann noch bei mir jemals etwas einfach nur gewöhnlich ablaufen kann, musste auch unsere Hochzeitstorte höchst unkonventionell sein. 

    Schon immer waren uns diese perfekten Torten-Kunstwerke, die dann oft ebenso künstlich schmecken, ein wahrer Graus. Wir wollten eine Torte die genauso individuell ist wie wir, die nicht zu mächtig ist und gleichzeitig jedem Geschmack etwas zu bieten hat.
    Schnell war uns deshalb klar: wir wollen eine Hochzeitstorte aus Donuts! 

    Schwieriger dagegen war die Entscheidung: Was kommt als Cake-Topper obendrauf, und wie?

    Lange haben wir uns durch kleine (und meist superhässliche) Mini-Hochzeitspaare geklickt, haben darüber nachgedacht selbst Figuren zu modellieren und zwischenzeitlich sogar erwogen kleine (mega-überteuerte) 3D-Miniaturen von uns anfertigen zu lassen.
    Inspiriert durch den Film „Oben“ (…die Luftballons … ihr ahntet es sicher schon ) haben wir uns dann entschieden kleine Modell-Sesselchen zum Cake-Topper zu stylen.
    Cake-Topper
    Die grundsätzlichen Sesselchen habe ich ein einem Shop für Puppenmöbel käuflich erworben. Tatsächlich haben wir welche gefunden die unseren Sofas (die wir in die gemeinsame Wohnung mitgebracht haben und um die es ein jahrelanges Tauziehen gab ) sehr ähnlich sahen, sodass die Sessel richtiggehend für uns beide als Charaktere stehen.
    Überrascht stellte ich beim auspacken fest, dass die Modelle unterschiedlich groß waren (obwohl im selben Maßstab ausgewiesen). Der Unterschied war nicht so riesig und in einem Puppenhaus vermutlich nicht relevant, aber doch genug, dass es mich mächtig gestört hat und nebeneinander irgendwie komisch ausgesehen hat.
    Optimierung war also erforderlich!

    Da der kleinere, weiße Sessel etwas schlampig verarbeitet war, habe ich den zuerst neu bezogen. Dazu habe ich ihn komplett auseinander gebaut, und die Einzelteile etwas aufgepolstert, damit er massiger wird. Dann habe ich die Teile wieder mit weißem Stoff bezogen und alles neu zusammengeklebt.

    Dann habe ich vom braunen Sessel die „Beine“ abmontiert; so wurde der etwas niedriger. Die habe ich dann unter den weißen Sessel geklebt und schon war der Höhenunterschied etwas ausgeglichen.

    Damit die Sesselchen nicht so verloren herumstehen habe ich einen kleinen Perserteppich besorgt. Im Hintergrund sorgt dann noch eine Mini-Wimpelkette (passend zur Tischdeko) für einen räumlichen Rahmen. Die habe ich ebenfalls aus Seidenpapier gebastelt und mit Goldstift unsere Namen auf die Wimpelchen geschrieben.

    Montiert habe ich die ganze Szene dann auf eine kleine Etagere aus Kork und Holz. Dazu habe ich zwei Korkuntersetzer mit einer schönen aber dezenten Serviette ummantelt. Als Abstandhalter diente eine Holzspindel aus dem Fundus. Verbunden habe ich die Teile mit Nadel und Faden, sodass ich später alles auch wieder verlustfrei demontieren kann.
    So konnten die Donuts dann schön um den Cake-Topper herum drapiert werden, ohne dass etwas klebrig wird oder in der süßen Vielfalt untergeht. 

    Im Nachhinein muss ich sagen: uns hätte tatsächlich kein besseres Symbol einfallen können für das, was wir beide uns für die gemeinsame Zukunft wünschen! 

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    Ballon-Girlanden

    Vom Look der Braut schwenken wir elegant zum Look der Party! Auch hier haben wir den Großteil selbst gemacht und mussten uns deshalb gut überlegen: was können wir selbst realisieren und welche Aufgaben überlassen wir lieber den Profis?

    Als Location haben wir uns ein Gewächshaus in München gesucht, das man für Events mieten kann. Weil hier schon rundherum alles grün und blühend ist, haben wir bei der Deko komplett auf „tote Blumen“ verzichtet.
    Das Hauptelement unserer Deko waren deshalb Luftballons. Wir wollten den hohen Raum irgendwie mit Ballons füllen und haben, wie immer, zuerst herumprobiert was für uns am besten funktioniert.
    Ballon-Girlanden
    Nach einigen Tests haben wir festgestellt: Helium-Ballons halten, je nachdem wie prall sie gefüllt werden, nur vier bis sechs Stunden durch. Wir wollten unseren Trauzeugen ja nicht zumuten kurz vor der Party noch schnell hunderte von Ballons aufpusten zu müssen und haben deshalb unser Deko-Konzept auf Girlanden aufgebaut.

    Unsere Testphase hatte nämlich ergeben: mit normaler Luft gefüllte Ballons halten deutlich länger – bei uns sogar über zwei Wochen!
    Wir haben uns also eine Ballon-Aufpust-Maschine besorgt und am Tag vor der Trauung ganze 360 Ballons mit Luft gefüllt. Damit die etwa gleich groß werden, haben wir eine Art Schablone in einen Karton geschnitten. Mit Hilfe dieses Lochs war es ganz einfach die Ballons einheitlich hin zu bekommen. Dann haben wir immer zwei Ballons zusammengeknotet um sie zu verschließen. Die Pärchen haben wir anschließend mit einem weiteren Pärchen verzwirbelt, sodass ein Vierer-Element entsteht. Um diese Elemente zu machen gibt es zwar auch solche Plastikscheiben, die waren uns aber schlicht zu teuer und wir haben festgestellt, dass es ohne auch ganz gut geht.
    Die Elemente haben wir dann wiederum „übereinander gestapelt“ zu einer Säule und diese in der Mitte mit einem Faden fest zusammengebunden. Umso fester man bindet, umso stabiler wird die Girlande auch.

    Die ganze Schlange umfasste bei uns 120 Ballons und war etwa 5 Meter lang. So waren die Bögen groß genug um bequem drunter durch zu laufen.
    Die Enden haben wir an einer Holzplatte festgemacht (die hatte in der Mitte eine 50 cm lange Stange zur Stabilisierung), damit der Bogen besser am Boden stehen bleibt. Beim Aufbauen haben wir die Girlanden noch nach oben mit einem weiteren Faden gesichert, damit keiner der Gäste „erschlagen“ wird. 

    Zum Beginn der Feier haben die ersten beiden Bögen einen Gang zwischen den Stühlen der Gäste gebildet. Es war wunderschön unter den Bögen zur Trauung einzulaufen. Der dritte Bogen war sozusagen als Bühnenbild für die Zeremonie gedacht, weil man ja bei einer freien Trauung keinen Altar oder ähnliches zur Verfügung hat.
    Im weiteren Verlauf der Party wurde der Platz zwischen den Bögen dann für’s spielen genutzt und hatten so auch noch den ganzen Nachmittag einen Nutzen. Was und wie genau gespielt wurde, davon berichte ich euch aber erst nächste Woche ausführlicher. 

    Die Deko auf diese Art und Weise schon vorher vorzubereiten war im Grund eine super Idee und hat den ganzen Party-Aufbau-Stress sehr entzerrt. Einziger Wehrmutstropfen: die glänzenden Ballons hatten am nächsten Tag leider ihren schönen Glanz verloren. Das ist aber niemandem aufgefallen und war deshalb überhaupt kein Problem für uns. 

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